Welche Gruppe erwartet Koller und sein Team?

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Topf 1 Topf 2 Topf 3 Topf 4 Topf 5 Topf 6
Spanien Ukraine Serbien Montenegro Island Luxemburg
Deutschland Kroatien Türkei Armenien Nordirland Kasachstan
Niederlande Schweden Slowenien Schottland Albanien Liechtenstein
Italien Dänemark Israel Finnland Litauen Färöer
England Schweiz Norwegen Lettland Moldau Malta
Portugal Belgien Slowakei Wales Mazedonien Andorra
Griechenland Tschechien Rumänien Bulgarien Aserbaidschan San Marino
Russland Ungarn <span style=\'color: #ff0000;\'>Österreich Estland Georgien Gibraltar
Bosnien-Herzegowina Irland Polen Weißrussland Zypern

Die österreichischen Fußball-Fans haben lange genug gewartet.

Es ist wieder Zeit für eine erfolgreiche Qualifikation ihres Nationalteams.

1998 gelang dieses Kunststück zum letzten Mal. Damals qualifizierte sich das ÖFB-Team, trainiert von Herbert Prohaska, für die WM in Frankreich.

Auch diesmal geht es wieder um eine Endrunde im Land der Feinschmecker.  Für die EURO 2016 stehen die Vorzeichen so gut wie selten zuvor. Denn an dem Turnier werden erstmals 24 Mannschaften an einer Europameisterschaft teilnehmen.

Der Modus

Deswegen qualifizieren sich diesmal nicht nur die Gruppensieger, sondern auch die jeweils Zweitplatzierten fix für die EURO. Auch der beste Gruppendritte ist mit dabei. Die restlichen acht Drittplatzierten spielen sich in einem Play-off die übrigen vier Plätze aus.

Topf 1 Spanien
Topf 2 Belgien
Topf 3 <span style=\'color: #ff0000;\'>Österreich
Topf 4 Montenegro
Topf 5 Island
Topf 6 Kasachstan

Österreich wird aus Lostopf drei gezogen und vermeidet damit Gegner wie Serbien, die Türkei oder Norwegen. Ingesamt werden neun Gruppen gebildet, eine davon mit nur fünf statt sechs Mannschaften. In dieser spielt Frankreich außer Konkurrenz mit, trägt also Freundschaftsspiele gegen die jeweils spielfreie Mannschaft aus.

Ein bisschen Losglück wäre für das ÖFB-Team der perfekte Start auf dem Weg zur Europameisterschaft 2016. LAOLA1 wirft einen Blick auf mögliche Gruppen:

Topf 1 Griechenland
Topf 2 Irland
Topf 3 <span style=\'color: #ff0000;\'>Österreich
Topf 4 Estland
Topf 5 Zypern
Topf 6 Liechtenstein

Dieses Los wird dem ÖFB-Team hoffentlich erspart bleiben. Platz eins wäre für Titelverteidiger Spanien reserviert. Dahinter hätte die Star-Truppe aus Belgien wohl den zweiten Rang fix. Für Österreich ginge es dann gegen die starken Teams aus Montenegro und Island um Rang drei. Montenegro machte den Engländern in den letzten beiden Quali-Runden mit drei Unentschieden in vier Spielen das Leben schwer. Island scheiterte im Kampf um die WM-Teilnahme erst im Play-off an Kroatien. Kasachstan aus Topf sechs wäre das Tüpfelchen auf dem I. Der Kunstrasen in Astana ist den Koller-Schützlingen noch immer in schlechter Erinnerung.

 

Topf 1 Deutschland
Topf 2 Ungarn
Topf 3 <span style=\'color: #ff0000;\'>Österreich
Topf 4 Schottland
Topf 5 Nordirland
Topf 6 Färöer

Koller und Co. würden diese Gruppe mit Handkuss nehmen. Gemeinsam mit Bosnien gehört Griechenland zum nominell Schwächsten, was Topf 1 zu bieten hat. Irland befindet sich nach der Trapattoni-Ära im Neuaufbau. Zypern sorgt zwar im Klub-Fußball immer wieder für Aufmerksamkeit, auf Nationalteam-Ebene gehören die Südeuropäer aber genauso zu krassen Außenseitern, wie Estland. Und die Nachbarn aus Liechtenstein waren schon immer ein dankbarer Gegner. Man erinnere sich nur an den 2:1-Testspiel-Erfolg 2006, der Josef Hickersberger nach einer Serie katastrophaler Länderspiele den Job rettete.

 

Topf 1 Bosnien und Herzegowina
Topf 2 Kroatien
Topf 3 <span style=\'color: #ff0000;\'>Österreich
Topf 4 Montenegro
Topf 5 Mazedonien
Topf 6 -

Ein besonders brisantes Los. Deutschland und Ungarn sind die traditionellen Erzrivalen des ÖFB-Teams. Auch zu diversen Zipfelmützen der Färöer wurde schon genug geschrieben. Schottland weckt dagegen glücklichere Erinnerungen. 1931 feierte das „Wunderteam“ als erste kontinentale Mannschaft einen Sieg gegen die damals als überlegen geltenden Schotten. Zudem waren die Briten schon bei der letzten erfolgreichen Qualifikation gemeinsam mit Österreich in einer Gruppe. Nordirland darf dagegen getrost als Angstgegner bezeichnet werden. 2004 bestritt das damalige ÖFB-Team in Belfast ein „irrereguläres“ Match, „das mit 3:3 gewonnen wurde“ (O-Ton Hans Krankl). In der Quali für die EM 1996 musste Österreich zwei Niederlagen einstecken.

 

Topf 1 England
Topf 2 Schweiz
Topf 3 <span style=\'color: #ff0000;\'>Österreich
Topf 4 Lettland
Topf 5 Georgien
Topf 6 Malta

Vor 25 Jahren gehörten diese vier möglichen ÖFB-Gegner noch zu ein und demselben Staat. Der Zusammenbruch Jugoslawiens war auch der Zusammenbruch einer Fußball-Großmacht. Zersplittert in mehrere Verbände sorgt nun jedes Land für sich für Aufmerksamkeit. Dank starker Leistungen in den letzten Jahren hat sich Bosnien bis in Topf 1 hinaufgearbeitet. Kroatien gehört schon seit längerem zu den erweiterten Top-Teams in Europa. Mit Trainer Niko Kovac würde das ÖFB-Team zudem auf einen Ex-Salzburger treffen. Auch Montenegro und Mazedonien wären in dieser Gruppe nicht zu unterschätzen.

 

Topf 1 Griechenland
Topf 2 Irland
Topf 3 <span style=\'color: #ff0000;\'>Österreich
Topf 4 Schottland
Topf 5 Zypern
Topf 6 Malta

Die Zeugwarte fürchten dieses Los. Die Gefahr einer schlechten Trikotauswahl ist groß. Jedes Land hat rote-weiße Flaggenfarben. Die Verbände müssen sich also genau absprechen, um die Wahl der Dressen aufeinander abzustimmen. Auch vor dem TV-Gerät würden die Quali-Spiele farbentechnisch an Reiz verlieren. Besonders spannend: Das „Rot-Weiß-Rot-Derby“ gegen Lettland.

 

Topf 1 Russland
Topf 2 Ukraine
Topf 3 <span style=\'color: #ff0000;\'>Österreich
Topf 4 Weißrussland
Topf 5 Aserbaidschan
Topf 6 Kasachstan

Mit einer Staatsverschuldung von 182 Prozent des BIPs ist Griechenland europäischer Spitzenreiter. Auch Irland (119 Prozent), Zypern (93 Prozent), Schottland (als Teil Großbritanniens 93 Prozent) und Malta (71 Prozent) verfehlen das Maastricht-Kriterium (60 Prozent) der EU deutlich. Dank des Hypo-Debakels könnten die Staatsschulden Österreichs von 78 Prozent des BIPs auf 84 Prozent ansteigen – der absolute Spitzenwert in Topf 3. Puncto Finanzpolitik befände sich das ÖFB-Team in dieser Gruppe also in „bester Gesellschaft“.

 

Topf 1 Bosnien und Herzegowina
Topf 2 Belgien
Topf 3 <span style=\'color: #ff0000;\'>Österreich
Topf 4 Armenien
Topf 5 Mazedonien
Topf 6 Gibraltar

Eine unangenehme Gruppe. Weniger aufgrund der Gegner, mehr aufgrund der Reisestrapazen in den äußersten Osten des UEFA-Hoheitsgebietes. Zudem nehmen es diese Länder auch mit den Menschenrechten nicht ganz so ernst. Das Problem mit den Homosexuellen-Gesetzen in Russland kennen wir aufgrund der Olympischen Spiele nur allzu gut. In der Ukraine liefern sich Opposition und Regierung Straßenschlachten. Weißrusslands Staatschef Lukaschenko gilt als letzter Diktator Europas und die Staatspräsidenten in Aserbaidschan und Kasachstan regieren nicht minder autoritär.

 

Sie sind Anhänger des Sportklubs oder der Vienna, lesen den „ballesterer“ und wissen von Überraschungs-Mannschaften schon im Vorhinein Bescheid. Den sogenannten „Fußball-Hipstern“ macht keiner etwas vor. Dieses Los würde ihnen ein cooles Augenzwinkern hinter der Nerd-Brille hervorzaubern. Bosnien und Belgien haben sie sowieso schon lange am Zettel. Auch den Aufstieg Armeniens verfolgen sie schon seit einigen Jahren. Auf Lieblingsspieler Mkhitaryan freuen sie sich ganz besonders. Bei Mazedonien sind ihnen die Supertalente David und Boban Babunski aufgefallen. Und zu Quali-Neuling Gibraltar suchen die Hipster im Internet momentan nach interessanten Artikeln, um später mit Insider-Wissen zu glänzen.

 

Jakob Faber

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