ÖFB schließt Scharner für immer aus Nationalteam aus

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Der ÖFB zieht einen endgültigen Schlussstrich unter die Causa Paul Scharner.

Das Präsidium des Fußballverbandes hat in seiner Sitzung am Donnerstag einstimmig beschlossen, dass der 32-Jährige künftig nie mehr in die österreichische Nationalmannschaft einberufen wird.

Wichtiger Zusatz: Unabhängig von der Person des Teamchefs.

Das heißt, selbst im Falle einer Beendigung der Ära von Marcel Koller als Cheftrainer der ÖFB-Elf wird es zu keiner Rückkehr des Niederösterreichers kommen.

Ende nach 40 Länderspielen

Scharners ÖFB-Karriere ist damit nach 40 Länderspielen auch offiziell beendet. Wie schnell sich die Thematik, die den 2:0-Sieg gegen die Türkei überschattete, zu den Akten legen lässt, ist indes offen.

Der Neo-HSV-Legionär ist derzeit bemüht, seine Sicht der Dinge rund um die Ereignisse seiner vorzeitigen Abreise aus dem Team-Camp zu vermitteln.

Auf der Homepage seines neuen Arbeitgebers betont der Defensivspieler, dass Koller ihm nahegelegt habe, das Teamhotel zu verlassen, und dass es ihm nie um einen Stammplatz sondern lediglich um die entsprechende Wertschätzung gegangen sei.

„Auch ein Paul Scharner kann keinen Stammplatz fordern“

„Auch ein Paul Scharner kann keinen Stammplatz fordern“, wird Scharner nach seiner Rückkehr nach Hamburg zitiert.

Insofern steht Aussage gegen Aussage, wobei sich die in aller Deutlichkeit formulierte Abrechnung mit Koller in „News“ nur schwer leugnen lässt. Alleine nach diesen Wortmeldungen war eine weitere Zusammenarbeit zwischen Scharner und dem Teamchef nicht mehr denkbar.

Dieser hatte nach dem Türkei-Match ohnehin unmissverständlich klargestellt, den Innenverteidiger nicht mehr einzuberufen. Der ÖFB hat nun den endgültigen Schlusspfiff für Scharners Nationalteam-Karriere gesetzt.

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