Der Einspringer überzeugt

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LAOLA1-Einzelkritik zu Österreich-Färöer

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Die Pflicht souverän erledigt.

Das ÖFB-Team entschied das vierte WM-Qualifikationsspiel gegen Färöer mit 6:0 (3:0) eindeutig für sich und feierte den zweiten Sieg (bei einem Remis und einer Niederlage) in der Gruppe C.

Die Mannschaft von Teamchef Marcel Koller, der nach einer Verletzung von Marc Janko beim Aufwärmen Philipp Hosiner bringen musste/durfte, ließ wie vom Schweizer gewünscht von Start weg keine Frage über den Sieger im Duell mit dem Underdog aus dem hohen Norden aufkommen.

Schon vor der Pause wurde vor 24.200 Zuschauern im Happel-Stadion für klare Verhältnisse gesorgt. Mit diesem Erfolg nahm Rot-Weiß-Rot wichtiges Selbstvertrauen für den harten Brocken am Dienstag in Irland mit.

LAOLA1 nimmt die Spieler in der Einzelkritik unter die Lupe:

  HEINZ LINDNER (3 Spiele/0 Tore)

Der Austria-Goalie durfte sich nach der Verletzung von Robert Almer wieder als Nummer 1 versuchen und hatte de facto gar nichts zu tun. Mit den beiden Torschüssen auf seinen Kasten hatte der Linzer keine Mühe. So wurde dem 22-Jährigen in erster Linie nur kalt. Job erledigt – inklusive oftmaligem Warmhalten.

 

GYÖRGY GARICS (31/2)

Der Bologna-Legionär rutschte anstelle von Florian Klein in die Startelf und hatte wie sein Gegenüber Fuchs defensiv fast nichts zu tun, wenn doch, hatte der 29-Jährige alles im Griff. Schaltete sich nicht so sehr wie Fuchs nach vorne ein, was der Gameplan aber vor allem vor der Pause so vorsah. Profitierte von einem Torwart-Fehler und erzielte nach seinem Premieren-Treffer gegen Liechtenstein 2006 sein zweites Team-Tor.

 

ALEKSANDAR DRAGOVIC (19/0)

Der 22-Jährige erbte von Sebastian Prödl das Leiberl und formierte mit Pogatetz ein souveränes Abwehrzentrum, auch weil die Färinger keine Gefahr ausstrahlten. Der Basel-Legionär gab sich keine Blöße und konnte sich 90 ruhigere Minuten im ÖFB-Teamdress geben.

 

EMANUEL POGATETZ (54/2)

Die einzige defensive Konstante gegenüber dem Wales-Spiel durfte nach mangelnder Spielpraxis bei seinem Klub West Ham wieder einmal 90 Minuten ran und spielte diese trocken herunter, ohne gröbere Probleme zu haben. Wichtige Bewegungstherapie vor dem so wichtigen Irland-Gastspiel.

CHRISTIAN FUCHS (52/1)

Der Kapitän beackerte nach krankheitsbedingter Pause gegen Wales wieder die linke Abwehrseite und bereitete die frühe Führung durch Hosiner mit seiner flachen Hereingabe vor. War hinten sicher, stand vor allem vor der Pause hoch und konnte sich so immer wieder erfolgreich ins Offensivspiel einbringen. In Hälfte zwei spielte der Schalker die Partie wie seine Defensiv-Kollegen trocken runter.

MARKO ARNAUTOVIC (25/7)

Fand schwer in die Partie. Ein Stoppfehler und mehrere Fehlpässe verstimmten auch die Fans. Die von ihm erwarteten Geniestreiche kamen diesmal von anderen. Wechselte immer wieder von rechts auf links, stabilisierte sich mit Fortdauer der Partie ohne zu glänzen. Applaus erntete er jedoch für seine „Spezial-Flanke“ - mit dem rechten Fuß hinter dem linken vorbei.

 

VELI KAVLAK (24/1)

Zweikampfstark als defensiver Mittelfeldspieler, der stets auf Absicherung bedacht war, während Nebenmann Alaba wie gewohnt Offensivdrang entwickeln durfte. Stets anspielbar, jedoch alles in allem eher unauffällig. Wurde in der 56. Minute für Christoph Leitgeb ausgewechselt.

DAVID ALABA (23/2)

Bereits am Morgen war klar, dass das ÖFB-Aushängeschild spielen können würde. Die muskulären Probleme waren körperlich nicht zu merken, aber spielerisch. Konnte nicht wie sonst immer Akzente setzen, dafür probierte er es aber volley aus 30 Metern – das Schlitzohr traf Aluminium. Steigerte sich in Hälfte zwei und kurbelte mehr das Offensivspiel an. Aber war schon besser. Ein Treffer gelang ihm dennoch.

ANDREAS IVANSCHITZ (61/11)

Nahm seine Mainz-Form mit zum Nationalteam und präsentierte sich äußerst spielfreudig. Immer wieder anspielbar, mit guten Ideen im Spiel nach vorne. Erkämpfte sich den Ball, suchte den Abschluss und erhöhte in Minute 28 mit einem Schlenzer auf 3:0. Sehr auffällig, jedoch meist ans Zentrum gebunden, während seine Kollegen weitere Wege gingen. Machte in der 62. Minute Platz für Andreas Weimann.


ZLATKO JUNUZOVIC (25/3)

Wirbelte in gewohnter Manier (zumindest im Nationalteam) hinter Solospitze Hosiner. Bereitete gleich die erste Riesenchance des Austrianers nach wenigen Sekunden mustergültig vor. Vorne bissig, ließ sich aber immer wieder fallen und probierte es auch aus der Distanz. Ein Kopfball streifte nur knapp am Tor vorbei (24.). Attackierte früh und forcierte das Teampressing. Belohnte sich selbst mit dem Treffer zum 4:0 (76.).

  PHILIPP HOSINER (2/2)

Kam aufgrund einer beim Aufwärmen erlittenen Adduktoren-Verletzung von Marc Janko zu seinem Startelf-Debüt. Hatte nach 45 Sekunden die erste Top-Chance, scheiterte aber ebenso an Keeper Nielsen wie in der sechsten Minute nach Traumpass von Alaba. Aller guten Dinge sind drei! Nach Vorarbeit von Fuchs traf Hosiner bei seinem zweiten ÖFB-Einsatz zum ersten Mal (8.). Kassierte nach angeblicher Schwalbe Gelb (13.). Doppelpack in Minute 20! Nach Fehler von Faerö umkurvte der Führende der Bundesliga-Torschützenliste den Keeper. Sehr aktiv und stets brandgefährlich, ein alles in allem vielversprechendes Startelfdebüt.

CHRISTOPH LEITGEB (32/0)

Kam in der 56. Minute für Veli Kavlak ins Spiel. Gliederte sich schnell ins Spiel ein und übernahm den Posten des Ballverteilers im defensiven Mittelfeld. Solide Partie des Salzburg-Profis.

 

ANDREAS WEIMANN (4/0)

Kam in der 62. Minute anstelle von Andreas Ivanschitz ins Spiel. Übernahm die Position am rechten Flügel und schoss aus allen Lagen. Der Aston-Villa-Legionär zeigte, dass er nicht umsonst in der Premier League derzeit gesetzt ist.


MARKUS SUTTNER (7/0)

In der 72. Minute für Fuchs eingewechselt. Er vollendete dessen Job souverän.



 

- Sehr Gut

- Gut

- Befriedigend

- Genügend

- Nicht Genügend

 

Alexander Karper/Bernhard Kastler

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