EM-Quali gegen Russland kommt für Alaba zu früh

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Das ÖFB-Team muss das schwere Auswärtsspiel in der EM-Qualifikation in Russland (14.6.) ohne David Alaba bestreiten.

In einem Gespräch zwischen dem Spieler, Bayern-Sportdirektor Matthias Sammer, ÖFB-Sportdirektor Willi Ruttensteiner und Teamchef Marcel Koller kommt man zu der Entscheidung, Alaba nicht zu nominieren.

Die beste Lösung für Alaba

"Wir haben mit dem FC Bayern eine hervorragende Gesprächsbasis. Der momentane Gesundheitszustand sowie auch unsere Verantwortung gegenüber David haben letztendlich zur Überzeugung geführt, dass dies die beste Lösung für ihn ist", erklärt Koller in einer Aussendung des ÖFB die Beweggründe.

Das Wohl seines wichtigsten Schützlings stehe im Vordergrund. "So schade es für das Team ist, weil David zu den Führungsspielern zählt, so wichtig ist es auch an die Gesundheit des Spielers zu denken", so der Teamchef weiter.

Alaba: "Es ist sehr schade"

Alaba kehrte nach einer im März gegen Bosnien und Herzegowina erlittenen Knieverletzung erst vergangene Woche ins Training des FC Bayern zurück. Dass es noch nicht für die Partie gegen die Russen reicht, bedauert der ÖFB-Star.

"Es ist sehr schade, dass das Spiel gegen Russland nun doch ein wenig zu früh kommt für mich, aber ich bin überzeugt, dass das Team in Moskau wieder eine sehr gute Leistung bringen und gute Chancen auf einen Punktezuwachs haben wird", ist Alaba trotz seines Ausfalls guter Dinge.

Unverständnis für FC Sydney

Ruttensteiner äußert sich indes auch dazu, dass der FC Sydney den Vertrag mit Marc Janko nicht verlängern will, angeblich wegen dessen häufiger Reisen zum Nationalteam.

"Für mich ist es unverständlich, dass das Nationalteam als Begründung verwendet wird. Wir hatten bisher mit dem Verein eine sehr gute Gesprächsbasis und sind dem Sydney FC zum Teil auch entgegen gekommen", kann sich der Sportdirektor keinen Reim darauf machen.

"So haben wir Marc im Herbst vor dem Brasilien Match früher nach Australien entsendet, damit er in der Meisterschaft spielen kann. Der Verein hat schon vor der Verpflichtung gewusst, dass Marc ein Teamspieler und eine unserer Stützen im Team ist, auf die wir nicht so einfach verzichten können", erklärt Ruttensteiner und unterstreicht Jankos herausragende Leistungen für die Australier:

"Marc hat auch bewiesen, dass er trotz seiner Einsätze im Team seine Leistung für seinen Verein bringt, denn sonst wäre er unter anderem nicht zum A-League Fußballer des Jahres gewählt worden. Es gab in dieser Causa bisher keinen Kontakt mit dem Sydney FC."

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