Man kennt sich

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KLUFT ZWISCHEN LEGIONÄREN UND BUNDESLIGA-SPIELERN: Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass Koller auch gegen Griechenland seine Startelf ausschließlich mit Legionären besetzt. Dass die Kluft zwischen im Ausland engagierten Kickern und Bundesliga-Vertretern immer größer wird, will der Teamchef so nicht gelten lassen: „Das hat nichts mit heimischen Spielern oder Legionären zu tun. Wir versuchen, das Beste für uns herauszufinden.“ Der Großteil der besten heimischen Kräfte spielt nun mal jenseits der Landesgrenzen. Zudem betont der Schweizer, dass sich auf der Abrufliste einige junge Österreicher befinden würden: „Es ist aber auch so, dass die U21 mit der Qualifikation beginnt. Wenn wir zwei, drei Spieler hochziehen, würden sie dort fehlen.“ Bezüglich der Niveau-Diskussion rund um die Bundesliga sieht Koller den Fehler im Maßstab: „Österreicher vergleichen sich immer mit Deutschland. Mit der Bundesliga oder den Ligen in England, Italien, Spanien oder Frankreich kann man sich aber nicht vergleichen.“

SCOUTS: Die Begegnung stößt auch bei internationalen Vereinen auf Interesse. Bayer Leverkusen, Borussia Dortmund, VfL Wolfsburg, VfB Stuttgart, Hoffenheim, der Hamburger SV, Ingolstadt, Sampdoria Genua und Atalanta Bergamo entsenden Scouts nach Salzburg. Für den DFB nimmt Chefscout Urs Siegenthaler die ÖFB-Elf unter die Lupe. Liechtenstein hat Ex-Ried-Coach Heinz Fuchsbichler als Spion im Stadion sitzen, um den nächsten WM-Qualifikations-Gegner Griechenland zu beobachten.

SALZBURG: Länderspiele in Salzburg hatten zuletzt Seltenheitswert. In der Red-Bull-Arena ist es überhaupt erst das zweite nach dem glücklichen Last-Minute-Sieg gegen Kasachstan (2:0) im September 2010 beim Auftakt in die EM-Qualifikation. Davor gastierte der ÖFB über 14 Jahre lang nicht in Salzburg – genauer gesagt seit Mai 1996, als gegen Tschechien ein 1:0-Sieg gelang. Diese Partie fand wie alle übrigen Länderspiele in Salzburg im inzwischen abgerissenen Lehener Stadion statt. Die Bilanz ist mit neun Siegen und nur einer Niederlage (2:4 gegen Polen 1992 unter Teamchef Ernst Happel) klar positiv, das Torverhältnis beträgt 35:5. Dazu trägt auch das legendäre 9:0 gegen Malta 1977 bei, in dem Hans Krankl für sechs Treffer verantwortlich zeichnete. Für die Partie gegen Griechenland erwartet der ÖFB gut 20.000 Zuschauer.

Peter Altmann

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