Ein Blick in die Zukunft

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Vier Mal in Folge hat sich Andreas Heraf zuletzt für Endrunden qualifiziert. Nun nimmt er einen neuen Anlauf, mit einem neuen Jahrgang.

Die ÖFB-Talente des Jahrgangs 1999 starten am Samstag in Luxemburg in die erste Runde der U17-EM-Quali. Zum Auftakt wartet Litauen (24.10.), danach der Gastgeber (26.10.) und zum Abschluss Serbien (29.10.).

Der Erste und Zweite steigt automatisch in die Eliterunde auf, die fünf besten der 13 Gruppen-Dritten kommen ebenfalls weiter.

"Ich warne vor Luxemburg"

„Es ist auf jeden Fall machbar, wir haben die Qualität, um eine Runde weiterzukommen“, sagt der Teamchef.

Auf die leichte Schulter nimmt er das Mini-Turnier aber freilich nicht: „Man muss das Ganze vorsichtig angehen. Der Fußball hat sich so weiterentwickelt, dass fast alle Mannschaften sehr gut organisiert und körperlich sehr fit sind. Ich warne vor Luxemburg! Die spielen einen sehr schönen, attraktiven und offensiven Fußball. Wir müssen topvorbereitet sein und das alles sehr ernst nehmen.“

Nicolas Meister

Über seinen Jahrgang, der im April mit einem 1:0-Sieg gegen Brasilien und dem zweiten Platz beim stark besetzten „Turnier der Nationen“ für Aufsehen gesorgt hat, sagt Heraf: „Der Kader ist dünn, die Quantität an Qualitätsspielern ist nicht groß, viele Ausfälle können wir nicht verkraften. Die erste Mannschaft ist aber gut.“

"Fischerauers Ausfall ist tragisch"

Zwei namhafte Ausfälle muss die ÖFB-U17 allerdings beklagen: „Florian Fischerauer hat sich das Kreuzband gerissen und fällt wohl ein Jahr aus. Das ist tragisch. Er war einer unserer besten Spieler. Außerdem hat sich Nürnberg-Legionär Leonardo Zottele ebenfalls am Kreuzband verletzt, wenngleich nicht so schwer.“

Vor allem Fischerauers Abwesenheit schmerzt. Der zentrale Mittelfeldspieler ist eines der größten Talente der Admira und steht nicht zuletzt bei Trainer Oliver Lederer hoch im Kurs.

Einen echten Star kann und will Heraf in seiner Truppe aber so oder so nicht ausmachen: „Bei dieser Mannschaft steht das Kollektiv im Vordergrund.“

"Baumgartner ist ein auffälliger Spieler"

Nichtsdestoweniger gibt es in seinem aktuellen Aufgebot einige sehr interessante Spieler, von denen man vermutlich in Zukunft noch einiges hören wird.

Christoph Baumgartner

Etwa Christoph Baumgartner. „Baumgartner ist ein auffälliger Spieler. Er spielt auf der Zehner-Position, ist ein guter, cleverer Spieler, der das Spiel gut lesen kann und in der Offensive eine hohe Qualität mitbringt“, sagt der Coach über den Kicker aus der AKA St. Pölten, dessen großer Bruder Dominik im Sommer von Horn nach Grödig gewechselt ist.

"Meister hat keine einfache Zeit"

Einen guten Eindruck bei seinen Einsätzen für den ÖFB hat auch Nicolas Meister, der im U16-Nationalteam in zwölf Spielen sieben Tore erzielt hat. Der Angreifer, der im Sommer 2014 ein Probetraining bei Everton absolviert, sich aber gegen einen Transfer auf die Insel entschieden hat, ist im Sommer aus St. Pölten nach Salzburg in die Red-Bull-Nachwuchsschmiede gewechselt.

Über ihn sagt Heraf: „Er ist ein schneller Spieler. Er hat aber keine einfache Zeit, weil er derzeit in Salzburg nicht immer erste Wahl ist.“

Kapitän Valentino Müller

Der Sechser ist der Kapitän

Kapitän und Sechser ist Valentino Müller, der schon regelmäßig bei den Profis des SCR Altach trainiert. Der Mittelfeldspieler ist aber krank, weshalb sein Einsatz in Luxemburg noch ungewiss ist.

In der Innenverteidigung spricht Heraf von drei Kandidaten, die „unser Spiel stabilisieren können“. Es handelt sich um Dario Maresic, der in der laufenden Regionalliga-Saison schon sechs Mal bei den Amateuren des SK Sturm im Einsatz war, Salzburgs Luca Meisl und Austrias Alexander Borkovic.

"Schragl hat sich in Dortmund gut entwickelt"

Noch offen lässt der Teamchef, wer im Tor stehen wird: „Semir Karalic hat sich eigentlich zur Nummer eins gemausert, war beim letzten Lehrgang aber verletzt und hatte zuletzt eine Gehirnerschütterung.“

Der Konkurrent des Admiraners ist ein Deutschland-Legionär. Mario Schragl wurde im Sommer von Salzburg an Borussia Dortmund verliehen. Laut Heraf hat dem Keeper der Wechsel gutgetan: „Er hat in kürzester Zeit eine gute Entwicklung genommen – auch von der Persönlichkeit her.“

Wie seine Truppe konkret auftreten soll, beschreibt der 48-Jährige wie folgt: „Wir wollen aggressiv gegen den Ball arbeiten, von der ersten bis zur letzten Minute hohes Pressing spielen, den Gegner immer unter Druck setzen und bei Balleroberung schnell in die Tiefe spielen. Hinten wollen wir kompakt stehen und wenig Risiko eingehen.“

Harald Prantl

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