Letztlich ein schwacher Trost. Von Gratulationen zu einer guten Leistung kann man sich nichts kaufen. Das brachte Prödl treffend auf den Punkt: „Mir ist scheiß egal, ob wir aus diesem Spiel gestärkt herausgehen können. Wir haben verloren.“

Betrachtet man das nüchterne Ergebnis, reiht es sich trotz couragierter Leistung in die hartnäckige Negativbilanz auf fremdem Boden ein. Bei vier Heimsiegen hat Österreich die Chance auf die WM-Qualifikation in den Auswärtsspielen vertan. In diesen gelang kein einziger Sieg, das finale Gastspiel auf den Färöer am Dienstag hat nur noch den Charakter eines Freundschaftsspiels.

„Das Ziel muss sein, so etwas über 90 Minuten hinzukriegen. Dann sind wir auf dem richtigen Weg und werden auch wichtige Auswärtssiege feiern“, analysierte Koller.

„Heute dürfen wir und Fußball-Österreich traurig sein“

Ob der Schweizer seine Schützlinge auf diesem Weg begleiten wird, ist ob ausstehender Vertragsverlängerung weiterhin offen. Medial wurde er in den letzten Tagen zunehmend intensiv mit dem 1. FC Nürnberg in Verbindung gebracht.

Sollte der 52-Jährige dem ÖFB-Team nach zwei Jahren den Rücken kehren, hinterlässt er zwar eine gute Aufbauarbeit. Die Mannschaft müsste sich jedoch wieder an einen neuen Teamchef mit neuen Vorstellungen gewöhnen.

Wie es auf dem Posten des Chefcoaches weitergeht, ist vorerst jedoch noch Zukunftsmusik. In den Stunden nach der Pleite von Stockholm stand erst einmal die Aufarbeitung des Erlebten auf dem Programm.

„Ich denke, heute dürfen wir und ganz Fußball-Österreich einmal traurig sein. Man muss sich auch einmal die Zeit geben, traurig sein zu können“, erklärte Janko. Nachsatz: „Aber im Sport kann es immer schnell gehen. Wir werden wieder aufstehen!“

Nächster Anlauf: Die Qualifikation für den EURO 2016 in Frankreich.

Peter Altmann

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