EM für Russland Zwischenschritt zur Heim-WM 2018

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Rund zwei Monate vor dem ersten EM-Qualifikationsduell Russlands mit der ÖFB-Auswahl trifft ein Österreich-Export auf die Osteuropäer.

Der Steirer Rene Pauritsch gastiert zum Auftakt der Ausscheidung für Frankreich 2016 als Teamchef von Liechtenstein beim Gruppenfavoriten.

Alles andere als ein klarer Sieg der Russen am Montag in Chimki bei Moskau wäre eine faustdicke Überraschung.

Pauritsch hofft auf hochnäsige Russen

Die nach der enttäuschend verlaufenen WM-Endrunde in Brasilien in der Heimat heftig kritisierte "Sbornaja" wärmte sich zuletzt mit einem mühelosen 4:0 gegen Aserbaidschan für den Startschuss in der Gruppe G auf.

Während Österreich danach in Wien Schweden empfängt, tritt Montenegro im Heimspiel in Podgorica gegen Außenseiter Moldawien an.

Der seit Oktober 2012 als Teamchef von Liechtenstein arbeitende Pauritsch hoffte in Moskau auf einen vielleicht hochnäsig auftretenden Gegner.

Im Unterschied zu den Hausherren setzte es für den Fußball-Zwerg im jüngsten Test ein 0:3 gegen Bosnien-Herzegowina, wobei der WM-Teilnehmer schon nach 24 Minuten alle drei Tore erzielt hatte.

Russland setzt auf Rekord-Torjäger

Pauritsch schöpfte allerdings aus dem danach Gesehenen Hoffnung. "Wenn wir kompakt stehen, wenig zulassen und etwas Glück haben, ist auch gegen Russland etwas möglich", meinte der 49-Jährige.

Er setzt auch auf Talent Dennis Salanovic. Der im Nachwuchs von Atletico Madrid spielende 18-Jährige könnte von Beginn an in der Offensive agieren.

Russland, am 15. November in Wien zu Gast, baut hingegen auf Routinier Alexander Kerschakow. Der 31-jährige Stürmer von Zenit St. Petersburg ist mit 28 Teamtreffern seit Mittwoch Rekordtorjäger seines Landes.

Gegen Liechtenstein holten die Russen in bisher vier Pflichtspielen (in WM-Qualifikation) vier Siege bei einem Torverhältnis von 8:1. Kerschakow traf in diesen Partien dreimal.

EM als Zwischenschritt zur Heim-WM

Die bei Fans und Verantwortlichen nicht zur Diskussion stehende EM-Qualifikation ist für Fabio Capello jedoch nur ein Zwischenschritt. Der italienische Trainer der Russen hat die Heim-WM 2018 als "Hauptziel" auserkoren.

In vier Jahren soll sich der Gastgeber in Bestform präsentieren. "Davor wollen wir uns auch für die EM qualifizieren. Das sind zwei miteinander verbundene, aber für mich auch verschiedene Projekte", meinte Capello.

Gute Resultate seien ebenso wichtig wie die Zusammenstellung einer schlagkräftigen Mannschaft, erklärte der nach der WM nicht mehr unumstrittene 68-Jährige.

Dass der vormals u.a. bei Milan, Real Madrid oder Juventus Turin engagierte Startrainer zuletzt drei Monatsgehälter seines fürstlichen Gehalts nicht ausbezahlt bekam, erzürnte Russlands Sportminister Witali Mutko dennoch. Gegen Liechtenstein zählt für Russland jedenfalls nur ein voller Erfolg.

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