Koller als ÖFB-Teamchef ante portas

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Wer um 19 Uhr den Wikipedia-Eintrag zu Marcel Koller aufrief, staunte nicht schlecht.

Unter „Stationen als Trainer“ wurde auch Österreich aufgeführt. Und zwar ab 2011.

Nun ist auch das Online-Lexikon nicht vor diversen Falschmeldungen gefeit, in diesem Fall dürfte sich der vermeintliche Scherz jedoch bewahrheiten.

Laut Informationen des „Kurier“ ist der Schweizer nämlich neuer ÖFB-Teamchef und tritt als solcher die Nachfolge des gescheiterten Didi Constantini an. Die Tageszeitung beruft sich auf die Bestätigung eines ÖFB-Präsidiumsmitglieds.

Präsentation Dienstag um 13 Uhr

Offiziell wird ÖFB-Präsident Leo Windtner gemeinsam mit Interims-Coach und Sportdirektor Willi Ruttensteiner den neuen ranghöchsten Trainer des Landes am Dienstag um 13 Uhr (LIVE im LAOLA1-Ticker) im Messezentrum Oberwart der Öffentlichkeit präsentieren.

In einer Aussendung bestätigt der ÖFB "Verhandlungsgespräche" mit Koller, betont jedoch:

"Der ÖFB stellt hierzu klar, dass die Entscheidung über den Teamchef der österreichischen Nationalmannschaft am Dienstagvormittag vom Direktorium des ÖFB getroffen wird."

Dies ist zwischen den Zeilen quasi mit einer Bestätigung der Personalie gleichzusetzen. Denn das Direktorium tagt um 11 Uhr, zwei Stunden vor der offiziellen Vorstellung ist das Abnicken von Windtners Vorschlag wohl nur Formsache.

Fuchs zu Bochum geholt

Mit Koller wäre dem Verbands-Boss eine Überraschung gelungen.

Während medial vor allem Sturms Meistermacher Franco Foda in der Pole-Position stand und auch Paul Gludovatz, Andreas Herzog, Kurt Jara oder der Schwede Lars Lagerbäck immer wieder genannt wurden, war der Schweizer kaum Gegenstand der Spekulationen.

Der 50-Jährige ist seit der Trennung vom VfL Bochum im September 2009 ohne Engagement. Zum Verein aus dem Ruhrgebiet hatte er im Sommer 2008 mit Christian Fuchs einen Führungsspieler der aktuellen ÖFB-Generation gelotst.

Zuvor betreute er in der deutschen Bundesliga bereits den 1. FC Köln, wo er Lukas Podolski entdeckte. In der Schweiz führte er St. Gallen und Grasshopper Zürich zum Meistertitel.

Freude bei Sturm über Ende von "Dreiecksbeziehung"

Laut „Kurier“ seien Foda, Herzog und Jara bis zum Schluss im Rennen um den Posten gewesen.

Auf Seiten Sturms darf man sich freuen, dass erstens Foda den Grazern erhalten bleibt und zweitens die ständigen Diskussionen über seine Zukunft ein Ende haben.

Zuletzt zeigte man sich beim Titelverteidiger darüber nämlich schon genervt. Präsident Stockenhuber: "Diese Dreiecksbeziehung wurde mit der Zeit anstregend."

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