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"Glücksfee" Ronaldo sorgt für allgemeine Zufriedenheit

Ronaldo ist zu einer deutschen Glücksfee geworden. So zumindest sehen es deutsche Medien nach der Auslosung der Qualifikationsgruppen für die Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien (12. Juni - 13. Juli) am Samstag in Rio de Janeiro.

Brasiliens WM-Rekordtorjäger zog Deutschland zusammen mit Österreich, Schweden, Irland, Färöer und Kasachstan in die Gruppe C.

Während das DFB-Team von Joachim Löw klar als Favorit eingestuft wird, zeigten sich neben ÖFB-Präsident Leo Windtner und Teamchef Dietmar Constantini auch Vertreter von Schweden und Irland mit dem Los zufrieden.

"In dieser Gruppe ist Platz eins Pflicht"

Deutsche Medien sprechen von "Losglück" (Berliner Zeitung) und einer "leichten Gruppe" (Bild am Sonntag). "WM, wir kommen!", titelte die BamS und sah Platz eins und damit die direkte Qualifikation als relativ leicht erreichbares Ziel. "Gegen diese Quali-Gegner sollte unsere Nationalelf in jedem Fall das Ticket für den WM-Trip nach Südamerika buchen." Die Berliner Zeitung forderte offensiver: "In dieser Gruppe ist Platz eins Pflicht."

"Froh nicht in Todesgruppe zu sein"

Oliver Bierhoff, der Teammanager des DFB-Teams, der bei der Auslosungszeremonie Nationaltrainer Löw vertreten hatte, gab sich zurückhaltender, aber optimistisch.

"Wir müssen konzentriert zur Sache gehen, sind aber Favorit. Ich bin froh, dass wir nicht in einer Todesgruppe sind wie Frankreich und Spanien", sagte Bierhoff.

Zudem warnte er aber auch pflichtbewusst: "Man kann sich nicht darauf ausruhen, dass man Favorit ist. Die anderen Nationen holen auf, wir müssen alle Spiele hochkonzentriert angehen".

Bierhoff warnt vor Irland

Dass es nach der laufenden EM-Qualifikation wieder zu einem Duell mit Österreich kommt, gefällt dem einstigen Österreich-Legionär.

"Wir freuen uns drauf. Das sind immer interessante Spiele. Die Österreicher werden wieder hochmotiviert gegen uns spielen. Gegen die ist es immer schwer. Da herrscht natürlich auch eine besondere Stimmung. Ich sehe aber auch Irland sehr stark. Die werden es uns nicht leicht machen, die haben immer so eine tolle Atmosphäre, großen Enthusiasmus und Begeisterung. Das wird kein leichter Gang", meinte Bierhoff.

"Haben von Österreich Haue bekommen"

Schwedens Verbandspräsident Lars-Ake Lagrell sprach von einem "brauchbaren Los", warnte aber auch vor Österreich.

Lagrell erinnerte an die Qualifikation für die WM 1998 in Frankreich, in der die Schweden gegen Österreich zweimal mit 0:1 verloren hatten.

"Natürlich ist Deutschland in der Gruppe sonnenklarer Favorit. Österreich ist immer schwierig, besonders auswärts. Wir haben 1996/97 in der WM-Qualifikation von ihnen Haue bekommen", erklärte Lagrell.

Schweden zuversichtlich

Zuversicht herrschte auch bei der Mannschaft. "In meinen Augen ist kein Alptraumgegner dabei. Wir haben eine ausgeglichene und spannende Gruppe erwischt", meinte Teamchef Erik Hamren.

Teamspieler Anders Svensson stufte sich und seine Kollegen als zweitbestes Team hinter Deutschland ein.

"Schweden ist Favorit auf den zweiten Gruppenplatz. Ich denke schon, dass wir besser als die übrigen Teams sind, aber Irland wird hart, besonders auswärts. Österreich hat auch keine schlechte Mannschaft, sie sind ungefähr auf dem Niveau von Ungarn oder Norwegen", so seine Einschätzung.

Wiedersehen mit Trapattoni

John Delaney, Generalsekretär des irischen Verbands, war mit der Gruppe C ebenfalls "sehr zufrieden".

"Deutschland ist der Favorit, aber wir geben uns nicht geschlagen. Unser Ziel ist es, mit unseren Fans nach Brasilien zu kommen", sagte der Generalsekretär.

Laut Delaney war auch Teamchef Giovanni Trapattoni, einst in Deutschland und Österreich (Salzburg) Trainer, erfreut.

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