"Auch bei der WM einiges möglich"

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„Unglaublich geil!“

Valentino Lazaro strahlte über das ganze Gesicht, als er den Kabinentrakt verließ.

Er war nicht der erste, der die Szenerie vor dem Ausgang genießen konnte. Die Familien-Mitglieder, Freunde und Fans der U17-Mannschaft hatten sich versammelt, um ihren Liebsten zu gratulieren.

Grund genug dafür gab es. Der Umstand, dass die ÖFB-Auswahl bei der EM in der Slowakei nach der Gruppenphase die Segel streichen musste, war Nebensache.

"Das Positive sehen"

Bedeutender: Mit dem 2:1-Sieg gegen die Schweiz würde das WM-Ticket gelöst.

„In erster Linie sollte man das Positive sehen. Es darf nicht im Vordergrund stehen, dass wir nur Gruppendritter geworden sind, es muss im Vordergrund stehen, dass wir Österreich vor der ganzen Welt vertreten dürfen“, sagte Teamchef Hermann Stadler.

Der 51-Jährige fügte hinzu: „Für mich als Trainer ist das sicher mein Karriere-Highlight.“

"Überwältigend!"

Seine Schützlinge mussten sich mit dem Gedanken, WM-Teilnehmer zu sein, erst anfreunden. „Ich kann es immer noch nicht glauben“, meinte Daniel Ripic, dem das 2:0 gelungen war.

Dominik Baumgartner, der Schütze des Führungstreffers: „Das wird erst schön langsam kommen. Derweil kann ich es noch überhaupt nicht fassen. Es war mein erstes Länderspieltor und das auch noch in meinem wichtigsten Spiel. Überwältigend!“

"Das ist einzigartig"

Es war ein verdienter Sieg gegen die Schweizer, die erst in der Schlussphase den Druck erhöhten, den Ausgleich aber nicht mehr zu erzielen vermochten.

„Unter diesem Druck so eine Leistung zu bringen, ist einzigartig“, fand Stadler. Lazaro meinte: „Bis auf die letzten paar Minuten war das heute schon ziemlich gut. Wir haben als Team sehr gut funktioniert.“

Kollers Hoffnung

So sah es auch Marcel Koller. Der Teamchef war in Dubnica nad Vahom zugegen, als sich der Nachwuchs erstmals seit 1997 wieder für eine U17-WM qualifizierte.

„Es ist eine Riesensache, wenn man zu einer WM fährt. Da kann man als junger Spieler viel Erfahrung sammeln“, so Koller. Nachsatz: „Wir hoffen natürlich, dass die U17 nicht das einzige Team ist, das das erreicht.“

"Großer Image-Gewinn"

Sein Kollege Stadler war sich sicher: „Das ist für den österreichischen Nachwuchs ein großer Image-Gewinn.“

Und eines war ihm sowieso klar: „Mit dieser Mannschaft ist auch bei der WM einiges möglich.“


Harald Prantl

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