Nationalteam setzt Bestmarken

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"Der ÖFB steht finanziell auf gesunden Beinen"

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Die Erfolge des Nationalteams haben dem Österreichischen Fußball-Bund (ÖFB) ein durchwegs erfreuliches Jahr 2014 beschert. Zufrieden konnte ÖFB-Generaldirektor Alfred Ludwig am Mittwoch Bericht abgeben.

Mit einem Werbewert von 65,74 Millionen Euro wurde der zweitbeste Wert aller Zeiten erreicht, in den sechs Heimspielen fanden sich im Schnitt über 37.400 Zuschauer in den Stadien ein.

Dies ist ebenfalls die zweitbeste Marke hinter 2008 (39.187), damals spielte dem ÖFB die Begeisterung über die Heim-EM in die Karten.

Die "Rekorde purzeln" sollen laut Ludwig dann 2016 mit der anvisierten EM-Teilnahme. Noch ist das Thema beim ÖFB einigermaßen tabu, im Fall der Reise nach Frankreich wird aber ein Sonderbudget ins Auge gefasst.

Prämien für EM 2016 schon zurückgelegt

Für das Nationalteam läuft es sportlich und wirtschaftlich rund

Das derzeitige Budget des ÖFB liegt bei stabilen 27 Millionen Euro. Die allfälligen Prämien für Frankreich wurden dabei bereits zurückgelegt.

"Der ÖFB steht auf gesunden Beinen und kann alle angestrebten Investitionen tätigen", betonte Ludwig im Rahmen einer Pressekonferenz in Wien.

Von den insgesamt 26 Sponsorpartnern wurden bei 22 die Verträge verlängert. Nur einer sprang bisher ab, zwei Entscheidungen sind noch ausständig. Der Sponsorpool ist derzeit dank drei neuen Partnern dennoch voll, sämtliche Pakete sind verkauft.

In punkto Werbewert sticht die Nationalmannschaft mit einem Betrag von 64,1 Mio. Euro naturgemäß hervor. Das Frauen-Team sowie die Nachwuchsauswahlen sind 1,64 Mio. Euro "wert".

Gutes Ergebnis trotz verhältnismäßig wenig Spielen

Dies ist deshalb beachtlich, da das A-Team im Vorjahr nur acht Spiele ausgetragen hat. Im Rekordjahr 2011 (65,8 Mio. Euro) mit den EM-Quali-Spielen gegen Deutschland waren die rot-weiß-roten Paradekicker in elf Partien im Einsatz gewesen.

Als absoluter Rekordtermin erwies sich der vergangene November mit dem EM-Quali-Vergleich gegen Russland sowie dem anschließenden Freundschaftsspiel gegen Rekordweltmeister Brasilien.

Der Werbewert aller Sponsoren belief sich auf in Summe 21,08 Mio. Euro, wobei der Großteil auf den TV-Sektor (19,83) fiel.

Ausverkauftes Happel-Stadion

Zuschauermagnet waren vor allem die Spiele im Wiener Ernst-Happel-Stadion. Dreimal war die Arena in den Heimspielen gegen Schweden, Russland und Brasilien ausverkauft, auch gegen Montenegro kamen mehr als 44.000 Zuschauer.

Der Heim-Startschuss ins neue Jahr soll ebenfalls vielversprechend sein. Für das Freundschaftsspiel gegen Bosnien-Herzegowina am 31. März wird die Marke von 38.000 verkauften Tickets dieser Tage geknackt. Vier Tage zuvor geht es für Österreich in der EM-Qualifikation auswärts gegen Liechtenstein.

Wermutstropfen bleibt, dass das Happel-Oval die internationalen Anforderungen nicht mehr zur Gänze erfüllt. Eine Bewerbung für das paneuropäische EM-Turnier 2020 war vom ÖFB deshalb nicht in Betracht gezogen worden.

"Das Thema ist eine 'Never Ending Story'", seufzte Ludwig, der auf die Arbeitsgruppe 2020 verwies.

Diese beschäftigt sich intensiv mit dem Thema Infrastruktur, wie ÖFB-Präsident Leo Windtner bereits im Herbst vermeldete. Auf der Agenda steht auch ein neues ÖFB-Kompetenzzentrum das dem Vernehmen nach in Wien-Aspern anvisiert wird.

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