Einzelkritik: Trio sticht heraus

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LAOLA1-Einzelkritik zu Österreich-Kasachstan

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Da ist der erste „Dreier“ in der WM-Qualifikation!

Das ÖFB-Team hat den Worten Taten folgen lassen und Kasachstan im Wiener Ernst-Happel-Stadion mit 4:0 (1:0) besiegt.

Teamchef Marcel Koller stellte dabei gegenüber der Nullnummer von Astana auf drei Positionen um, alle drei Veränderungen entpuppten sich als Goldes wert.

So gab David Alaba nach über dreimonatiger Verletzungspause sein Comeback, Marc Janko agierte als Solo-Spitze und Florian Klein ersetzte György Garics.

LAOLA1 nahm die rot-weiß-rote Auswahl genau unter die Lupe:

  ROBERT ALMER (6 Spiele/0 Tore)

Erlebte einen mehr als ruhigen Tag. Die Kasachen gaben in der ersten Hälfte genau zwei Torschüsse ab, eingreifen musste der 28-jährige Düsseldorf-Keeper dabei jedoch nicht. Auch nach der Pause hatte der ÖFB-Schlussmann mehr mit den kühlen Temperaturen, als mit dem Gegner zu kämpfen.

 

FLORIAN KLEIN (12/0)

Der Oberösterreicher ersetzte auf der rechten Seite György Garics und kam somit zu seinem ersten Teameinsatz seit dem 3:2-Erfolg gegen die Ukraine am 1. Juni. Interpretierte seine Position sehr offensiv. Der 25-Jährige war immer anspielbar, harmonierte ausgezeichnet mit Vordermann Martin Harnik und war somit eine Bereicherung für die an diesem Tag sehr starke rechte Seite.

 

SEBASTIAN PRÖDL (37/3)

Machte gleich nach wenigen Minuten Bekanntschaft mit einem kasachischen Ellbogen und musste seine blutende Nase behandeln lassen. Steckte den Schmerz schnell weg und ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen. Während Innenverteidiger-Partner Pogatetz immer wieder den Weg nach vorne suchte, sicherte der Steirer als letzter Mann ab und rückte nur bei Standards auf. Wurde in der 59. Minute aufgrund der Nachwirkungen des Ellbogen-Checks ausgetauscht.



EMANUEL POGATETZ (51/2)

Defensiv kaum gefordert, schaltete sich der 29-Jährige mit Fortdauer der Partie immer öfters in den Angriff ein. Ein energischer Antritt in Minute 12 leitete eine Arnautovic-Chance ein, auch sonst ungewohnt präsent in der gegnerischen Hälfte.



CHRISTIAN FUCHS (51/1)

Die Pferdelunge machte seinem Namen alle Ehren und marschierte an der Seitenlinie rauf und runter. Erfüllte die (wenigen) Defensivaufgaben in gewohnt souveräner Manier und sorgte bei seinen Hereingaben das ein ums andere Mal für Alarmstufe Rot im kasachischen Strafraum.



 VELI KAVLAK (21/1)

Erhielt den Vorzug gegenüber Baumgartlinger im defensiven Mittelfeld. Arrangierte sich gut mit dem umtriebigen Alaba, so dass die Kasachen vor allem in den ersten 30 Minuten nicht zu sehen waren. In die Offensive schaltete sich der 23-Jährige weniger ein, fiel deshalb auch kaum auf. Abgesehen von wenigen Fehlpässen, solides Länderspiel des Besiktas-Legionärs.

 

DAVID ALABA (20/1)

Was für ein Traum-Comeback nach drei Monaten Verletzungspause! Der Wurf ins kalte Wasser hätte sich nicht mehr bezahlt machen können. Der Bayern-Legionär war von Beginn weg Dreh- und Angelpunkt, hatte viele Ballkontakte und suchte auch den Torabschluss. War an drei von vier Treffern beteiligt, legte die zwei Janko-Treffer mit zwei perfekten Flanken auf, traf per Distanz-Volley die Stange, ehe er seine Top-Leistung mit dem Treffer zum 3:0 krönte. In der 80. Minute unter Standing Ovations ausgetauscht. Sechs Bälle wären angebracht!

 

MARTIN HARNIK (33/8)

Kehrte von der Position als Solospitze in die offensive Dreierkette des Mittelfelds zurück und fühlte sich auf der rechten Seite auch wohler. Zog von dort immer wieder in die Mitte und suchte den Torabschluss, nahm sich vor der Pause aber wie die komplette Offensive eine Auszeit. Etwas fehlte es an der Durchschlagskraft, leider auch wieder vor dem Tor, wo er in Minute 66 das 3:0 machen hätte können/müssen. Mit dem Treffer zum 4:0 strafte er nicht nur seine Kritiker lügen, sondern es fiel ihm auch ein gewaltiger Stein von Herzen.



ZLATKO JUNUZOVIC (23/3)

Das Spiel lief ähnlich wie am Freitag am Werder-Legionär vorbei. Der 25-Jährige konnte sich nicht entfalten, die Bälle nicht verteilen und hatte auch mit den Zweikämpfen so seine Probleme. Bemühen war wie immer da, manchmal fehlte auch das Ballglück, aber gelingen wollte an diesem Abend einfach nichts. Die Kasachstan-Spiele sollte der Ex-Austrianer schnell abhaken.

 

MARKO ARNAUTOVIC (22/7)

Überzeugte mit viel mehr Spielfreudigkeit als in Astana. Nicht alle seine Aktionen glückten, aber der 23-Jährige war immer wieder anspielbar, prüfte mit seinen Schüssen Goalie Sidelnikov und war einer der auffälligsten Antreiber im ÖFB-Team. Wollte es manchmal zu kompliziert machen – Stichwort Ferserl-Flanke. Harmonierte aber sehr gut mit seinem Freund Alaba, was in dem Assist zum 3:0 gipfelte. Auch das 4:0 durch Harnik bereitete er mustergültig vor.

 

MARC JANKO (30/13)

Neben Alaba der Matchwinner! Rutschte zum ersten Mal seit dem 3:1 im Februar gegen Finnland wieder in die Startelf. Versuchte oft seine Kollegen zu bedienen, was nicht immer gelang. Seine große Stärke zeigte er bei seinen beiden Treffern, die er jeweils mustergültig per Kopf versenkte. Machte aus drei Chancen, zwei Tore, effektive Rückkehr in die Startelf!

 

ALEKSANDAR DRAGOVIC (17/0)

Der Basel-Legionär kam in der 59. Minute für den angeschlagenen Prödl in die Begegnung. Holte sich nach wenigen Minuten mit einem starken Tackling Sicherheit, wurde danach aber so gut wie gar nicht gefordert.

 

CHRISTOPH LEITGEB (29/0) – zu kurz eingesetzt

 

JAKOB JANTSCHER (13/1) – zu kurz eingesetzt

 


- Sehr Gut

- Gut

- Befriedigend

- Genügend

- Nicht Genügend

 

Martin Wechtl/Bernhard Kastler

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