Windtner: "Sind nicht Favorit"

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"Russland ist die härteste Nuss in unserer Gruppe"

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Für Österreichs Fußball-Nationalmannschaft steht am Samstag ein richtungsweisendes Spiel im Rahmen der EM-Qualifikation auf dem Programm.

Im Falle eines Heimsieges über Russland wäre die Auswahl von Teamchef Marcel Koller dem Ticket für die EURO 2016 schon ziemlich nahe, doch ÖFB-Präsident Leo Windtner wollte sich im Vorfeld auf derlei Gedankenspiele nicht einlassen.

"Wir stellen keine Kalkulationen auf, denn Kalkulationen sind Spekulationen", sagte der Oberösterreicher der APA, gab aber auch zu: "Wir wissen, wir haben wirklich gute Karten, wenn wir dieses Match gewinnen."

"Sind nicht Favorit"

Dass die Österreicher ein ausverkauftes Happel-Stadion im Rücken haben und in der aktuellen FIFA-Weltrangliste sogar einen Rang vor Russland liegen, ändert laut Windtner nichts an der Ausgangsposition.

"Wir sind sicher nicht Favorit, das ist absolut unrealistisch. Wir wissen um die Spielstärke der Russen. Sie waren bei der WM dabei und haben mehr Potenzial, als sie zuletzt gezeigt haben."

Die Truppe von Fabio Capello ist laut Windtner "die härteste Nuss in unserer Gruppe. Wenn wir so wie in den letzten Spielen in die Partie gehen, könnte es gelingen, diese Nuss zu knacken. Aber dafür brauchen wir einen guten Tag und volle Power."

An mangelnder Einstellung sollte es auf jeden Fall nicht scheitern. "Die Spieler und das Trainerteam mit Marcel Koller strahlen Bereitschaft und Fokussierung aus, und den echten Willen, diese Aufgabe zu meistern", erklärte Windtner.

Alaba fällt aus

Allerdings muss die österreichische Nationalmannschaft mit David Alaba auf ihr Aushängeschild verzichten. Die Verletzung des heimischen Star-Spielers bedeute einen "schwerwiegenden Verlust", betonte Windtner.

Der Verbands-Chef verwies jedoch darauf, dass die Österreicher in der Vergangenheit auch ohne Bayerns Alaba gute Leistungen ablieferten - so etwa beim äußerst unglücklichen 1:2 in der WM-Qualifikation im September 2012 gegen Deutschland.

"Da hat die Mannschaft bewiesen, dass sie den Ausfall von David verkraften und sich im Kollektiv aufbäumen kann. Ich hoffe, das gelingt ihr auch in den nächsten beiden Partien", meinte der 64-Jährige.

Brasilien-Match ein "Leckerbissen"

Das Brasilien-Spiel drei Tage nach dem Duell mit Russland ist für Windtner "ein Leckerbissen am Ende des Länderspieljahres, eine Belohnung für unsere treuen Fans".

Wie viel sich der ÖFB das Kräftemessen mit dem Rekord-Weltmeister kosten ließ, verriet der Oberösterreicher nicht. "Aber man kann davon ausgehen, dass der ÖFB keine Spiele abschließt, die ein Defizit bringen."

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