"Das war ein Heimspiel"

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"Man kann den Fans nicht oft genug danken"

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Österreichs Nationalteam hat beim 5:0 in Liechtenstein Eindruck bei seinen Fans hinterlassen.

Was nicht unerwähnt bleiben sollte: Dies beruht durchaus auf Gegenseitigkeit.

Während auf dem Spielfeld die Konsequenz, mit der die ÖFB-Elf keinen Zweifel am verdienten Sieger aufkommen ließ, überzeugte, tat dies auf den vier Tribünen die Übermacht an rot-weiß-roten Anhängern.

„Im Grunde genommen war es ein Heimspiel“, brachte es Zlatko Junuzovic auf den Punkt.

„Die Fans haben uns einen richtigen Halt gegeben"

Das ÖFB-Team hat sich während der Amtszeit von Teamchef Marcel Koller zum wahren Kassenschlager entwickelt. Selbst im weitläufigen Happel-Oval beeindruckt die Atmosphäre angesichts des Zuschauer-Andrangs stets.

Es müssen jedoch nicht immer 50.000 Anhänger sein, um einen guten Support zu liefern. Dies bewiesen die ÖFB-Fans im engen Rheinpark-Stadion, das mit 6127 Zuschauern – die überwiegende Mehrheit aus Österreich – restlos ausverkauft war.

„Ein Riesen-Kompliment an die Zuschauer, die hier ins Stadion geströmt sind. Sie haben uns irrsinnige Unterstützung gegeben, einen richtigen Halt. Man kann den Fans nicht oft genug danken“, schwärmte Marc Janko.

„Wenn man zum Stadion fährt, sieht man nur Rot-Weiß-Rot“

Die Welle der Euphorie, auf der die Koller-Elf seit dem Beginn der EM-Qualifikation schwimmt, erreichte nicht erst mit dem Kantersieg einen neuen Höhepunkt.

Dies konnte das Nationalteam mit seinen fünf Treffern definitiv. Junuzovic führte die Gala auch auf den Support zurück: „Das hat uns natürlich beflügelt und auch die Kraft gegeben, immer wieder nachzusetzen. Das Pushen von den Rängen war sehr, sehr wichtig.“

Wohl auch für das Happy End von Marko Arnautovic. Immer wieder erntete der Stoke-Legionär sowohl nach gelungenen Aktionen, aber vor allem auch nach vergebenen Chancen, persönliche Anfeuerungsrufe. Sein Bemühen wurde honoriert, die Offensivkraft bedankte sich mit dem Last-Minute-Treffer.

„Derzeit machen wir sehr gute Schritte“

Auch ein Vorteil wie jener, über ein „sechstes Heimspiel“ zu verfügen, ist tendenziell ein wichtiges Puzzlestück am Weg zur EM 2016 in Frankreich.

Schon vor dem Anpfiff herrschte im beschaulichen Vaduz Volksfeststimmung, und spätestens beim Aufwärmen und während der Hymne war klar, wohin an diesem Fußball-Abend die akustische Reise geht.

„Faszinierend! Man kommt zum Aufwärmen raus, oder schon vorher, wenn man zum Stadion fährt, und man sieht nur Rot-Weiß-Rot. Das ist ein tolles Gefühl und beflügelt noch mehr. Das waren im Prinzip 90 Minuten Hochgenuss“, zeigte sich auch Julian Baumgartlinger begeistert.

„Glücklich, dass wir das zurückzahlen konnten“

Die Kräfteverhältnisse im Publikum waren schon vor dem Match bekannt. Zahlreiche Österreicher sicherten sich sogar Quali-Abos für die Liechtensteiner Heimspiele, nur um bei dieser Partie dabei sein zu können.

Martin Harnik wies jedoch darauf hin, dass nicht nur Anhänger aus dem grenznahen Vorarlberg den Weg ins Fürstentum auf sich genommen haben: „Wir wussten natürlich, dass uns sehr viele Österreicher unterstützen. Auch wenn es ein Nachbarland ist, ist es für einige jedoch ein sehr weiter Weg gewesen. Darauf haben wir uns natürlich gefreut, dass die Leute herkommen, an uns glauben und von vornherein gute Stimmung machen. Wir sind glücklich, dass wir das zurückzahlen konnten.“

Sollte erstmals seit 18 Jahren aus eigener Kraft die Qualifikation für ein Turnier gelingen, darf sich Fußball-Österreich wohl auf ein gewaltiges Fan-Fest gefasst machen.

Bis dahin heißt es jedoch, noch Geduld zu haben. Denn im ÖFB-Lager regiert trotz der überzeugenden Darbietung weiterhin das Understatement.

Harnik: „Wir bekommen derzeit den Lohn für unsere Arbeit. Aber es ist erst die Hälfte geschafft, wir haben noch einige Spiele vor uns. Wir müssen noch einige Punkte holen, um noch unser großes Ziel zu erreichen. Aber ich denke, derzeit machen wir sehr gute Schritte.“


Peter Altmann

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