"Diese Spieler kennen unsere Ideen"

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Keine Zeit für Experimente.

Teamchef Marcel Koller verzichtet für das Länderspiel-Doppel in der EM-Qualifikation gegen Moldawien (9.10./a) und Montenegro (12.10./h) auf Veränderungen.

Einziger kleiner Unterschied in seinem 23-Mann-Kader gegenüber der Schweden-Partie ist Ingolstadt-Stürmer Lukas Hinterseer, der diesmal fix dabei ist. Dafür steht Besiktas-Legionär Veli Kavlak nur auf Abruf.

Wieder keine Berücksichtigung finden Andreas Ivanschitz und Andreas Weimann.

„Wichtig ist, dass die Spieler unsere Ideen kennen, deswegen haben wir uns dazu entschlossen, die gleichen wie beim letzten Mal zu nominieren. Daher gab es keine großen Änderungen“, erklärt der ÖFB-Teamchef.

Seine Entscheidung wurde so wie immer im Trainerteam mit Sportdirektor Willi Ruttensteiner und U21-Teamchef Werner Gregoritsch abgesprochen.

Der Faktor Zeit

„Wir beschäftigen uns natürlich auch mit den möglichen Kandidaten, die dazukommen könnten bzw. diejenigen, die uns aufgefallen sind. Doch die, die jetzt nominiert sind, sind unsere Besten. Und die Besten genießen dann vielleicht ein bisschen länger unser Vertrauen“.

Aufgrund der kurzen Vorbereitung, sei es diesmal unmöglich, neue Spieler schnell zu integrieren, geschweige denn „großartige taktische Veränderungen vorzunehmen.“

„Am Sontag ist Treffpunkt, spätestens am Montag-Mittag sind dann tatsächlich alle Spieler da. Da viele am Wochenende noch gespielt haben, ist zunächst Regeneration angesagt. Daher wird das erste gemeinsame Training erst am Dienstag-Abend stattfinden. Und am Mittwoch geht es nach Moldawien“, stellt der 53-Jährige fest.

Lazaro kein Thema für Verteidigung

Und Koller verweist auf eine seiner ersten Pressekonferenzen: „Als ich hier angefangen habe, habe ich gesagt: Wir müssen als Team ein Team werden. Wenn du immer nur am Wochenende herumschaust und dann nur den Spieler nimmst, der Tore schießt oder aufgefallen ist, dann bekommst du kein Team zusammen.“

Erneut dabei ist Salzburgs Youngster Valentino Lazaro. Der 18-Jährige bot am Sonntag gegen Rapid auf der für ihn ungewohnten Position des Rechtsverteidigers eine starke Vorstellung.

„Das zeigt einmal mehr, dass er flexibel einsetzbar ist. Auch wenn er seine Sache gut gemacht hat, habe ich nicht vor, ihn als Verteidiger einzusetzen. Valentino kann in der Offensive jede Position ausüben. Dementsprechend gut ist das für uns“, lässt der Teamchef erst gar keine Spekulationen zu.

Namen

Verein

TOR:

Robert Almer

Hannover 96

Heinz Lindner

Austria Wien

Ramazan Özcan

FC Ingolstadt

ABWEHR:

Aleksandar Dragovic

Dynamo Kiew

Christian Fuchs

Schalke 04

György Garics

FC Bologna

Martin Hinteregger

RB Salzburg

Florian Klein

VfB Stuttgart

Kevin Wimmer

  1. FC Köln

Sebastian Prödl

Werder Bremen

Markus Suttner

Austria Wien

MITTELFELD:

David Alaba

Bayern München

Marko Arnautovic

Stoke City

Julian Baumgartlinger

Mainz 05

Stefan Ilsanker

RB Salzburg

Martin Harnik

VfB Stuttgart

Zlatko Junuzovic

Werder Bremen

Valentino Lazaro

RB Salzburg

Christoph Leitgeb

RB Salzburg

ANGRIFF:

Rubin Okotie

1860 München

Marc Janko

FC Sydney

Marcel Sabitzer

RB Salzburg

Lukas Hinterseer

  1. FC Ingolstadt

AUF ABRUF:

Thomas Gebauer

SV Ried

Cican Stankovic

SV Grödig

Christopher Dibon

Rapid

Christopher Trimmel

Union Berlin

Andreas Ulmer

RB Salzburg

Veli Kavlak

Besiktas Istanbul

Jakob Jantscher

FC Luzern

Michael Liendl

Fortuna Düsseldorf

Andreas Ivanschitz

UD Levante

Philipp Hosiner

Stade Rennes

Andreas Weimann

Aston Villa

Rückendeckung für Janko

Ebensowenig beteiligt sich der Eidgenosse an der zuletzt teilweise scharfen Kritik an Marc  Janko.

„Marc ist drei Wochen weiter als bei unserem letzten Treffen. Alles andere müssen wir abwarten. Ob er spielt, weiß ich nicht. Wir müssen abwarten wie er sich fühlt und bewegt. Mal schauen wie er drauf ist.“

Und auch der nicht in Hochform agierende Christan Fuchs bekommt so wie Janko nach wie vor das volle Vertrauen geschenkt.

„Er war verletzt, hat dadurch längere Zeit nicht gespielt. Es braucht ein bisschen, bis man wieder voll drinnen ist. Er ist unser Kapitän. Da kann ich ihn beim ersten kleinen Stunk nicht gleich rausschmeißen. Er ist der erfahrenste Spieler unsere Truppe.“

Geduldspiel erwartet

Ein wenig mehr Sorgen bereiten Koller da schon die verlorenen Stammplätze von Marko Arnautovic (Stoke) und Martin Harnik (Stuttgart).

Überbewerten möchte er die aktuelle Situation der beiden jedoch nicht.  „Man muss auch drauf schauen, wie sich ein Spieler bei seinen Einsätzen präsentiert und bewegt hat. Das ist wichtig. Dass sie derzeit nicht erste Wahl sind, ist zwar nicht egal, aber auch nicht besorgniserregend.“

Koller stellt seine Truppe schon jetzt auf ein Geduldspiel in Chisinau ein. „Der Gegner wird versuchen, so lange wie möglich die Null zu halten. Heutzutage kann praktisch jeder gut verteidigen, und das werden sie tun. Sie haben hinten große Kerle, dadurch werden sie auch bei Standards gefährlich sein.“

Trainerwechsel bei Moldawien nicht von Bedeutung

Der erst kürzlich vorgenommen Trainerwechsel bei Moldawien spielt für ihn keine große Rolle. „Es wird sicher nicht komplett anders sein als vorher, weil es extrem schwierig ist, innerhalb von kurzer Zeit neue Ideen reinzubringen.“

Zuviel mit dem Gegner möchte sich Österreichs Chefcoach sowieso nicht beschäftigen. „Wir konzentrieren uns auf unser Spiel. In Moldawien müssen wir einfach Fußballspielen, schnell kombinieren und viel laufen. Und vor dem Tor konsequenter sein.“

Und dazu braucht es keine Experimente.

 

Martin Wechtl

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