Einzelkritik: Bemühen zu wenig

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LAOLA1-Einzelkritik zu Kasachstan-Österreich

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Astana war für die ÖFB-Elf auch diesmal keine Reise wert.

Aus den erhofften sechs Punkten gegen Kasachstan wird nichts mehr, Teil eins des „Doppels“ endete mit einer enttäuschenden Nullnummer.

Das Nationalteam ließ dabei in der Qualifikation für die WM in Brasilien zwei wertvolle Punkte liegen.

LAOLA1 schaute den ÖFB-Kickern wie gewohnt genau auf die Beine.

  ROBERT ALMER (5 Länderspiele/0 Tore)

Der Düsseldorf-Reservist konnte lange Zeit Spielpraxis sammeln, ohne dabei allzu sehr beschäftigt zu werden. Wenn der Steirer ins Spiel eingreifen musste, tat er dies meist sicher – außer seinem beinahe missglückten Klärungsversuch nach einem Rückpass in der ersten Halbzeit. Erst nach der Pause bekam Almer ein wenig mehr zu tun, fing die beherzten Konter der Kasachen jedoch meist frühzeitig ab.

 

GYÖRGY GARICS (29/1)

Vor allem in Halbzeit eins ein Aktivposten. Leitete mit einem hervorragenden langen Pass auf Junuzovic die erste ÖFB-Chance ein und fand dadurch Sicherheit für sein Spiel nach vorne. Immer wieder an Offensivaktionen beteiligt. Nach der Pause auch ständig im Vorwärtsgang, aber mit weniger gelungenen Aktionen.

 

SEBASTIAN PRÖDL (36/3)

Souveräne Performance. Wenn gefordert, defensiv immer zur Stelle, fing einige Attacken der Kasachen ab. Besonders augenscheinlich wurde dies, als er nach knapp 20 Minuten im Eins gegen Eins per Tackling gegen den durchgebrochenen Nuserbajew rettete. Der Werder-Legionär war im Spielaufbau meist Ausgangspunkt des ÖFB-Teams. Versuchte die Bälle von hinten zu verteilen und leistete sich dabei kaum Fehler.



EMANUEL POGATETZ (50/2)

Ein vergleichsweise eher ruhiges Jubiläum. In seinem 50. Länderspiel war der Wolfsburg-Legionär defensiv wenig gefordert. Mit dem vor allem in der Anfangsphase recht aggressiven kasachischen Pressing konnte er wie Nebenmann Prödl gut umgehen. Alles in allem eine solide Darbietung.



CHRISTIAN FUCHS (50/1)

Der zweite 50er-Jubilar neben Pogatetz hat schon bessere Matches im ÖFB-Dress abgeliefert. Nach hinten wenig gefordert, wenn doch, war der Kapitän zur Stelle. Im Spiel nach vorne entwickelte er auf links in Kombination mit Ivanschitz jedoch nur wenig Druck.




JULIAN BAUMGARTLINGER (24/0)

Wie Nebenmann Kavlak gegen den kompakt stehenden Underdog mit vielen Freiheiten ausgestattet. Eroberte viele Bälle, vermochte aber kaum, diese Ballgewinne effizient zu nutzen und seine Mitspieler einzusetzen. Wirkte im Spiel nach vorne bisweilen zu zaghaft. Nach einer Stunde von Janko ersetzt.



 VELI KAVLAK (20/1)

War sprichwörtlich überall auf dem Platz zu finden, versuchte das ÖFB-Spiel anzukurbeln, der Taktgeber zu sein. Biss sich dabei jedoch lange Zeit die Zähne aus. Nach rund einer Stunde reichte es dem Besiktas-Legionär, er suchte selbst zwei Mal den Abschluss – beim ersten Versuch wurde es auch gefährlich, der Ball ging jedoch drüber.



MARKO ARNAUTOVIC (21/7)

Der Bremen-Legionär ist ein „Stimmungs-Kicker“ – in Astana war seine Verzweiflung bisweilen bis auf die Tribüne spürbar. Versuchte viel, traute sich etwas, ging auch in Eins-gegen-Eins-Situationen, allerdings gelang nur wenig. Der 23-Jährige konnte seine technische Überlegenheit nicht wie gewünscht zur Geltung bringen. Auch bei Schussversuchen unglücklich.



ZLATKO JUNUZOVIC (22/3)

Lief sich wie gewohnt die Seele aus dem Leib, lieferte dennoch eines seiner schwächeren Länderspiele ab. Dabei hätte er Österreich schon in der Anfangsphase auf die Siegerstraße bringen können, haute nach tollem Garics-Zuspiel jedoch drüber. Ansonsten gelang abseits eines Weitschusses kurz nach Seitenwechsel wenig Produktives, auch im Passspiel nicht so sicher wie gewohnt. Vergab kurz vor Schluss den Matchball.



ANDREAS IVANSCHITZ (58/10)

Unauffällige Vorstellung des Mainz-Legionärs. War auf der linken Seite nicht wie gewünscht ins ÖFB-Spiel eingebunden, zog daher immer wieder in die Mitte – ohne die gewünschte Wirkung. Auch seine Standards erzeugten nur wenig Gefahr.



MARTIN HARNIK (32/7)

Nach einer eher ruhigen Anfangsphase setzte der Stuttgart-Legionär in Minute 29 ein Ausrufezeichen, scheiterte aber nach herrlich herausgespieltem Doppelpass mit Junuzovic an Keeper Sidelnikow. War danach mehr in Spiel eingebunden – auch weil er sich öfter fallen ließ und sich mehr Bälle holte. Gefahr strahlte er jedoch nur selten aus.

 

MARC JANKO (29/11)

Kam nach einer Stunde als Joker, um Österreich doch noch auf die Siegerstraße zu bringen – vergeblich. Konnte seine Präsenz im Strafraum bei einem Kopfball beinahe zur Geltung bringen, kam jedoch nicht richtig an den Ball. Danach nur selten ins Spiel eingebunden.

 

JAKOB JANTSCHER (12/1): Zu kurz eingesetzt

 

ANDREAS WEIMANN (1/0): Zu kurz eingesetzt

 


- Sehr Gut

- Gut

- Befriedigend

- Genügend

- Nicht Genügend

 

Aus Astana berichtet Peter Altmann

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