Sara rechnet mit ÖFB-Sieg in Liechtenstein

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Mario Sara feiert im Sommer sein Fünfjahresjubiläum beim FC Vaduz.

Der Defensivspieler kennt daher den Liechtensteiner Fußball wie seine Westentasche.

"Wenn Österreich so auftritt wie in den letzten Spielen, sollte es keine Diskussion darüber geben, wie das Spiel ausgeht", rechnet der Wiener mit einem Sieg der ÖFB-Truppe im EM-Qualifikations-Duell mit Liechtenstein am Freitag (20.45 Uhr) in Vaduz.

Österreicher im Trainerteam

Unterschätzen dürfe man die Mannschaft des österreichischen Trainers Rene Pauritsch aber nicht. "Wenn ein starkes Team sie auf die leichte Schulter nimmt oder einen schlechten Tag erwischt, kann es schon sein, dass sie Überraschungen schaffen, punkten oder nur knapp verlieren", weiß Sara.

Das bekamen die Gegner der Gruppe G zum Teil schon zu spüren. Mit vier Punkten aus vier Spielen sind die Liechtensteiner überraschend stark in die Qualifikation gestartet, haben dabei mit einem Sieg in der Republik Moldau (1:0) sowie einem Remis gegen Montenegro (0:0) aufgezeigt. Bei den Niederlagen in Russland (0:4) und Schweden (0:2) verhinderte der Underdog ein Debakel.

Hauptverantwortlich für die guten Leistungen ist mit Teamchef Pauritsch ein Österreicher. Der 51-jährige Steirer ist auch als Technischer Leiter des Verbandes tätig. Im A-Trainerteam steht mit dem 50-jährigen Vorarlberger Tormanncoach Dietmar Kupnik ein weiterer Österreicher. Zudem hat Heinz Fuchsbichler im Nachwuchs eine tragende Rolle, er coacht die Auswahlen der U18, U19 und U21.

Fünf Teamkollegen im Nationalteam

"Es wird im Verband sehr professionell gearbeitet, das sieht man auch bei uns auf der Anlage. Es sind auch Österreicher am Werke, das muss ja gut sein", sagte der 33-jährige Sara. Vor allem auch deshalb ist die Partie am Freitag für die Liechtensteiner eine ganz besondere. Die Vorfreude ist extrem groß, das Vaduzer Rheinpark Stadion, das über mehr als 6.000 überdachte Sitzplätze verfügt, ist im Gegensatz zu vielen anderen Quali-Partien seit mehreren Monaten ausverkauft.

Im Liechtensteiner Kader stehen mit den Routiniers Goalie Peter Jehle (33) und Franz Burgmeier (32) sowie Vinzenz Flatz (20), Nicolas Hasler (23) und Daniel Kaufmann (24) gleich fünf Akteure, die bei Vaduz ihr Geld verdienen. "Momentan schaut es mit Spielern wie Burgmeier und Jehle, die so in meinem Alter sind, noch gut aus. Dann kann es aber wieder Jahre dauern, bis etwas nachkommt", weiß Sara.

"Könnte zwei Wochen nicht zum Training gehen"

Durch seine Tätigkeit in Vaduz ist der Innenverteidiger sehr interessiert am Liechtensteiner Fußball-Geschehen. Die Heimspiele der Pauritsch-Truppe verfolgt er vor Ort, die Auswärtsspiele via TV. "Da einige Teamkollegen von mir im Nationalteam spielen, verfolgt man das schon. Ich hoffe für sie, dass es keine zu hohe Niederlage gibt, rechne aber mit einer klaren Sache für Österreich", sagte der Defensivspieler, der in dem Fall der ÖFB-Auswahl die Daumen drückt.

Ein Auswärtssieg der noch unbesiegten Mannschaft von Marcel Koller wäre auch in seinem eigenen Interesse. "Sollte Liechtenstein gewinnen, dann gehe ich sicher einmal die nächsten zwei Wochen nicht zum Training. Ich gehe aber davon aus, dass Österreich gewinnt und dann werde ich sicher den einen oder anderen Spruch für meine Teamkollegen parat haben", verriet der Ex-Rapidler.

Sara will noch bleiben

Sara steht seit Sommer 2010 bei Vaduz unter Vertrag und hat mit dem Klub den Aufstieg in die Schweizer Super League geschafft. Sein Kontrakt läuft noch bis Ende Juni 2016. Erst kürzlich hat sich der Wiener nach einem überstandenen Kreuzbandriss, der ihn im Herbst zum Zuschauen gezwungen hatte, zurückgekämpft. "Mir geht es körperlich ganz gut, ich kann mir daher vorstellen, dass es noch ein paar Jahre geht", denkt Sara noch nicht ans Karriereende.

Mit dem 24-jährigen Stürmer Manuel Sutter steht noch ein zweiter Österreicher bei Vaduz unter Vertrag. Der Aufsteiger liegt in der Schweizer Zehnerliga nach 25 Spielen mit 26 Punkten auf Rang acht und damit voll auf Kurs in Richtung Klassenerhalt.

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