"Negative Stimmung" in Russland vor Duell mit ÖFB

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Während Österreichs Nationalmannschaft selbst bei einer Niederlage am Sonntag (18.00 Uhr MESZ) gegen Russland noch alle Chancen auf eine EM-Teilnahme hätte, steht für die "Sbornaja" in der Moskauer Otkrytije Arena weit mehr auf dem Spiel.

Schon ein Punkt könnte im Kampf um eine Platzierung unter den Top-2 zu wenig sein, wie auch Teamspieler Denis Glushakov befürchtet.

Glushakov lobt Österreich

"Das ist eine der entscheidenden Partien dieser Qualifikation. Wenn wir gewinnen, haben wir weiterhin die Möglichkeit, bei der Europameisterschaft dabei zu sein. Wenn wir verlieren, ist es schwierig, Österreich und Schweden noch einzuholen", sagte Glushakov. Seine Auswahl liegt derzeit fünf Punkte hinter Österreich und einen Zähler hinter Schweden auf Rang drei, der wohl zum Antreten im Play-off berechtigt.

Vor den Österreichern zeigte der Mittelfeldspieler von Spartak Moskau großen Respekt. "Das ist ein gutes, eingespieltes Team mit ausgezeichneten Spielern. Viele von ihnen sind bei Top-Clubs engagiert."

Alaba-Ausfall als Vorteil

Dennoch sieht Glushakov gewisse Vorteile bei seiner Mannschaft - vor allem aufgrund des Heimvorteils. Über 40.000 Zuschauer, davon 2.200 im Lager von Österreich, und ein ausverkauftes Haus werden erwartet.

"Auswärts hatten wir es sehr schwer, aber jetzt spielen wir zu Hause mit unseren Fans im Rücken." Auch der Ausfall von David Alaba könnte ein entscheidender Faktor sein. "Dass er nicht dabei ist, ist ein Plus für uns", vermutete der 28-Jährige.

"Die Stimmung ist negativ"

Bei allem zur Schau gestellten Optimismus geht in Russland aber auch die Angst vor einem Scheitern gegen Österreich um. Ein Punkteverlust würde die Sympathiewerte der "Sbornaja" in der Heimat weiter sinken lassen, meinte Teamchef-Assistent Sergei Semak. "Die Stimmung um die Nationalmannschaft ist derzeit eindeutig negativ. Manchmal ist das gerechtfertigt, manchmal nicht", meinte der Co-Trainer von Fabio Capello und gab zu: "Wir sind derzeit kein Top-Team."

Dennoch ist die Erwartungshaltung in Russland vor der WM 2018 vor eigenem Publikum hoch. So sagte etwa Sergej Stepaschin, ehemaliger russischer Ministerpräsident und einflussreicher Fußballverbands-Funktionär, vor wenigen Tagen: "Wenn ein WM-Gastgeber nicht ins Semifinale kommt, ist das ein Versagen."

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