Mit dem Rücken zur Wand

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Die ÖFB-U19 steht bei der EM mit dem Rücken zur Wand.

Im zweiten Gruppenspiel gegen Gastgeber Griechenland kommt die Truppe von Teamchef Hermann Stadler nicht über ein 0:0 hinaus und hat damit keine gute Ausgangsposition im Kampf um den Einzug ins Semifinale.

Einige Umstellungen

Wegen der Gelb-Rot-Sperre von Petar Gluhakovic ist der Coach zu Umstellungen gezwungen. Xaver Schlager rückt auf die Position des Rechtsverteidigers, auf der Sechs kommt der im ersten Spiel gesperrte Lukas Tursch anstelle von Philipp Malicsek zum Einsatz. Am Flügel darf Felipe Dorta ran, Dominik Prokop übernimmt dafür Schlagers Platz in der Zentrale.

Zunächst scheint es, als ob die Österreicher in der neuen Aufstellung nicht gut zurechtkommen würden. Die Griechen beginnen – angepeitscht von 13.453 Zusehern – überaus druckvoll und geben durch Markopouliotis bereits in der dritten Minute den ersten, nicht ungefährlichen Schuss ab.

Kvasina an die Stange

Die erste Chance des ÖFB ist in der 13. Minute zu beobachten – und sie hat es in sich. Prokop trägt einen schnellen Konter vor und bedient Marko Kvasina, dessen schöner Schlenzer an der Stange landet.

Es ist praktisch der Startschuss für die Wende. Die österreichischen Talente finden fortan immer besser ins Spiel und übernehmen schon bald das Kommando. Nach einem Corner kommt Sascha Horvath in der 19. Minute unbedrängt am Fünfereck zum Abschluss, trifft aber nur das Außennetz.

Weitere Top-Chancen

In der 28. Minute rückt zum ersten Mal der Referee in den Mittelpunkt. Daniel Ripic kommt im Strafraum zu Fall, der Elfmeterpfiff bleibt aus.

Doch auch ohne Hilfe des Unparteiischen hätte die Stadler-Elf zur Pause führen müssen. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte wird die nächste Top-Chance ausgelassen – Horvath mit dem schnellen Gegenstoß und dem idealen Pass auf Kvasina, der alleine vor Goalie Kotsaris über das Tor schießt.

Tor aberkannt

Nach der Pause spielen fast nur noch die Österreicher, die Griechen verlegen sich endgültig aufs Kontern, strahlen dabei jedoch keinerlei Gefahr aus. Kvasina indes vergibt in der 47. Minute die nächste gute Chance.

Der Austria-Angreifer trifft in der 79. Minute dann auch tatsächlich ins Tor, der Jubel verebbt aber nach wenigen Augenblicken, weil auf Abseits entschieden wird – eine sehr umstrittene Entscheidung, die vermutlich falsch ist.

Nur mit französischer Hilfe

Auf der Gegenseite kann sich indes Keeper Alexander Schlager mit einer Parade auszeichnen, als Vergos mit einem guten Schuss die beste Chance der Gastgeber vergibt (81.).

Frankreich ist nach einem 3:1 gegen die Ukraine schon fix weiter. Österreich muss im letzten Gruppenspiel gegen die Ukraine gewinnen (So., 20 Uhr) und auf französische Schützenhilfe gegen die Griechen hoffen.


Griechenland - Österreich 0:0
Larissa, 13.453 Zuschauer, SR Ekberg (SWE)

Gelbe Karten: Karachalios, Tsimikas

Griechenland: Kotsaris - Markopouliotis (60. Saliakas), Roussos, Tselepidis, Tsimikas - Karachalios, Kiriakopoulos - Kynigopoulos (84. Orfanidis), Staikos, Mavrias (60. Pozoglou) - Vergos

Österreich: A. Schlager - X. Schlager, Domej, Peric, Haas - Tursch - Dorta (46. Pellegrini), Horvath, Prokop, Ripic (80. Grbic) - Kvasina

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