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Starker Eindruck von Ukraine wurde bestätigt

Der Respekt des Nationalteam-Trainerstabs vor der Ukraine ist nach dem Auftritt des EURO-2012-Gastgebers am Freitag in Kiew gegen Deutschland nicht gerade kleiner geworden.

Thomas Janeschitz, Assistent von Fußball-Teamchef Marcel Koller, saß beim 3:3 im Stadion von Kiew und sah sich danach in seiner hohen Meinung über den Dienstag-Gegner der ÖFB-Auswahl bestätigt.

"Man hat gesehen, dass ein starker Gegner auf uns wartet", sagte der Wiener nach der Partie vor 70.000 enthusiastischen Zuschauern im EM-Finalstadion.

"Die Euphorie vor der Heim-EM ist schon jetzt groß, sowohl bei den Fans als auch bei der Mannschaft."

Janeschitz von Offensivspielern beeindruckt

Beeindruckt zeigte sich Janeschitz vor allem von den ukrainischen Offensiv-Akteuren. "Sie haben vorne technisch gute und schnelle Spieler, die viele Chancen herausgespielt haben", warnte der Chef der österreichischen Trainerausbildung, der aber auch Schwächen ausgemacht hat.

"Doch darüber werde ich zuerst mit Teamchef Koller sprechen."

Janeschitz landete am (heutigen) Samstagmittag wieder in Wien und analysierte bereits wenig später mit Koller die Partie von Kiew, die für den 45-Jährigen keine wirklich neuen Erkenntnisse brachte.

"Wir waren schon vorher gut über die Ukraine informiert, und viele Dinge sind in diesem Match bestätigt worden. Die Ukrainer sind im körperlichen und mentalen Bereich sehr stark und werden bei der EM sicher zu beachten sein."

"Tymoschtschuk ist der Chef in diesem Team"

Besonders angetan zeigte sich Janeschitz von Mittelfeldspieler Anatolij Tymoschtschuk. "Er ist ganz klar der Chef in diesem Team." Doch auch Andrij Schewtschenko hat laut dem Ex-Teamspieler trotz seiner 35 Jahre noch immer hohe Qualität.

"Er kam zwar nicht zu vielen Ballkontakten, hatte aber immerhin zwei große Chancen. Das zeichnet ihn aus", betonte der Koller-Assistent.

Ob der Altstar auch am Dienstag in Lwiw (Lemberg) in der Startformation stehen wird, ist offen, weil der ukrainische Teamchef Oleg Blochin gegen die ÖFB-Truppe wohl einige Experimente eingeplant hat.

"Ich denke schon, dass es Änderungen geben wird. Blochin hat schon im Deutschland-Spiel viel gewechselt, man hat gesehen, dass er noch in der Findungsphase ist", sagte Janeschitz.

"Vielleicht ist das ein Vorteil für uns"

Ändern wird sich wohl auch die ukrainische Taktik, denn gegen Österreich sind die Osteuropäer vor eigenem Publikum gezwungen, das Spiel zu diktieren.

"Sie werden sicher offensiver als gegen Deutschland agieren, vielleicht ist das ein Vorteil für uns", vermutete Janeschitz, der im Vergleich zu seinem vorangegangenen Aufenthalt in Kiew im April im Rahmen einer UEFA-Studienreise große Fortschritte in punkto Infrastruktur festgestellt hat.

"Seither ist vieles besser geworden. Es gibt deutlich weniger Baustellen, auch wenn das Stadion noch nicht ganz fertig ist und es noch immer viele Staus gibt."

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