Es darf auch ein bisschen mehr sein

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Zumindest Neuseeland soll es werden. Es darf aber auch ein bisschen mehr sein.

Mit diesem Motto geht die U19-Auswahl des ÖFB in die EM-Endrunde.

Platz drei in der Gruppe mit Ungarn, Israel und Portugal reicht für eine Teilnahme an der U20-WM in einem Jahr.

„Das ist unser vorrangiges Ziel“, sagt Florian Grillitsch. Teamchef Andreas Heraf konkretisiert: „Das Minimalziel!“ Denn man wolle natürlich jedes Spiel gewinnen.

Trainer Sohn einer Legende

Zum Auftakt wartet mit Ungarn auch gleich der Gastgeber (Samstag, 18:30 Uhr). „Sie werden im eigenen Land sehr motiviert sein“, meint Grillitsch, der im ersten Spiel wegen einer Gelbsperre fehlt.

Trainiert werden die Ungarn übrigens von Geza Meszöly, dem Sohn der Verteidiger-Legende Kalman Meszöly. „Wir haben eine gute Einstellung. Wir können schon verloren geglaubte Spiele noch drehen. Wir wollen unsere Fans unterhalten“, sagt der Teamchef der Hausherren.

Vorsicht vor Kalmar

Besonders zu achten gilt es auf Mittelfeldspieler Zsolt Kalmar. Der 19-Jährige, der als eines der größten Talente des Landes gilt, war bereits drei Mal im A-Nationalteam im Einsatz und spielt regelmäßig bei Györi ETO.

Ebenfalls erwähnenswert sind die Zwillinge David und Gergely Bobal sowie Linksverteidiger Krisztian Tamas, der seit 2012 im Nachwuchs des AC Milan aktiv ist.

Die Einheit will pressen

Viel lieber beschäftigen sich die ÖFB-Youngster aber mit sich selbst. „Das Wichtigste ist, als Team aufzutreten. Auch wenn es andere Mannschaften gibt, die besser kicken können, kann man als geschlossene Einheit sehr weit kommen“, gibt Sascha Horvath die Marschroute vor.

Vom Spielstil her wird auf Pressing gesetzt. „Wir haben gemerkt, dass Ballbesitz nicht unser Spiel ist, wir haben nicht die Spieler dafür“, sagt Sinan Bytyqi. Heraf stimmt zu: „Wir können den Gegner offensiv nicht dominieren. Unser Stil ist es, den Gegner extrem anzupressen und dann, wenn der Fehler kommt, schnell umzuschalten.“

„Wir sind nicht leicht zu schlagen“

Zur Frage nach der Formation erklärt der Teamchef: „Das 4-3-3 ist unser System, aus dem heraus wir spielen. Es ist unsere offensive Grundordnung, die in der Defensive manchmal in ein 4-4-2 umschlägt.“

Laut ManCity-Legionär Bytyqi hat die Truppe offensiv wie defensiv Qualitäten: „Wir stehen sehr kompakt. Wir haben sehr viele Tore geschossen und nur wenige kassiert. Wir sind also im Angriff gut und können auch verteidigen. Wir sind nicht leicht zu schlagen.“

Gegen Ungarn muss der Beweis angetreten werden.

Kevin Bell/Harald Prantl

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