"Fünf gute Halbzeiten" zu wenig

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"Wir sind sehr enttäuscht"

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Es war alles angerichtet für das nächste Happy End.

Doch im Gegensatz zu so vielen Malen davor hat es für die ÖFB-U19 diesmal nicht gereicht.

Das 2:2 im letzten Gruppenspiel gegen die Ukraine war zu wenig, um bei der EM den Aufstieg zu schaffen (Spielbericht). Dabei hätten die Franzosen mit ihrem 2:0-Sieg gegen Gastgeber Griechenland die nötige Schützenhilfe geleistet.

"Wir waren zu fehleranfällig"

„Wir sind im Moment sehr enttäuscht und niedergeschlagen, dass wir dieses Spiel nicht gewonnen haben“, sagt Teamchef Hermann Stadler, der mit dem Jahrgang 1996 jede Endrunde, die möglich war, erreicht hat.

Doch Sascha Horvath und Co. hatten am Sonntag-Abend nicht ihren besten Tag erwischt. „Wir konnten heute in keiner Phase des Spiels an unsere Leistungen aus den ersten beiden Partien anknüpfen. Wir waren zu fehleranfällig im Passspiel, konnten kaum Druck erzeugen und auch das Spiel gegen den Ball hat nicht wie gewohnt funktioniert“, ärgert sich Stadler.

"Fünf gute Halbzeiten"

Der Coach weiter: „Wir hatten uns für dieses Match viel vorgenommen. In den ersten 20 Minuten wollten wir hohen Druck erzeugen und ein schnelles Tor erzielen.“

Letztendlich waren es aber die Ukrainer, die den besseren Start in die Partie erwischten. Diesen Makel konnte auch ein druckvolles Finish der Österreicher nicht mehr wettmachen.

Stadler: „Im Turnierverlauf haben wir fünf gute Halbzeiten gespielt, die erste Hälfte heute war schwach. Die Mannschaft ist zwar deutlich verbessert aus der Kabine gekommen, aber selbst der schnelle Ausgleich konnte keine Sicherheit in unser Spiel bringen. In der Schlussphase haben die Spieler wieder Moral bewiesen und bis zum Ende versucht, das Unmögliche doch noch möglich zu machen.“

Eine "stolze" Bilanz

Für den Salzburger zählt bei all der Enttäuschung die Erfahrung, die seine Jungs sammeln konnten: „Für die Spieler war dieses Turnier ein super Erlebnis. Jeder konnte sich mit den besten Spielern dieses Jahrgangs in Europa messen. Jetzt gilt es, die gewonnenen Erfahrungen im täglichen Training in den Vereinen sowie in der individuellen Arbeit in allen Bereichen umzusetzen, damit der nächste Entwicklungsschritt in der Karriere erfolgen kann.“

Der Weg dieses Jahrgangs endet somit. Einige der Kicker werden im U21-Nationalteam und vielleicht sogar im A-Team weiterhin das ÖFB-Trikot tragen. Andere wiederum werden nie wieder zu dieser Ehre kommen.

Stadler bilanziert: „Man kann sehr stolz darauf sein, was die Mannschaft in den letzten Jahren erreicht hat - sie war bei allen möglichen Endrunden vertreten. ‚Die Verschworenen‘ haben den österreichischen Fußball auf der internationalen Bühne würdig vertreten.“

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