"Eine richtig geile, runde Sache"

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Vorneweg die Fakten: Ein drückend überlegenes österreichisches Fußball-Nationalteam besiegt ein brasilianisches Fußball-Nationalteam. Vor 4.000 Zusehern im Klagenfurter Wörthersee-Stadion.

Das hat sich am Freitag-Nachmittag in der Kärntner Landeshauptstadt tatsächlich so zugetragen.

Es war der Auftakt der ÖFB-U16 in ein internationales Turnier (Spielzeit 2x35 Minuten), an dem insgesamt zwölf Nationen teilnehmen.

„Eine geile, runde Sache“

Die anwesenden Fans bejubelten einen 1:0-Sieg Österreichs. „Gegen Brasilien gewinnt man wirklich nicht alle Tage“, grinst Andreas Heraf.

Der Teamchef erläutert: „Eine richtig geile, runde Sache. Eine Wahnsinnsstimmung und dieses dramatische Ende. Besser kann man die Geschichte nicht schreiben.“

Drückend überlegen

Die ÖFB-Youngster waren von Beginn weg drückend überlegen und hatten die Partie stets fest im Griff. 20:2 Torschüsse belegen das eindrucksvoll. „Wir hätten zur Pause schon zwischen 3:0 und 5:0 führen müssen“, sagt Heraf.

Er erklärt: „Wir sind mit dieser Truppe im Spiel gegen den Ball richtig gut. Die Mannschaft ist im Pressing extrem giftig. Ich habe mir schon gedacht, dass das gegen die Brasilianer, die ja Fußballspielen wollen, gut passen könnte. In der zweiten Hälfte wollten sie nichts mehr riskieren und haben fast nur noch ausgeschossen.“

Ein dramatisches Ende

Doch es dauerte bis zur dritten Minute der Nachspielzeit, ehe die ÖFB-Elf für ihre Bemühungen belohnt wurde. Luca Meisl, der in der Salzburger Akademie ausgebildet wird, behielt bei einem Foulelfmeter die Nerven.

Die Szenen danach beschreibt Heraf so: „Wahnsinn, was beim Torjubel los war. 20 Spieler auf einem Haufen und die Tribüne dahinter tobt.“

Dass seine Mannschaft nach diesem Ausrufezeichen die weiteren Gruppengegner (Albanien, 26.4., 15 Uhr, in Hermagor und Mexiko, 27.4., 17 Uhr, in Arnoldstein) nicht ernst nehmen könnte, glaubt der Coach nicht: „Die Mannschaft ist vom Charakter her sehr gefestigt.“

ÖFB-Aufstellung: Karalic; Zottele, Burgstaller, Maresic, Meisl, Müller, Sittsam (48.), Fischerauer, Meister (43. Buljubasic), Baumgartner (48. Wolf), Wagnes (36. Riegler)


Harald Prantl

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