Schulterklopfen unerwünscht

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"Erst am Schluss soll der große Jubel sein"

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"Ruhe und Konsequenz"

Diese zwei Faktoren waren laut ÖFB-Teamchef Marcel Koller ausschlaggebend für den 2:1-Erfolg der österreichischen Nationalmannschaft in Moldawien.

„Wir haben nicht immer gut gespielt. Vor allem, was die Passqualität angeht, war es sicher nicht unser bestes Spiel. Wir hatten zu viele leichte Ballverluste. Das kann jedoch passieren, wenn man so wie ich immer fordere, risikofreudig nach vorne zu spielen. Es war aber auch schwierig. Schweden hat bereits mit neun Mann verteidigt, Moldawien sogar mit zehn Leuten“, erklärte der Schweizer am Wiener Flughafen kurz und knackig nach der Ankunft aus Chisinau.

„Das ist eine wichtige Erkenntnis“

Doch seine Mannschaft hat einmal mehr eine gewisse Reife gezeigt, blieb sowie gegen Schweden ruhig und nützte diesmal ihre Chancen. „Und das ist eine wichtige Erkenntnis.“

Deswegen freute sich der 53-Jährige über den ersten Auswärtssieg in einem Qualifikations-Match seit dem 3:0 auf den Färöern am 15. Oktober 2013.

„Es ist ein sehr wichtiger Erfolg– auch für die Spieler, die gesehen haben, dass man auswärts, unter anderen Umständen, gewinnen kann.“

Kein Arbeitssieg

Von einem „Arbeitssieg“ oder gar „Pflichtsieg“ wollte der rot-weiß-rote Chefcoach nichts wissen. „Wenn man die anderen Ergebnisse dieser Gruppe ansieht, weiß man, was ich vor dem Quali-Start gemeint habe, als ich sagte, dass es enge Duelle werden würden. Jeder kann dem anderen Punkte wegnehmen. Daher sage ich es noch einmal. Das 2:1 war kein Arbeitssieg, sondern ein ganz wichtiger Sieg.“

Dem 1:1 zwischen Schweden und Russland sowie der Nullnummer vom kommenden Gegner Montenegro in Liechtenstein wollte Koller zum jetzigen Zeitpunkt keine große Bedeutung schenken.

„Das ist eine Momentaufnahme, wir brauchen jetzt nicht jubeln. Am Ende wird abgerechnet. Erst am Schluss soll der große Jubel sein, jetzt brauchen wir uns nicht auf die Schulter klopfen.“

Okotie oder Hinterseer

An der Ausgangsposition für den Showdown am Sonntag „hätten die letzten Ergebnisse nichts geändert.“

Vielmehr warnte der Teamchef im gleichen Atemzug  vor den Kickern rund um Ex-Juve-Angreifer Mirko Vucinic. „Wir müssen voll fokussiert sein, denn sie haben sehr gute Verteidiger und ein sehr gutes Sturmduo.“

Apropos Sturm. Nach der Sperre von Marc Janko wurde Aston-Villa-Akteur Andreas Weimann nachnominiert. Der England-Kicker dürfte aber nicht in der engeren Auswahl für einen Platz in der Startelf stehen. Koller verriet, dass er sich zwischen Rubin Okotie und Lukas Hinterseer entscheiden will.

„Weil sie beide auch bei ihren Vereinen Mittelstürmer spielen. Denn wir wollen auch ohne Janko unser gewohntes Spiel durchziehen“, begründet er.

Hinteregger wieder fit

Zudem dürfte Innenverteidiger Martin Hinteregger zurückkehren. Der Kärntner hat seine Verletzung auskuriert und ist wieder einsatzbereit.

Die Marschroute bis zum Ankick: „Kurz regenerieren und dann voll auf Montenegro konzentrieren.

Natürlich mit der notwendigen „Ruhe und Konsequenz“.

 

Martin Wechtl

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