"Die Georgier werden von allen unterschätzt"

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Die Chance lebt!

Was nach der 0:1-Niederlage zum Auftakt gegen Irland kaum mehr für möglich gehalten wurde, ist nach dem 1:0-Sieg gegen Serbien Tatsache: Die U17 hat vor dem letzten Spieltag der Eliterunde noch die Möglichkeit, sich für die EM in der Slowakei zu qualifizieren.

„Es war wichtig für die Moral, hier im Turnier zu bleiben“, freut sich Teamchef Hermann Stadler.

Harmlose Serben

Seine Truppe feierte einen hochverdienten Erfolg gegen überraschend harmlose Serben. Die Gäste fanden in den kompletten 80 Minuten eine einzige echte Chance vor und wurden von den ÖFB-Fohlen dominiert.

„Dabei haben wir die Serben als sehr starken Gegner eingeschätzt, immerhin haben sie die erste Quali-Runde ohne Gegentor überstanden“, sagt Stuttgart-Legionär Adrian Grbic.

Nur bedingt zufrieden

Stadler verrät das Erfolgsrezept: „Wir haben gewusst, dass wir extrem aggressiv sein und von Beginn an im Spiel sein müssen, um die Serben ständig unter Druck zu setzen. Die Burschen haben das von der ersten bis zur letzten Sekunde super umgesetzt.“

Wenngleich der Coach mit der Spielweise seiner Mannschaft nur bedingt zufrieden war: „Im Angriffsdrittel hätten wir ein bisschen ruhiger und cleverer spielen müssen, da waren wir teilweise zu hastig, zu hektisch, zu ungenau. Wir haben von hinten zu sehr die langen Bälle forciert, haben die Bälle zu wenig flach durchs Mittelfeld gespielt.“

Dennoch klappte es in der 70. Minute nach einem Assist von Sascha Horvath für Stürmer Tobias Pellegrini mit dem Siegtreffer vor den Augen von ÖFB-Teamchef Marcel Koller.

Hoffen auf Serbien

Nachdem Georgien einen 3:0-Erfolg gegen Irland gefeiert hat, halten nach zwei Spieltagen alle vier Nationen bei je drei Punkten. Bei Punktegleichheit zählt in der Endabrechnung das direkte Duell.

Also muss Österreich gegen Georgien gewinnen und gleichzeitig darauf hoffen, dass Serbien gegen Irland punktet, um sich für die EM-Endrunde zu qualifizieren.

„Wir müssen einfach unsere Aufgabe erfüllen“, will sich Stadler gar nicht zu sehr mit dem Parallel-Spiel beschäftigen.

„Georgien eine sehr, sehr gute Mannschaft“

Denn: „Die Georgier waren – abgesehen von schlechten 15 Minuten – mit den Serben gleichwertig. Gegen Irland waren sie drückend überlegen.“

„Die Georgier werden von allen unterschätzt, weil man sie nicht so gut kennt. Aber sie sind eine sehr, sehr gute Mannschaft mit hervorragenden Einzelfußballern“, hat der Teamchef großen Respekt vor dem kommenden Gegner.

Grbic ist positiv gestimmt: „Sicher sind sie stark, aber ich bin sehr zuversichtlich, dass wir das Spiel gewinnen.“

Das letzte Spiel findet am Samstag, um 15 Uhr, in Wien am FAC-Platz statt.


Harald Prantl

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