Was können unsere Gegner?

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Das sind die ÖFB-Gegner

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Das ÖFB-Team kennt die Gegner, die es zu schlagen gilt, um zur EURO 2016 nach Frankreich, wo erstmals 24 Nationen teilnehmen werden, zu fahren.

Russland, Schweden, Montenegro, Moldawien und Liechtenstein werden je zwei Spiele gegen die Auswahl von Teamchef Marcel Koller bestreiten.

"Es warten mit Russland und Schweden wieder zwei dicke Brocken auf uns. Russland ist für mich klarer Favorit, dass Schweden rund um Zlatan Ibrahimovic sehr stark ist, wissen wir bereits, aber auch alle anderen Gegner sind nicht zu unterschätzen. Wir können in der Gruppe bestehen, wenn wir unsere Leistung zu 100 Prozent abrufen", sagt der ÖFB-Coach in einer ersten Einschätzung.

David Alaba meint: "Wir brauchen uns in dieser Gruppe nicht verstecken. Russland und Montenegro sind zwar richtig starke Gegner, aber wir können ihnen, wenn wir auf unsere Stärken bauen, auf Augenhöhe begegnen. Und natürlich haben wir mit Schweden noch eine Rechnung offen."

LAOLA1 stellt die Gegner etwas genauer vor:

RUSSLAND:



ÖFB-Bilanz gegen Russland:

16 Spiele (4 Siege, 4 Remis, 8 Niederlagen, 13:22 Tore)

EM-Teilnahmen:

Russland war bereits zehn Mal bei einer EM-Endrunde. 1960 holte die UdSSR den Titel, drei weitere Male schaffte es der Gegner aus Los-Topf 1 ins Endspiel.

Die WM-Quali:

Die Russen konnten sich in der Gruppe mit Portugal, Israel, Aserbaidschan, Nordirland und Luxemburg als -Tabellen-Sieger durchsetzen, gewannen sieben ihrer zehn Spiele, und treffen bei der WM auf Südkorea, Belgien und Algerien.

Der Teamchef:

Fabio Capello ist von den Trainern zweifellos der größte Name aller Gruppen-Gegner. Der 67-jährige Italiener hat seinen Vertrag mit den Russen im Jänner erst bis zum Ende der Heim-WM 2018 verlängert. Zwei Mal spanischer Meister mit Real Madrid, fünf Mal italienischer Champions (4x Milan, 1x Roma) und der Sieg in der Champions League 1994 mit den Mailändern - Capello bürgt für Erfolg.

Die Stars:

Bei den Russen stehen derzeit ausschließlich Spieler im Kader, die in der heimischen Liga aktiv sind. Einer der namhaftesten davon ist ZSKA-Superstar Alan Dzagoev. Bester Torschütze im aktuellen Kader ist Aleksandr Kerzhakov, der für Zenit stürmt - er hat im Nationalteam schon 24 Mal getroffen. Erwähnenswert ist auch Offensiv-Talent Aleksandr Kokorin, das bei Dynamo Moskau unter Vertrag steht. Und Goalie Igor Akinfeev gehört natürlich auch zu den allerbesten seines Fachs.

LAOLA1-Einschätzung:

Die Russen sind eindeutig der Favorit der Gruppe. Die Mannschaft wird für die Heim-WM 2018 aufgebaut und verfügt über viele exzellent ausgebildete Fußballer. Mit Capello sitzt zudem ein Trainer auf der Bank, der mit allen Wassern gewaschen ist. Ein ganz harter Brocken.

SCHWEDEN:



ÖFB-Bilanz gegen Schweden:

33 Spiele (16 Siege, 5 Remis, 12 Niederlagen, 49:50 Tore)

EM-Teilnahmen:

Von den vergangenen sechs Endrunden verpassten die Skandinavier nur jene im Jahr 1996. Das Halbfinale beim Heim-Turnier 1992 war die beste Platzierung der bisherigen fünf Auftritte bei Europameisterschaften.

WM-Quali:

Wir erinnern uns - leider - nur zu gut. Mit dem 2:1-Heimsieg gegen das ÖFB-Team sicherten sich die Schweden hinter Deutschand den zweiten Platz in Gruppe C. In der Relegation gingen die Spiele gegen Portugal aber mit 0:1 und 2:3 verloren, weshalb es letztlich nicht für eine WM-Teilnahme reichte.

Der Teamchef:

Erik Hamren sitzt bereits seit November 2009 auf der schwedischen Bank und hat einen noch bis Ende des Jahres 2016 laufenden Vertrag. Der 56-jährige Schwede wurde 2008 mit Aalborg dänischer Meister und versucht seit geraumer Zeit, die schwedische Nationalmannschaft nach und nach zu verjüngen.

Die Stars:

Zlatan Ibrahimovic überstrahlt in dieser Mannschaft alles und jeden. Der 32-Jährige gehört zu den ganz großen Nummern im Weltfußball und sollte wirklich jedem ein Begriff sein. Hinzu kommen weitere routinierte Könner wie etwa Kim Källström. Auch die ZSKA-Moskau-Legionäre Rasmus Elm und Pontus Wernbloom sind absolute Leistungsträger.

LAOLA1-Einschätzung:

Dass die Schweden kein unschlagbarer Gegner sind, hat die abgelaufene WM-Qualifikation gezeigt. Wie immer wird auch in dieser Qualifikation sehr viel von Zlatan Ibrahimovic' Launen abhängen. Geht es Zlatan gut, geht es den Schweden gut. Machbar!

MONTENEGRO:



ÖFB-Bilanz gegen Montenegro:

noch keine Duelle



EM-Teilnahmen:

noch keine EM-Teilnahme

WM-Qualifikation:

Die Montenegriner wurden hinter England und der Ukraine Dritter in der Gruppe, in der sie Polen, Moldawien und San Marino hinter sich ließen. Die Höhepunkte waren zweifellos das 1:1 daheim gegen England und das 1:0 in der Ukraine, die Tiefpunkte das 0:4 daheim gegen die Ukraine und das 2:5 zum Abschluss gegen Moldawien.

Der Teamchef:

Branko Brnovic hat als Aktiver 27 Länderspiele für Jugoslawien bestritten und war sechs Jahre lang Profi bei Espanyol Barcelona. Seit 2007 saß er als Co-Trainer unter Zoran Filipovic und Zlatko Kranjcar auf der Bank, ehe er im September 2011 selbst Teamchef wurde. Seinen Vertrag hat er zu Weihnachten bis nach der EM-Qualifikation verlängert.

Die Stars:

Stevan Jovetic hat bereits im Alter von 17 Jahren für die Montenegriner debütiert und ist in seiner Heimat der absolute Superstar - wenngleich es seit seinem Wechsel zu Manchester City überschaubar gut läuft. Juventus-Stürmer Mirko Vucinic, der seit Jahren in Italien die Verteidiger zur Verzweiflung bringt, trifft in fast jedem zweiten Länderspiel. Mit Stefan Savic und Marko Bakic gibt es noch zwei Fiorentina-Profis - ersterer absoluter Stammspieler, zweiterer aufstrebendes Talent. Und da wäre natürlich noch Rapid-Legionär Branko Boskovic...

LAOLA1-Einschätzung:

Ein unangenehmer Gegner. Eine junge Nation, die dementsprechend keinen großen Namen hat und von vielen vermutlich unterschätzt wird. Doch die Montenegriner verfügen über sehr starke Individualisten, die jedoch nicht immer als Mannschaft auftreten. Wohl zu unkonstant, um im Kampf um den Gruppensieg mitzuspielen, in den direkten Duellen aber gefährlich.

MOLDAWIEN:



ÖFB-Bilanz gegen Moldawien:

2 Spiele (1 Sieg, 0 Remis, 1 Niederlage, 2:1 Tore)



EM-Teilnahmen:

noch keine EM-Teilnahme

WM-Qualifikation:

Platz fünf vor dem punktelosen San Marino und hinter England, Ukraine, Montenegro und Polen. Das torlose Remis im Heimspiel gegen die Ukraine, das 1:1 daheim gegen Polen und das 5:2 in Montenegro waren durchaus beachtliche Erfolge.

Der Teamchef:

Ion Caras sitzt bereits zum zweiten Mal auf der Bank Moldawiens. Der frühere Verteidiger betreute das Team bereits von 1991 bis 1997, seit Jänner 2012 darf sich der 63-Jährige erneut in diesem Job versuchen. Bevor er das Teamchef-Amt übernahm, war er fast zwei Jahre lang als Trainer arbeitslos und als Schiedsrichter-Beobachter in der moldawischen Liga unterwegs.

Die Stars:

Der bekannteste Name ist Alexandru Epureanu, der seit vielen Jahren in Russland spielt. Der 27-jährige Innenverteidiger steht aktuell bei Anzhi Makhachkala unter Vertrag und kickte auch schon für Dynamo Moskau. Zu den Führungsspielern zählt auch Alexandru Suvorov, der schon fast 50 Länderspiele auf dem Buckel hat. Alexandru Gatcan (FK Rostov) und Igor Armas (Kuban Krasnodar) seien stellvertretend für die vielen Legionäre, die in der russischen Liga eine gute Rolle spielen, genannt.

LAOLA1-Einschätzung:

Eine Mannschaft, die zu großen Teilen aus absoluten No-Names besteht und vom Kollektiv lebt. Auswärtsspiele in Osteuropa sind nie sonderlich angenehm und haben dem ÖFB-Team nicht erst einmal Punkte gekostet. Wer zu EURO 2016 will, muss diese Moldawier zwei Mal besiegen. Das Auswärtsspiel wird eine Reifeprüfung für die ÖFB-Truppe.

LIECHTENSTEIN:



ÖFB-Bilanz gegen Liechtenstein:

6 Spiele (6 Siege, 0 Remis, 0 Niederlagen, 22:1 Tore)

 

EM-Teilnahmen:

noch keine EM-Teilnahme

WM-Qualifikation:

Die Gruppe mit Bosnien-Herzegowina, Griechenland, Slowakei, Litauen und Lettland wurde wie erwartet auf dem letzten Platz beendet. Immerhin konnten die Liechtensteiner in den zehn Spielen zwei Punkte sammeln und vier Tore schießen. In den Heimspielen gegen Lettland und gegen die Slowakei konnte jeweils ein 1:1 errungen werden.

Der Teamchef:

Rene Pauritsch ist der einzige österreichische Teamchef Europas. Der Steirer ist seit Ende 2012 im Amt. In seiner Heimat ist der 50-Jährige kaum bekannt. Als Trainer arbeitete er in der Akademie Vorarlberg und als Co-Trainer der Lustenauer Austria, ehe er 2008 U21-Teamchef Liechtensteins wurde. Als Aktiver kickte Pauritsch beim GAK, in Viotsberg, Leoben und Rankweil.

Die Stars:

WAC-Legionär Michele Polverino ist in den vergangenen beiden Jahren zu Liechtensteins Fußballer des Jahres gewählt worden und neben Ried-Profi Sandro Wieser (Liechtensteins Nachwuchsspieler des Jahres 2013) einer der Leistungsträger. Ebenfalls noch mit von der Partie ist der ehemalige Ried-Verteidiger Martin Stocklasa. Stürmer Thomas Beck spielt in der Regionalliga West beim FC Hard. Die 39-jährige Legende Mario Frick (16 Länderspieltore) ist übrigens auch noch im Nationalteam dabei.

LAOLA1-Einschätzung:

Wenn die Liechtensteiner unterschätzt werden und einen guten Tag erwischen, können sie ein Problem darstellen. Realistisch betrachtet dürfen sie das aber nicht. Zwei Schützenfeste sollten nicht erwartet werden, sechs Punkte aus den direkten Duellen aber auf jeden Fall.

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