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LAOLA1-Einzelkritik zu Österreich-Deutschland

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Und wieder nix zu holen gegen Deutschland.

Österreich verliert zum WM-Auftakt gegen den dreifachen Welt- und Europameister nach einer couragierten Leistung knapp mit 1:2 (0:1).

Die Mannschaft von Trainer Marcel Koller zeigte dabei vor allem in der ersten Hälfte welches Potenzial in ihr steckt, ging schlussendlich aber erneut gegen den "großen Nachbarn" leer aus.

LAOLA1 nimmt die ÖFB-Kicker genau unter die Lupe.

  ROBERT ALMER (4 Länderspiele/0 Tore):

Sorgte nach wenigen Minuten für eine Schrecksekunde, als er einen Rückpass beinahe ins eigene Tor schlug. Ließ sich dadurch aber nicht aus der Bahn werfen und war stets zur Stelle. Bewies vor allem nach einem Schnitzer von Garics große Klasse und rettete gegen Müller. Die deutschen Weitschüsse waren für den 28-Jährigen eine leichte Beute. War beim Gegentreffer von Reus nur noch mit der Hand dran und beim verwandelten Elfmeter von Mesut Özil chancenlos.

 

GYÖRGY GARICS (28/1):


Bekam es abwechselnd mit Thomas Müller und Marco Reus zu tun. Musste viel Defensiv-Arbeit leisten und schaltete sich nur selten in die Offensive ein. Wirkte teilweise überfordert. Schoss in der Anfangsphase Toni Kroos an und leitete damit eine tolle Möglichkeit der Deutschen ein. Attackierte vor dem 0:1 zu zaghaft und ließ Reus passieren.



EMANUEL POGATETZ (49/2):

Der 29-Jährige war bis in die Knochen motiviert, stellte sich gleich zu Beginn mit einem Foul bei Miroslav Klose vor und war auch sonst sehr giftig. Hatte Deutschlands Solo-Spitze gut im Griff und war sehr aufmerksam. Entschärfte einen tollen Lochpass mit großem Einsatz und war sich auch sonst für keine Drecksarbeit zu schade.

 

SEBASTIAN PRÖDL (35/3):

Der 25-Jährige bildete gemeinsam mit Emanuel Pogatetz das erwartete Innenverteidiger-Duo. Präsentierte sich in seinem 35. Länderspiel gewohnt stark in Luftduellen und ruhig am Ball. Ließ den Deutschen bei ihren Angriffen durch die Mitte keinen Platz zum Entfalten und zeigte seine große Übersicht. Bekam allerdings schnell eine Gelbe Karte (18.) und attackierte danach vorsichtiger.



CHRISTIAN FUCHS (49/1):

Der Kapitän brachte seine gewohnten Tugenden ins Spiel. Zweikampfstark, bissig und ungemein lauffreudig. Hatte in der ersten Spielhälfte seine Gegenspieler gut im Griff, nach Seitenwechsel mehr beschäftigt und gefordert. Sah Gelb nach Foul an Thomas Müller (60.). Offensiv war der 26-jährige Schalke-Legionär jedoch nicht so zwingend, wie man es von ihm in anderen Spielen schon gesehen hat.




JULIAN BAUMGARTLINGER (23/0):

Von Beginn an sehr präsent, laufstark und zweikampfstark. Bewies zudem beim Zuspiel zu Harniks Großchance ein gutes Auge. Ließ nach einem Eckball in der 35. Minute von der Strafraumgrenze eine Top-Schussgelegenheit aus. In weiterer Folge abgebrüht, entnervte er seine Gegenspieler mit beharrlichem Forechecking. Holte sich in der 81. Minute noch Gelb ab.



VELI KAVLAK (19/1):

Bissig und ein unangenehmer Gegenspieler vor allem für die deutschen Spieler in der Zentrale, Khedira, Kroos und Özil. Zog immer entscheidend die Schlinge zu, wenn es darum ging, die Räume dicht zu machen. Ging jedoch zu ungestüm in den Zweikampf mit Müller. Der Elfmeter, den Özil zum zwischenzeitlichen 2:0 verwandelte, war die Folge.



MARKO ARNAUTOVIC (20/7):

Holte sich gleich mit seiner ersten Aktion die Fans auf seine Seite. Leitete mit einem sehenswerten Dribbling Harniks Chance in Minute 12 ein. Nahm sich mit Fortdauer der ersten Hälfte kurze Auszeiten, um danach wieder da zu sein, wenn er gebraucht wurde. Stellte bei der Vorarbeit zum 1:2 seine Klasse unter Beweis, als er Schmelzer und Götze austanzte und Junuzovic bediente. Machte auch danach mit seiner Schnelligkeit viel Wirbel über die Außenbahn, doch seine Mitspieler stiegen nicht immer auf seine Ideen ein. Ließ in der 87. Minute den "Matchball" zum 2:2 aus kurzer Distanz aus und schob drei Minuten später einen Ball in die Arme von Neuer.



ZLATKO JUNUZOVIC (21/3):

Wie immer unglaublich viel unterwegs und erster Mann, wenn es ums Pressing in der gegnerischen Hälfte ging. Sein Abschluss nach Ballgewinn in der 17. Minute landete in den Armen von Neuer. Immer anspielbar und schwer vom Ball zu trennen. Viele gute Aktionen entsprangen seiner Feder. Krönte seine Leistung mit dem Treffer zum 1:2. in der 57. Minute und beschäftigte die Deutschen auch noch in der heißen Schlussphase.



ANDREAS IVANSCHITZ (57/10):

Gab in der 15. Minute mit einem Hammer aus 20 Metern sein erstes Ausrufezeichen. Der Ball klatschte nur knapp an der Stange vorbei. Hatte nach Solo (41.) Pech, als ein Schuss als Pressball sein Ziel verfehlte. In weiterer Folge bemüht, aber bei weitem nicht so auffällig wie seine offensiven Nebenmänner Junuzovic oder Arnautovic.



MARTIN HARNIK (30/7):

Hatte in der 4. Minute nach Vorarbeit von Baumgartlinger eine Top-Chance auf dem Fuß, wartete alleine vor Neuer aber zu lange, bis Badstuber eingreifen konnte. Sieben Minuten später fackelte er nicht so lange, verfehlte das Tor aber deutlich. In der 12. Minute fehlten nur Zentimeter zum Torerfolg. Ließ sich bei Top-Chance in der 27. Minute nach schnellem Einwurf im Zweikampf gegen Badstuber zu leicht fallen. Kein Elfer! War in der 30. Minute auf und davon, setzte aber den guten Schuss ans Außennetz. Musste sich bis zu seiner Auswechslung in Minute 55 (nach einem Schlag in die Rippe) nur seine Abschlussschwäche ankreiden lassen.

 

GUIDO BURGSTALLER (5/0)

Wurde in der 55. Minute für den engagierten Martin Harnik eingewechselt. War sehr bemüht und hätte beinahe einen Fehlpass von Lahm eiskalt ausgenützt, scheiterte aber an DFB-Keeper Manuel Neuer.

 

 

JAKOB JANTSCHER (11/1)  Zu kurz eingesetzt

 

MARC JANKO (28/11)  Zu kurz eingesetzt

 

- Sehr Gut

- Gut

- Befriedigend

- Genügend

- Nicht Genügend

 

Alexander Karper/Martin Wechtl

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