ÖFB-U19 verpasst Gruppensieg

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Portugal wird Favoriten-Rolle gerecht

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Österreichs U19 verpasst bei der Europameisterschaft in Ungarn nach einem 1:2 (0:1) gegen Portugal den Gruppen-Sieg, steht aber als Zweiter im Semi-Finale.

Die Mannschaft von Teamchef Andreas Heraf steht, ebenso wie die Iberer, schon vor der Begegnung als Semi-Finalist fest und schont sechs Stammkräfte. Anstelle von Rosenbichler, Lovric, Horvath, Michorl, Bytyqi und Lucic starten Joppich, Lienhart, Laimer, Grubeck, Maderner und Casali. 

Portugal legt vor

Der ÖFB-Nachwuchs zeigt, anders als in den vorangegangenen Spielen, zu Beginn keinerlei Nervosität. Bereits nach fünf Minuten setzt Innenverteidiger Gugganig einen Freistoß an die Stange.

LASK-Akteur Blutsch hat wenig später Pech. Sein Weitschuss rutscht Portugals Keeper Moreira durch die Hände, findet aber nicht den Weg ins Tor (12.). Für den Turnier-Mitfavoriten gibt es in der Anfangsphase kein Durchkommen durch die dicht gestaffelte ÖFB-Abwehr.

Erst nach einer halben Stunde erhöht der Favorit die Schlagzahl und setzt die Heraf-Equipe nach und nach unter Druck. Zunächst kann Rasner einen Rodrigues-Kopfball noch vor Schlussmann Casali abwehren, wenig später köpft Kapitän Podstawki nach einem Freistoß jedoch das 0:1 (41.).

Blitzstart

Zur Pause bringt Heraf die Legionäre Bytyqi (Manchester City) und Puchegger (Bayern München), für den Ausgleich verantwortlich zeigen sich jedoch andere. Grubeck setzt Sekunden nach Wiederanpfiff Grillitsch in Szene, der aus 16 Metern per Innenseite auf 1:1 stellt (46.).

Österreich übernimmt in der Folge wieder das Kommando. Die größte Chance vergeben Blutsch und Grillitsch nach einem Konter in Überzahl (52.).

Von den Portugiesen kommt offensiv nicht viel, Tor-Vorbereiter Rodrigues verstolpert in der 69. Minute die aussichtsreichste Möglichkeit.

Portugal wird Favoriten-Rolle gerecht

Nachdem auch ein Grillitsch-Freistoß (79.) nicht den gewünschten Erfolg bringt, sieht alles nach einer Punkte-Teilung aus. Vier Minuten vor dem Ende schießt der eingewechselte Balde den Favoriten fast aus dem Nichts doch noch zum Sieg.

Österreich, das in der zweiten Halbzeit die bessere Mannschaft war, belegt damit hinter den Iberern Platz zwei in der Vorrunden-Gruppe A und trifft im Semi-Finale auf Deutschland.

 

Andreas Heraf (Teamchef Österreich):

"Wir waren nah dran am Gruppensieg. Wir haben auf den Sieg gedrängt, am Ende sind wir in einen Konter gelaufen. Das kann gegen eine extrem starke Mannschaft wie Portugal passieren. Ich bin sehr zufrieden mit unserer Leistung. Wenn ich mit einer Niederlage leben kann, dann mit dieser. Denn sie hat auch keine Auswirkungen auf den weiteren Turnierverlauf. Und ich bin vor allem glücklich, dass wir ohne Gesperrten und Verletzten Richtung Halbfinale planen können. Nur Lukas Gugganig ist leicht an der Achillessehne angeschlagen."

Florian Grillitsch (Torschütze zum 1:1):

"Wir haben wieder ein gutes Match gezeigt, aber leider blöd verloren. Aber lieber dieses Match verlieren und dann das Halbfinale gewinnen. Wir haben auch gegen Portugal bewiesen, dass wir gegen jeden Gegner unser Spiel durchziehen wollen und keine Angst haben. Das wollen wir auch am Montag so machen."

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