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Termin-Konferenz entscheidet ÖFB-Jahr

Nach dem Jahresabschluss gegen die Ukraine blickt die österreichische Nationalmannschaft in eine ungewisse Zukunft - zumindest was das Länderspieljahr 2012 betrifft.

Definitiv fixiert ist bisher lediglich ein Testmatch am 29. Februar gegen Finnland vor eigenem Publikum, alles andere hängt von der Terminkonferenz für die WM-Qualifikation am Donnerstag und Freitag in Frankfurt/Main ab.

"Die nächsten Tage werden für den Spielplan 2012 entscheidend sein", sagte ÖFB-Generaldirektor Alfred Ludwig, der gemeinsam mit Teamchef Marcel Koller und Sportdirektor Willi Ruttensteiner um günstige Spielansetzungen in der WM-Quali feilschen wird.

"Gut vorbereitet"

Das Treffen mit den Verbands-Delegationen von Deutschland, Schweden, Irland, Kasachstan und den Färöern beginnt am Donnerstagabend mit der Abklärung von organisatorischen Details.

Ans Eingemachte geht es dann am Freitag. "Wir haben uns in vielen internen Gesprächen gut vorbereitet und uns dabei über verschiedene Punkte unterhalten, vor allem, was absolute No-Gos sind", erklärte Ludwig.

Auch wenn es der Generaldirektor nicht bestätigte, dürfte Koller Spielansetzungen an den für Quali-Partien reservierten Terminen Mitte Juni 2013 ablehnen, weil zu diesem Zeitpunkt die Meisterschaften der Teamspieler längst beendet sind.

Quali-Start vor der EURO 2012?

Zur Verhandlungsstrategie des ÖFB machte Ludwig keine Angaben. "Das ist nicht als Geheimnistuerei zu sehen, sondern als Respekt vor unseren Qualifikationsgegnern", beteuerte der Wiener.

Generell sei man jedoch für fast jede Option offen - sogar für eventuelle WM-Quali-Partien noch vor dem Beginn der EURO 2012 in Polen und der Ukraine.

Laut derzeitigen Planungen tritt Österreich am 1. Juni in einem Testspiel daheim (Spielort so wie gegen Finnland noch offen) gegen die Ukraine an, am 5. Juni wünscht sich Koller ebenfalls ein Freundschaftsmatch.

Es bestünde aber auch die Möglichkeit, an diesen Tagen gegen nicht an der EM teilnehmende Nationen in der WM-Qualifikation anzutreten. "Wir wollen in dieser Zeit zwar keine Quali spielen, möchten uns aber auch nicht einzementieren", betonte Ludwig.

"Wenn einer gegen alles ist..."

Der ÖFB wird laut seinem Generaldirektor auf jeden Fall mit konstruktiven Vorschlägen in die Terminkonferenz gehen, um einen erfolgreichen Abschluss nicht zu gefährden.

"Es wird hoffentlich eine Einigung geben, denn wir gehen davon aus, dass jeder an einem Kompromiss interessiert ist. Wenn alle wollen, dass es ein Ergebnis gibt, dann gibt es eins. Wenn einer gegen alles ist, dann lassen wir es bleiben."

Im Falle eines Scheiterns der Gespräche gäbe es wohl keine weiteren Verhandlungen mehr - der Spielplan würde mittels Computer-Zufallsverfahren festgelegt werden. "Ich glaube nicht, dass sich alle Vertreter unserer Gruppe noch einmal treffen, wenn schon ein Meeting geplatzt ist", vermutete Ludwig.

Spielorte für Ukraine und Finnland gesucht

Unmittelbar nach der Fixierung der Quali-Termine beginnt die Finalisierung des Länderspieljahres 2012.

Dabei werden unter anderem der Spielort für das Finnland-Match und wohl auch für das Ukraine-Spiel festgelegt - zum Zug dürften jene österreichischen Städte kommen, in denen im nächsten Jahr keine WM-Qualifikation ausgetragen wird.

Zum traditionellen August-Termin wird laut Ludwig aufgrund der kurzen Vorbereitungszeit sicher kein Pflichtspiel, dafür aber ein Freundschaftsspiel vor eigenem Publikum stattfinden.

Ob diese Partie wie in den vergangenen Jahren wieder in Klagenfurt über die Bühne geht, steht noch in den Sternen. "Da ist die Frage, wann Klagenfurt mit der endgültigen Fertigstellung des Stadions beginnt und wann es fertig ist. Wir werden keinesfalls auf einer Baustelle spielen, das wäre den anderen interessierten Städten gegenüber unfair."

Koller gibt den Takt vor

Nach den Quali-Terminen am 7. und 11. September sowie am 12. und 16. Oktober bietet sich am 14. November die letzte Gelegenheit für ein Testspiel im Jahr 2012, hier zeichnet sich jedoch noch kein möglicher Gegner ab.

"Das entscheidet der Teamchef nach der Terminkonferenz", erklärte Ludwig. Nach den Angaben des 61-Jährigen wird sich der ÖFB sowohl bei den Testspiel- als auch bei den WM-Quali-Ansetzungen gänzlich nach den Wünschen Kollers richten. "Er ist der, der den Takt vorgibt", erklärte der Generaldirektor.


ÖFB-Rahmenterminplan für 2012:

  • 29. Februar: Österreich - Finnland (Spielort offen)
  • 1. Juni: Österreich - Ukraine (noch nicht endgültig fix/Spielort offen)
  • 5. Juni: Freundschaftsspiel (Gegner und Heimrecht offen/so wie am 1. Juni theoretisch auch WM-Quali möglich)
  • 15. August: Freundschaftsspiel (daheim/Gegner und Spielort offen)
  • 7. September: WM-Qualifikation
  • 11. September: WM-Qualifikation
  • 12. Oktober: WM-Qualifikation
  • 16. Oktober: WM-Qualifikation
  • 14. November: Freundschaftsspiel (Gegner und Heimrecht offen)

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