Das war allerdings nicht der Grund für Kavlaks Auswechslung in der Halbzeit-Pause, schließlich erfüllte er bis dahin seine Aufgabe neben Julian Baumgartlinger zufriedenstellend.

„Ich habe deswegen rausmüssen, weil der Trainer etwas anderes probieren wollte“, wusste der türkischstämmige Wiener.

Auswechslung aus taktischen Gründen

Diese Sicht der Dinge bestätigte daraufhin auch Koller, der mit der Hereinnahme von Christoph Leitgeb neue Impulse im Spiel nach vorne setzen wollte.

„Ich war mit Kavlak nicht unzufrieden, aber Leitgeb hat eine bessere Offensiv-Ausrichtung. Ich denke, das hat sich ausgezahlt, denn so hatten wir mehr Ballbesitz 30 bis 40 Meter vor dem gegnerischen Tor. So sind wir zu Möglichkeiten gekommen.“

Somit fiel der Türkei-Legionär der Auflösung der Doppel-Sechs zum Opfer, während mit dem bei Salzburg kaum noch eingeplanten Strategen eine „Acht“ ins Spiel kam.

Auch für Nebenmann Baumgartlinger war es keine große Umstellung, da man seiner Meinung nach schon in der ersten Hälfte defensiv sehr kompakt stand und die Iren kaum durchkommen ließ.

„Es wird ein richtiges Finale werden“

In seinem 27. Länderspiel-Einsatz bewies Kavlak aber einmal mehr, dass er längst zum Stammpersonal zählt und trotz einer Verletzung der Nationalauswahl alles unterordnet.

Seine Teamkollegen honorierten seinen Einsatz für das Team, indem Torschütze David Alaba nach der Umarmung mit Teamchef Koller ganz bewusst den bereits Ausgewechselten suchte.

Sein großes Ziel ist wenig verwunderlich die WM-Endrunde in Brasilien, der ganze Fokus gilt aber vorerst dem erreichten „Finale“ auswärts gegen Schweden am 11. Oktober.

„Wir können es dort richten. Wir haben sie schon einmal geschlagen und können sie noch einmal schlagen. Es wird ein richtiges Finale werden“, brennt der der Besiktas-Profi auf das Spiel der Spiele.

Bis dahin wünscht er sich, dass jeder einzelne Spieler verletzungsfrei bleibt, um mit Vollgas angreifen zu können. Bis dahin sollte auch Kavlak wieder ohne Maske auflaufen können.

Der Leitspruch wird aber weiterhin beibehalten: Alle für einen, einer für alle.


Alexander Karper

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