LAOLA1-Einzelkritik zu Österreich-Finnland

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In seinem zweiten Spiel als ÖFB-Teamchef und bei der gleichzeitigen Heim-Premiere, gab es für Marcel Koller den ersten Sieg.

Der 3:1-Sieg gegen Finnland in Klagenfurt war der erhoffte gelungene Start ins Länderspieljahr 2012.

Aber haben Alaba und Co. auch überzeugt?

LAOLA1 schaute den ÖFB-Kickern wie gewohnt genau auf die Beine.

 

 ROBERT ALMER (2 Länderspiele/0 Tore)

Der Düsseldorf-Keeper bekam in seinem zweiten Länderspiel wenig zu tun. Wenn der Ball in seine Richtung kam, leistete er sich keinen Fehler. So auch nach einer halben Stunde, als ihn Garics mit einem riskanten Rückpass in Bedrängnis brachte, der Steirer aber kühlen Kopf bewahrte. Bei hohen Bällen strahlte er die gewohnte Sicherheit aus. Beim Gegentreffer von seinem Vereinskollegen Furuholm chancenlos.

 

GYÖRGY GARICS (24 Länderspiele/1 Tor)

Der Italien-Legionär lieferte bei seinem Comeback eine solide Leistung ab. Zu Beginn spielte er fast ausschließlich weite Pässe, ehe er es mit Fortdauer der Partie doch auch mit Kurzpassspiel versuchte. Der Spielaufbau lief selten über seine Seite, wenn doch, waren Anspielmöglichkeiten in der Offensive rar gesät, nur Querpässe möglich. Defensiv fehlerlos, offensiv – abgesehen von einem guten Schuss mit seinem schwachen linken Fuß in der 35. Minute – wenig zu sehen.

 

FRANZ SCHIEMER (23/4)

Der nachnominierte Salzburg-Profi stand überraschend in der Startelf. Defensiv war der Oberösterreicher kaum gefordert. Im Spielaufbau überließ er die Eröffnung zumeist Dragovic, was angesichts einiger unnötiger Fehlpässe, wenn er es doch versuchte, eine gute Idee war.

 

  ALEKSANDAR DRAGOVIC (15/0)

Der Innenverteidiger brachte seine ausgezeichnete Form aus Basel nach Klagenfurt mit und lieferte eine starke Partie ab. In Zweikämpfen ließ der Wiener nichts anbrennen und war stets Herr der Lage. In der Spieleröffnung mit umsichtigen Pässen ohne großes Risiko. Er sah in der 28. Minute Gelb, nachdem ihn Arnautovic mit einem unnötigen Rückpass in Bedrängnis gebracht hatte.

 

MARKUS SUTTNER (1/0)

Ein durchschnittliches Debüt im Nationalteam. Der Linksverteidiger wirkte zu Beginn ein wenig nervös, gewann mit Fortdauer der Partie aber an Selbstvertrauen und Sicherheit. Der Austrianer schaltete sich gelegentlich in die Offensive ein, seine Flanken ließen jedoch die notwendige Präzision vermissen. Defensiv solide, rettete in der Schlussphase auf der Linie.

 

MARTIN HARNIK (29/7)

Der Stuttgart-Goalgetter war zu Beginn kaum zu sehen, lediglich wenn er in die Mitte zog, war er ins Spiel eingebunden. Nach und nach steigerte er sich aber. In der 54. Minute durfte er per Kopf seinen siebenten Länderspiel-Treffer bejubeln. Schließlich holte er auch noch den Elfmeter zum 3:0 heraus. Am Ende trug er die Kapitänsschleife.

 

JULIAN BAUMGARTLINGER (19/0)

Der Mainz-Legionär überließ vor allem zu Beginn der Partie die Verantwortung des Spielaufbaus seinem Nebenmann Alaba. Wenn er sich doch zu einem Pass in die Spitze entschloss, kam dieser so gut wie nie an. Einmal war dem doch der Fall, als er Harniks Treffer mustergültig vorbereitete. Defensiv stopfte er viele Löcher, stand gut. In der 77. Minute ausgewechselt.

 

DAVID ALABA (17/0)

Der stärkste Österreicher auf dem Feld. Im Ballbesitz stets dynamisch mit dem Zug nach vorne. Bei seinen Pässen in die Spitze nahm der Bayern-Profi immer wieder viel Risiko, wurde dafür aber selten belohnt. Je länger die Partie dauerte, umso spielfreudiger wurde er. In der 84. Minute unter großem Applaus ausgewechselt.

 

ANDREAS IVANSCHITZ (53/9)

Der Mainz-Kicker wurde zu Beginn auf der linken Seite aufgeboten, konnte dort aber nur selten Akzente setzen. In der Offensive war er oft auf Sicherheit bedacht und sorgte selten für Gefahr. In der 73. Minute verwandelte er den Elfmeter staubtrocken. In der 85. Minute ausgewechselt.

 

MARKO ARNAUTOVIC (17/5)

Der Bremen-Legionär hat schon bessere Länderspiele abgeliefert. Er war kaum ins Spiel eingebunden, wirkte phasenweise ein wenig lustlos und war in der Offensive oft einfach nicht anspielbar, weil er schlecht stand. Gefährliche Situationen gingen von ihm nicht aus. Er wurde in der 61. Minute ausgewechselt.

 

MARC JANKO (25/11)

Der Portugal-Legionär bekam wenige brauchbare Bälle, war aber im Pressing sehr bemüht. Dafür wurde er auch mit seinem elften und wohl bisher kuriosesten Länderspiel-Tor belohnt – er ging bei einem Rückpass auf Goalie Hradecky nach, und wurde von diesem angeschosssen. In der Pause ausgetauscht.

 

ERWIN HOFFER (28/4)

Er kam in der Pause für Janko ins Spiel und war für die hochstehende Abwehr der Finnen auch prädestinierter. Er sorgte immer wieder für Unruhe, war sehr bemüht, kam jedoch nie wirklich zum Abschluss.

 

ZLATKO JUNUZOVIC (17/1)

Er wurde in der 61. Minute für Arnautovic eingetauscht. Aufgrund einer taktischen Umstellung der Finnen hatte er wesentlich mehr Räume als sein Bremer Klub-Kollege. Der Mittelfeldspieler strahlte Spielfreude aus und kombinierte mit Alaba gefällig. Eine ansehnliche Vorstellung.

 

JÜRGEN SÄUMEL (20/0) – zu kurz eingesetzt

MANUEL ORTLECHNER (8/0) – zu kurz eingesetzt

GUIDO BURGSTALLER (1/0) – zu kurz eingesetzt

YASIN PEHLIVAN (14/0) – zu kurz eingesetzt

 

Harald Prantl

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