…ÜBER ÖFB-SUPERSTAR DAVID ALABA:

David Alaba ist ein wundervolles Beispiel dafür, wie sich ein Talent über ein paar Jahre hinweg entwickeln kann. Ich habe ihn damals schon beim FC Bayern beobachten dürfen. Damals war er 16 Jahre alt und wir haben schon über sein Potenzial und Talent gesprochen. Inzwischen ist er auf der obersten Ebene zu sehen – in der Champions League mit dem FC Bayern, aber natürlich auch in der österreichischen Nationalmannschaft. Das Angenehmste an der ganzen Geschichte ist jedoch, dass der Junge am Boden geblieben ist. Er verhält sich normal, er ist er selbst. Dafür verdient er großen Respekt. Ich würde ihn natürlich sofort für mein Team nehmen.

…ÜBER DIE „HEIMKEHR“ VON RAPID-STÜRMER TERRENCE BOYD:

Es ist ein aufregender Moment für Terrence. Er ist ein junger, sehr, sehr hungriger Spieler, der extrem stolz darauf ist, für uns zu spielen. Als wir ihn vor eineinhalb Jahren dazu genommen haben, spielte er noch in der 4. Liga. Aber wir haben seine Qualität, seinen Hunger und seinen Willen, dazuzulernen, gesehen. Er befindet sich in der Mitte dieses Prozesses, lernt jedes Mal neu dazu. Wir können in seinen Augen sehen, dass er dem Spiel gegen Österreich enorm entgegenfiebert. Ich bin mir sicher, dass er seine Einsatzzeit bekommen wird.

Es ist aber nicht Aufgabe des Fußballs mit den großen amerikanischen Sportarten American Football, Baseball und Basketball in Konkurrenz zu treten. Das ist nicht der Sinn der Sache. In einem Land mit 300 Millionen Einwohnern ist auch für den Fußball genügend Platz. Wenn man sich den Unterschied im Vergleich zu vor zehn Jahren anschaut: Wir haben inzwischen fünf, sechs Fernsehsender, die rein auf Fußball spezialisiert sind. Das konnte man sich früher gar nicht vorstellen. Man kann sich Ligen aus aller Welt anschauen – natürlich die USA, Nachbar Mexiko, aber auch die Bundesliga, die Premier League, Italien oder Spanien – alles wird übertragen. Man hat jetzt einfach diesen Hunger, in die Weltspitze vorzudringen. Das Ziel ist, qualitativ wirklich in die ersten 10 bis 15 reinzukommen und sich mit den Großen zu messen.  Wir haben noch einen Weg vor uns, aber der Fußball ist definitiv angekommen in den USA.

Peter Altmann

…ÜBER DIE PERSPEKTIVEN DES US-TEAMS:

Wir haben in den USA mittlerweile den Anspruch, dass wir uns bei der WM für die K.o.-Runde qualifizieren wollen. Das Minimum ist natürlich, sich überhaupt erst einmal für die WM zu qualifizieren – alles andere wäre eine große Enttäuschung. Die Ansprüche sind, dass man aus der Gruppenphase rauskommt, egal in welche Gruppe man kommt – wir wissen, dass bei der Auslosung ein paar Todesgruppen möglich sind. Und dann ist natürlich auch der Anspruch da, mal ein paar größere Nationen zu ärgern und herauszufordern. Das haben wir vor. Wir wollen für Brasilien eine Mannschaft aufbauen, welche die Qualität, die Erfahrung und den Willen hat, weiter zu kommen als man jemals zuvor gekommen ist. Das ist unser Wunsch. Wir wissen, dass in der K.o.-Runde alles passieren kann.

…DARÜBER, DASS DIE USA IN DER WELTRANGLISTE 40 PLÄTZE VOR ÖSTERREICH LIEGEN:

Wir schauen nicht auf die Weltrangliste. Wir wissen, dass diese Zahlen nicht widerspiegeln, auf welchem Niveau sich ein Land befindet.  Wir sind natürlich froh, dass wir da ein bisschen nach oben klettern, das bringt mehr Respekt außerhalb der Vereinigten Staaten. Aber wir wissen sehr wohl einzuschätzen, dass es nicht die große Bedeutung hat.

…DEN GESTIEGENEN STELLENWERT DES SOCCERS IN DEN USA:

Ich denke generell, dass der Fußball in den USA den Durchbruch geschafft hat. In den letzten 15 bis 20 Jahren ist unglaublich viel passiert. Es gibt eine junge Liga – die MLS ist knapp 20 Jahre alt. Sie wird jedes Jahr stärker. Es gibt Investoren, die ihresgleichen suchen. Es werden fußballspezifische Arenen gebaut. Die Nachwuchsförderung wird immer intensiver, das Universitätssystem ist damit verbunden. Es passiert auf allen Ebenen unglaublich viel im Fußball in den USA. Natürlich ist die Nationalmannschaft die Lokomotive des Ganzen. Wenn die Nationalmannschaft gut spielt, wie in diesem Jahr den Gold-Cup gewinnt und Mexiko nach hinten verweist, hat das eine große Ausstrahlung auf alle, die am Fußball interessiert sind.

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