Schaub: Vom Bundesliga-Shootingstar zur U19-Stütze

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Im Schatten des großen WM-Quali-Schlagers zwischen Österreich und Schweden greift Österreichs U19-Auswahl ab Mittwoch nach den Sternen.

Nach der überstandenen ersten Qualifikationsrunde im November geht es für das Team von Manfred Zsak in der Eliterunde um die Teilnahme an der EM-Endrunde vom 20. Juli bis 1. August in Litauen.

Mit Bosnien-Herzegowina, Schweden und Frankreich stellen sich starke Gegner in den Weg, doch der Optimismus in den Reihen des Nachwuchs-Nationalteams ist groß.

Schließlich haben einige Akteure trotz ihres jungen Alters schon einige Erfahrungen vorzuweisen. Einer davon ist Rapid-Shootingstar Louis Schaub.

Achtungserfolg gegen Italien gibt Hoffnung

„Die Gegner sind nicht die schlechtesten, aber man hat schon in der Vergangenheit gesehen, dass wir auch solche mit dem Nationalteam schlagen können“, freut sich der 18-Jährige im Gespräch mit LAOLA1 auf die drei richtungsweisenden Spiele.

Der Sohn des ehemaligen, verstorbenen deutschen Admira-Profis Fred Schaub verweist in dieser Hinsicht auf den 3:0-Achtungserfolg gegen die Altersgenossen aus Italien im April des Vorjahres.

Damals zeigte das neu formierte U19-Team, welch Potenzial vorhanden ist. Schaub selbst konnte zudem einen Treffer markieren.

„Es war schon etwas Besonderes, auch wenn es nur ein Freundschaftsspiel war. Aber darauf können wir sicherlich aufbauen. Wir haben ein sehr starkes Team und ich glaube, wir können es schaffen.“

„Sabitzer ist auf alle Fälle eine Verstärkung“

Trotz des generell hervorragenden Teamgeists innerhalb der Mannschaft verbindet Schaub mit seinen Rapid-Kollegen Marcel Sabitzer und Dominik Wydra ein besonderes Verhältnis.

„Natürlich erleichtert es uns die Situation im Nationalteam ein bisschen, wir sehen uns ja tagtächlich. Das ist schon super so.“

Vor allem Sabitzer, der zuletzt mit dem A-Team trainierte und auf Abruf für Marcel Koller parat steht, könnte eine große Hilfe für die U19-Eliterunde bedeuten.

„Er ist auf alle Fälle eine Verstärkung für uns. Ich freue mich natürlich sehr, dass er bei uns dabei ist.“

Mit viel Selbstvertrauen zum U19-Team

So wie Sabitzer blühte Schaub zuletzt wieder bei Stammverein Rapid auf. Deshalb kam er mit einem sehr positiven Gefühl zum Treffpunkt in der Asia-Therme von Bad Erlach.

„Ich glaube schon, dass ich mich auch im Nationalteam durchsetzen kann. Die letzten Spiele von uns waren schon sehr gut. Ich hoffe, dass es eine sehr gute EM-Quali wird und ich auch im Team das umsetzen kann, was ich in der Bundesliga gezeigt habe.“

Besser als mit zwei Toren beim abschließenden Liga-Spiel gegen Ried hätte sich Schaub nicht für die Eliterunde warm schießen können. Trotzdem bleibt er am Boden.

„Natürlich freue ich mich über meine zwei Tore, aber man darf das jetzt nicht überbewerten. Es war aber ein schönes Gefühl.“

Schaubs Entwicklung zeigt steil nach oben

Die Saison 2012/13 war für den von Steffen Hofmann oft als Riesentalent bezeichneten Youngster eine ganz besondere.

Zu den ersten Einsätzen in der Bundesliga gesellte sich die Europa League, zudem konnte er seine ersten Treffer erzielen. Erfahrungen, die ihm keiner mehr nehmen kann.

„Ich glaube, dass meine Entwicklung in diesem Jahr positiv war. Natürlich gab es auch Tiefen, aber auch sehr viele Höhen. Darauf kann ich aufbauen“, rekapituliert der Newcomer.

Als Schaub am 18. August 2012 gegen Sturm Graz ins kalte Wasser geworfen wurde, nahm der Aufstieg beim Rekordmeister seinen Lauf.

„Es war schon sehr rasant für mich, aber ein sehr schönes Gefühl, gegen Sturm mein erstes Spiel zu machen. Aber ich glaube nicht, dass es zu schnell gegangen ist.“

„Die EM-Qualifikation ist ein großer Wunsch“

Zwar reichte es in seiner ersten Profisaison noch nicht zum Stammspieler, trotzdem können sich 16 Bundesliga-Einsätze mit 18 Jahren durchaus sehen lassen. Das sieht Schaub genauso.

„Natürlich hinterfragt man sich, was man vielleicht falsch gemacht hat, wenn man nicht jedes Spiel spielt. Aber wir haben einen sehr guten Kader und waren in der Europa League. Da war klar, dass viel rotiert wird.“

Von der Konkurrenz ganz zu schweigen. Doch Schaub, der immer wieder als Nachfolger von Kapitän Hofmann als Drahtzieher im Spiel von Rapid hochgepriesen wird, wird seinen Weg gehen. Daran zweifelt kaum jemand.

Vorerst einmal gilt die volle Konzentration jedoch dem U19-Nationalteam. „Die Qualifikation für die EM ist ein großer Wunsch“, gibt Schaub zu. Und Wünsche sollen hin und wieder ja auch einmal in Erfüllung gehen.


Alexander Karper

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