"Österreich hat gutes Team, mit vielen guten Spielern“

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Wien – „Ich bin sehr glücklich mit dem Ergebnis. Österreich hat eine starke Mannschaft, sie haben sehr gut verteidigt.“

Die Aussage von Superstar Neymar unterstrich die starke Vorstellung der ÖFB-Elf gegen Brasilien.

Zwar konnte der Rekordweltmeister auch das sechste Spiel der Ära Carlos Dunga für sich entscheiden, jedoch mit 2:1 denkbar knapp.

Was zuletzt Kolumbien, Ecuador, Argentinien, Japan oder der Türkei verwehrt blieb, schafften hingegen die Österreicher: Nämlich einen Torerfolg.

Aleksandar Dragovic gelang  per Elfmeter der zwischenzeitliche Ausgleich zum 1:1 (75.).

„Wir wollen immer zu Null spielen, denn dann gewinnen wir auch meistens, da wir immer für ein Tor gut sind. Heute haben wir einen Treffer von einer sehr guten Mannschaft bekommen“, schenkte Luiz Gustavo dem ersten Gegentor seit dem 0:3 gegen die Niederlande beim Spiel um Platz drei bei der Heim-WM aber keine große Bedeutung.

„Wollten unbedingt gewinnen“

Der Wolfsburg-Kicker freute sich vielmehr über den Erfolg im Wiener Ernst Happel-Stadion. „Es ist gut, wenn du auf einen Gegner triffst, gegen den du alles geben musst. Wir wollten das Spiel unbedingt gewinnen. Das 2:1 ist ein sehr gutes Ergebnis für uns."

 

Gezittert habe man in den Schlussminuten nicht mehr, allerdings mit Mann und Maus verteidigt und versucht, die Zeit runterzuspielen.

„Das ist doch normal bei so einem engen Resultat. Daher haben wir in den letzten Minuten natürlich gekämpft, um den Sieg über die Bühne zu bringen.“

Für die Entscheidung sorgte in Minute 82 ein Traumtor von Joker Firmino, der die Kugel aus gut 20 Metern im Kreuzeck versenkte.

„Österreich hat ein gutes Team“

Der Hoffenheim-Legionär strahlte nach seinem ersten Tor im zweiten Spiel im gelben Dress naturgemäß über beide Ohren und wurde von Teamchef Dunga  explizit gelobt. „Firmino hat einen guten Torriecher. Das hat er heute auch bewiesen. Deswegen haben wir ihn einberufen und eingesetzt“, so der 51-Jährige.

Für Arnautovic und Co.  hatte der Weltmeister von 1994 ebenfalls lobende Worte parat. „Österreich hat ein gutes Team, mit vielen guten Spielern. Im Gegensatz zu uns stehen sie mit der EM-Qualifikation voll im Wettbewerb. Meiner Meinung nach haben sie heute besser gespielt als gegen Russland.“

„…habe schon genug Probleme“

Dunga prophezeite der rot-weiß-roten Auswahl jedenfalls eine erfolgreiche Zukunft: „Die Chancen stehen gut, dass sie die EM-Qualifikation schaffen. Sie haben einen guten Vorsprung, aber man muss hart weiterarbeiten.“

Die Frage, ob ihm ein Spieler der Koller-Truppe besonders gefallen hätte und er ihn gerne in seiner Mannschaft sehen würde, beantwortete der Ex-Internationale diplomatisch.

„Wir haben so viele gute Spieler, ich habe schon genug Probleme, die elf richtigen zu finden. Da brauche ich nicht auch noch Spieler von anderen Nationen, obwohl Österreich natürlich viele gute Leute hat.“

Mit Entwicklung zufrieden

Über den Auftritt seiner Truppe meinte der ehemalige Defensiv-Spezialist: „In der ersten Halbzeit hat Österreich sehr gut verteidigt. Die nassen Verhältnisse haben uns Probleme bereitet, an die mussten wir uns erst gewöhnen. Nach der Pause haben wir mehr Bewegung in unser Spiel bekommen und die österreichischen Mittelfeld-Spieler besser zugedeckt.“

Grundsätzlich war der brasilianische Chefcoach mit der Entwicklung der Selecao, die nach der WM einen Neustart einleitete und nur mehr sieben WM-Akteure beinhaltet,  zufrieden.

„Die Resultate zeigen, dass wir eine gute Arbeit machen. Die Spieler haben unseren Weg verstanden. Alle anderen Länder, wie beispielsweise auch Argentinien, verlieren Spiele, aber wir gewinnen. Dieser Herbst war ein guter Anfang, das wollen wir im Jahr 2015 fortsetzen“, erklärte Dunga abschließend.

 

Martin Wechtl/Jakob Faber/Peter Altmann/Bernhard Kastler

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