"Damit müssen sie umgehen"

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Der zweite Anzug sitzt

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Serien sind da, um fortgesetzt zu werden.

Der Wiener Austria ist das im Cup-Achtelfinale gegen Altach (Spielbericht) in zweierlei Hinsicht gelungen. Der Erfolg war nicht nur der siebente Pflichtspiel-Sieg hintereinander, sondern auch das fünfte 2:1 in Folge.

„Uns gefällt das Ergebnis sehr gut. Wenn wir weiterhin alle Spiele 2:1 gewinnen, freuen wir uns“, lachte Kevin Friesenbichler.

"Das tut weh"

So überhaupt nicht zum Scherzen aufgelegt waren indes die Gäste aus Vorarlberg. Ein zu Unrecht wegen Abseits aberkannter Treffer von Louis Ngwat-Mahop beim Stand von 1:1 brachte die Gäste auf die Palme.

Sportdirektor Georg Zellhofer war nach dem Schlusspfiff außer sich, wollte sich aber nicht öffentlich äußern. Trainer Damir Canadi hielt sich indes vornehm zurück: „Diese Entscheidungen tun natürlich weh. Wenn du in den letzten fünf, sechs Spielen immer wieder solche spielentscheidenden Situationen hattest, ist das nicht angenehm.“

"Austria gegen uns immer zu zwölft"

Philipp Netzer erklärte: „Ein Tor ist ein Tor! Es ist ja nicht so, dass er einen Einwurf falsch gegeben hat. Es waren auch Kleinigkeiten dabei, die er für die Austria und gegen uns entschieden hat. Es wiederholt sich halt immer wieder.“

Dementsprechend fiel auch die Erklärung des Altach-Spielers aus, warum er und seine Kollegen in diesem Herbst bereits zum dritten Mal gegen die Veilchen verloren hatten: „Sie spielen gegen uns immer zu zwölft.“

"Wenn es ein Risiko war, dann meines"

Was die Wiener diesmal tatsächlich getan haben, war mit einer völlig anderen Elf zu spielen. Abgesehen von Goalie Osman Hadzikic und Innenverteidiger Lukas Rotpuller stellte Thorsten Fink im Vergleich zum 2:1 in Mattersburg auf allen Positionen um.

Ein Risiko? „Wenn es ein Risiko war, dann meines. Ich kriege hinterher auf die Ohren, wenn es nicht klappt. Aber ich habe meinen Spielern vertraut, deswegen war es für mich kein Risiko“, so der FAK-Coach, der „sehr zufrieden“ war.

"Damit müssen sie umgehen"

Die eingesetzten Spieler hätten „gezeigt, dass sie da sind, wenn man sie braucht“. Sie hätten sich mit ihrer Leistung gegen die Altacher „aufgedrängt“. Trotzdem: „Ich gehe davon aus, dass wir die A-Mannschaft, die in Mattersburg gespielt hat, nicht wechseln. Ich habe gewechselt, damit wir am Wochenende mit voller Kraft ins Spiel gehen können. Gegen Red Bull müssen wir laufen wie die Hasen.“

Jene Kicker, die für gewöhnlich nicht erste Wahl sind, müssen sich also gedulden: „Das sind Profis, keine Amateure, die müssen damit umgehen und warten, bis sie ihre Chance kriegen.“

"Habe meine Sache gut gemacht"

Besonders aufgedrängt hat sich Kevin Friesenbichler, der mit seinem Doppelpack Matchwinner der Violetten war. Insgesamt hält der Neuzugang nun schon bei fünf Pflichtspiel-Toren für die Favoritner.

„Ich glaube, ich habe meine Sache gut gemacht. Es schaut danach aus, dass mir der Knopf aufgegangen ist. Ich werde hart an mir arbeiten, damit es so weitergeht“, verspricht der Steirer.

Ebenfalls eine ausgezeichnete Figur gab Tarkan Serbest ab, der vor allem in der ersten Hälfte viele gefährliche Situationen einleitete.

"Die Zuschauer können zufrieden sein"

Dass die Austria im eigenen Stadion derart viele Konter fährt wie an diesem Abend gegen Altach ist ungewöhnlich. Fink freute es: „Ich freue mich, wenn der Gegner gegen uns auch offensiv spielt, damit die Zuschauer ein schönes Spiel sehen. Es waren Torraumszenen auf beiden Seiten, die Zuschauer konnten zufrieden nach Hause gehen.“

Das konnte auch Fink selbst. Denn die Siegesserie wurde prolongiert und der zweite Anzug hat sich als passend erwiesen.

Harald Prantl/Martin Wechtl

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