Noch ist offen, ob Hinteregger fest in den Kader des A-Teams aufrückt oder wieder zur U21 zurückkehrt, die er gerne als Kapitän zur Europameisterschaft führen möchte. Vorerst gilt es ohnehin, die erstmalige Beförderung zu feiern: „Das Trikot nehme ich mit nach Hause, sonst hätte ich es getauscht. Es wird einen Ehrenplatz bekommen.“

Zulechner: „Ich kann es noch gar nicht realisieren“

Unvergesslich bleibt der 19. November 2013 auch für Zulechner, der als erster Nationalspieler des SV Grödig in Österreichs Fußball-Geschichte eingeht. In Minute 85 durfte er Hinterseer ablösen.

„Ich kann es noch nicht ganz realisieren. Ich freue mich total, dass ich reingekommen bin. Am Anfang der Woche habe ich nicht damit gerechnet“, gesteht der Stürmer, der seinen Pessimismus bezüglich eines Einsatzes wiefolgt begründete:

„Ich war das erste Mal dabei, da rechnet man sich nicht wirklich große Chancen aus. Aber ich wollte die ganze Woche zeigen, was ich kann. Ich denke, das ist mir auch gelungen.“

Lust auf mehr

Gerade seine Trainingsleistungen seien ihm wichtig, da er im Match nicht wirklich die Gelegenheit hatte, sein Können zu zeigen.

Mit dem 23-Jährigen freute sich jedenfalls ein ganzer Verein, ist er derzeit doch das positive Gesprächsthema beim Aufsteiger: „Ich habe schon ein paar Glückwunsch-SMS bekommen. Es herrscht auch in der ganzen Mannschaft totale Freude.“

Wenn man einmal Nationalteam-Luft geschnuppert hat, macht dies natürlich Lust auf mehr. Zulechner ist jedenfalls fest entschlossen, weitere ÖFB-Einsätze folgen zu lassen:

„Ich werde jetzt schauen, dass ich bei Grödig meine Leistung bringe. Ich denke, wenn die passt, wird es auch wieder eine Chance geben.“


Peter Altmann/Bernhard Kastler/Martin Wechtl/Jakob Faber

Als alleinigen Karrierehöhepunkt möchte Hinterseer seine ÖFB-Premiere indes nicht einordnen, diesbezüglich fällt ihm auch die wundersame Wende beim Nichtabstieg des FC Wacker ein: „Das Debüt rangiert gleichauf ganz oben mit dem letzten Spiel der vergangenen Saison in Wolfsberg.“

Dass er schon für das letzte Länderspiel auf den Färöer nachnominiert wurde, habe ihm sehr geholfen, weil er in diesen drei Tagen bereits die anderen Spieler sowie die Abläufe im Nationalteam kennenlernen durfte.

Mit der Integration gebe es aber ohnehin keine Probleme: „Marc Janko oder Christian Fuchs greifen dir sofort unter die Arme. Vom Jugendnationalteam habe ich noch David Alaba und Aleksandar Dragovic gekannt. Da kommt man sofort mal rein. Sie machen es einem nicht schwer, in die Mannschaft zu kommen.“

„Beim Verein wird eine ganz andere Taktik gespielt“

Auch Hinteregger konnte sich auf die Unterstützung der etablierten Kräfte verlassen: „Drago und Fuchsl spielen neben mir und sind für mich Führungsspieler im Team. Ich horche ihnen zu und führe aus. Ich versuche aber natürlich auch, ihnen zu helfen. Im ersten Spiel hält man sich an die Spieler, die länger dabei sind. Drago ist ja auch schon ein Routinier.“

Bei Salzburg für seine gute Spieleröffnung bekannt, agierte der 21-Jährige gegen die USA eher schnörkellos: „Ich habe mich speziell auf die Defensivaufgaben konzentriert. Das ist gut gelaufen.“

Eingangs erwähnten größeren Druck als bei Red Bull begründete der Blondschopf auch damit, dass er sich in kurzer Zeit an eine andere Spielweise als in Salzburg gewöhnen musste: „Man muss sich komplett umstellen, weil beim Verein eine ganz andere Taktik gespielt wird. Aber deswegen waren wir auf Trainingslager, wo wir gut eingestellt wurden.“

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