"Hut ab vor meiner Mannschaft!"

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Es war ein ganz dickes Ausrufezeichen, das Österreichs U19-Auswahl zum Start der EM-Quali-Eliterunde zu setzen vermochte.

Das ÖFB-Team führte Bosnien-Herzegowina in Traiskirchen nach allen Regeln der Kunst vor und feierte einen 6:0-Erfolg.

„Das Ergebnis war auch in dieser Höhe verdient“, sagte Dominik Wydra nach dem Schlusspfiff und hatte damit völlig Recht.

"Das ist schon etwas Besonderes"

Der Rapid-Kicker und seine Kollegen diktierten das Spiel über die volle Distanz und ließen zu keiner Sekunde Zweifel am Sieg aufkommen.

„Ich habe schon vor der Eliterunde gesagt, dass wir drei besondere Spiele brauchen, um zur Europameisterschaft zu fahren. Das erste hatten wir schon. Hut ab vor der Mannschaft. Bosnien in einem Bewerbsspiel mit 6:0 zu besiegen, ist schon etwas Besonderes“, freute sich Teamchef Manfred Zsak.

Ausschluss als Knackpunkt

Begünstigt wurde die Vorstellung der Österreicher durch die Gelb-Rote Karte gegen Amer Rahmanovic in der 49. Minute beim Stand von 1:0.

„Der Ausschluss hat uns sicher geholfen. Er war bis dahin einer ihrer besten Spieler. Das war sicher der Knackpunkt der Partie“, war auch dem Coach bewusst.

Vorgenommen, umgesetzt

Nichtsdestoweniger zeigte er sich beeindruckt von seinen Burschen: „Die Weise, wie sie das zu Ende gespielt haben, stimmt mich schon sehr zuversichtlich. Das ist nicht selbstverständlich. Das hat schon etwas.“

Wydra erklärte das einfache Konzept: „Wir haben uns vorgenommen, offensiv mit Spielfreude zu agieren und defensiv sicher zu stehen. Das ist uns 90 Minuten lang gelungen.“

Groß aufspielende Offensiv-Abteilung

Die Spielfreude war der Mannschaft tatsächlich anzusehen. Im zentralen Mittelfeld verteilten Christian Gartner und Wydra die Bälle umsichtig, auf den Flügeln wirbelten Alessandro Schöpf und Thomas Murg und davor stellten Marcel Sabitzer und Louis Schaub die bosnische Abwehr vor unlösbare Aufgaben.

Die Kombinationssicherheit der ÖFB-Elf war beeindruckend. Das sahen auch die zahlreichen Scouts, die das Spiel beobachteten, so. Vor allem zu Schaub und Gartner hatten sie viel zu notieren.

Zsak zeigte sich indes nicht sonderlich überrascht vom tollen Offensivspiel seiner Mannschaft: „Man muss sich ja nur die Namen ansehen. Wir haben da sechs Spieler, die jederzeit eine Partie entscheiden können.“

Kein Abheben

Am Freitag (18 Uhr, Traiskirchen) steht das zweite Spiel gegen die Schweden, die ihre erste Partie mit 0:3 gegen Frankreich verloren, auf dem Programm.

Zsak: „Die Schweden sind eine komplett andere Mannschaft. Sie spielen very british. Ein sehr zweikampfstarkes Team mit drei, vier guten Technikern. Das wird ein völlig anderes Spiel.“

Dafür, dass die Truppe nach dem 6:0 nicht abhebt, will der Trainer sorgen: „Das sage ich ihnen dann schon… Wenn wir zurück im Hotel sind, ist es schon wieder vorbei mit der Herrlichkeit. Wunderbar, dass wir 6:0 gewonnen haben, aber die Vorbereitung auf Freitag beginnt schon wieder.“

Harald Prantl

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