U17 als Underdog in EM-Quali

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U17 als Außenseiter in EM-Qualifikationsturnier

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Österreichs U17-Nationalteam kämpft ab Montag vor eigenem Publikum um die Teilnahme an der EM in der Slowakei.

In der Gruppe 2 der Eliterunde geht es in Schwechat und Wien gegen die Altersgenossen aus Irland, Serbien und Georgien, nur der Pool-Sieger ist für die Endrunde von 5. bis 17. Mai in der Slowakei qualifiziert.

Teamchef setzt auf Kollektiv

Teamchef Hermann Stadler setzt beim Heimturnier vor allem auf das Kollektiv. "Wir müssen als Mannschaft auftreten und dreimal einen guten Tag erwischen", erklärte der Coach, für den die Serben als Favorit ins Rennen gehen.

Die Balkan-Truppe schaffte mit drei Siegen und einem Torverhältnis von 16:0 den Aufstieg in die Eliterunde. Die Österreicher hingegen kamen in der Qualifikationsrunde als Gruppenzweiter mit einem Sieg und zwei Remis weiter.

Verletzter Lazaro wird vermisst

Nicht nur aus diesem Grund sieht Stadler seine Truppe als Außenseiter - der Teamchef muss gleich auf vier verletzte Stammspieler verzichten.

Neben Flügelspieler Michael Endlicher sowie den beiden Innenverteidigern David Domej und Emrah Krizevac, die alle an langwierigen Knieverletzungen laborieren, fehlt auch Salzburg-Talent Valentino Lazaro wegen eines Mittelfußknochenbruchs.

"Aber das soll keine Ausrede sein. Wir werden alles dafür tun, um uns zu qualifizieren", betonte Stadler.

Horvath als Hoffnungsträger  

Hoffnungsträger des ehemaligen Salzburg-Trainers ist Sascha Horvath, der zuletzt beim überlegenen Tabellenführer Austria auf der Bank saß und schon vor einem Jahr als 15-Jähriger Stammspieler bei den Amateuren der "Veilchen" in der Ostliga war.

Der Wiener gilt als eines der größten Talente im österreichischen Fußball, und das trotz einer Körpergröße von lediglich 1,64 Metern. "Aber das macht nichts, weil er seinen Körper gut einsetzt. Er hat extrem von seiner Teilnahme am Erwachsenen-Fußball profitiert, ist immer anspielbar und weiß für jede Situation eine Lösung", sagte Stadler über Horvath.

Der Teamchef setzt seinen Rohdiamanten in der EM-Quali als offensiven Mittelfeldspieler ein, als längerfristig beste Position für Horvath sieht Stadler jedoch eine etwas defensivere Rolle im Zentrum - ähnlich jener von Andres Iniesta, der gemeinsam mit Lionel Messi zu den großen Vorbildern des 16-Jährigen zählt.

Horvarth heiß begeehrt

Horvaths Vertrag bei der Austria läuft im Sommer aus, allerdings besitzen die "Veilchen" eine Option auf eine Verlängerung. Dennoch ist es nicht ausgeschlossen, dass der Teenager schon bald ins Ausland wechselt, zumal internationale Top-Clubs bereits Interesse zeigten.

"Doch darüber habe ich mir noch nicht viele Gedanken gemacht. Wenn ein Angebot kommt, werde ich es mir anschauen, aber jetzt ist es einmal mein Ziel, in der Kampfmannschaft der Austria eingesetzt zu werden", meinte Horvath.

 Dass er als eine der heißesten Zukunftsaktien in Österreich gilt, belastet den Gymnasiasten keineswegs. "Ganz im Gegenteil - ich freue mich sehr darüber", sagte Horvath.

Spielplan

Spielplan U17-EM-Qualifikation/Eliterunde, Gruppe 2: Österreich - Irland (Schwechat, Montag, 19.00 Uhr), Österreich - Serbien (Schwechat, Mittwoch, 19.00 Uhr), Österreich - Georgien (Wien/FAC-Platz, Samstag, 15.00 Uhr).

Der Gruppensieger ist für die U17-EM vom 5. bis 17. Mai in der Slowakei qualifiziert, die Top-6 der EM sind bei der U17-WM vom 17. Oktober bis 8. November in den Vereinigten Arabischen Emiraten dabei.

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