Bullen siegen beim WSK, Wacker im Elferschießen

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Titelverteidiger Red Bull Salzburg ist am Freitag ohne zu glänzen in die zweite Cup-Runde eingezogen.
 
Der Double-Gewinner setzte sich vor 4.700 Zuschauern beim Regionalligisten Wiener Sportklub mit 2:0 (1:0) durch.
 
Die Tore erzielten Abwehrroutinier Ibrahim Sekagya (31.) sowie der eingewechselte Brasilianer Cristiano (71.).
 
Sportklub versteckt sich nicht
 
Der engagiert auftretende Kultclub aus Wien deutete mehrmals seine Gefährlichkeit an, die Salzburger hatten aber mehr vom Spiel. Für das Führungstor musste allerdings eine Standardsituation herhalten:
 
Sekagya lenkte den Ball nach einer Freistoßflanke von Jakob Jantscher und Kopfball von Neo-Kapitän David Mendes mit der Brust ins Tor.
 
Zwei weitere Treffer wurden kurz vor der Pause wegen Foulspiels von Sturmtank Stefan Maierhofer bzw. wegen Abseits nicht anerkannt.
 
Einzelleistung sorgt für Entscheidung
 
Für die Entscheidung sorgte Cristiano mit einer guten Einzelleistung. Der 25-jährige Mittelfeldspieler setzte sich auf der linken Seite durch, traf mit einem scharfen Schuss von der Strafraumgrenze ins kurze Eck.
 
Den Salzburgern gelang mit dem Sieg im ersten Pflichtspiel der Saison auch die Generalprobe für den Auftakt zur Champions-League-Qualifikation am Dienstag in Luxemburg gegen F91 Düdelingen.
 
Wacker Innsbruck erst im Elferschießen
 
Wacker Innsbruck schrammte am Freitagabend hauchdünn am Erstrunden-Out im ÖFB-Cup vorbei. Der Tabellen-Siebente der vergangenen Bundesliga-Saison setzte sich gegen den Regionalligisten Gratkorn nach 120 torlosen Minuten mit 5:4 im Elfmeterschießen durch.
 
Gratkorn trat frech und couragiert auf, Wacker kam dadurch auf dem Kunstrasen in der Steiermark trotz einiger Chancen nie wirklich ins Spiel. Unmittelbar vor Ablauf der regulären Spielzeit vergaben die Hausherren durch Diego Rottensteiner den Matchball (90+2.). In der Verlängerung präsentierte sich Wacker dann fahrlässig.
 
Wernitznig scheitert im Pirlo-Stil
 
Nach Foul an Julius Perstaller trat Christopher Wernitznig zum Elfmeter an und wollte den Ball im Stile von Italien-Star Andrea Pirlo lässig in die Tormitte schupfen. Der Versuch ging jedoch ordentlich in die Hose, Gratkorn-Goalie Rasim Memic fing den "Schuss".
 
Danach trafen beide Teams noch durch Kevin Maritschneg (105.) bzw. Marcel Schreter (98.) die Stange, ehe das Elfmeterschießen die Entscheidung bringen musste.
 
Dort war dann Gratkorn endgültig auf dem Weg zur Sensation, denn mit Alexander Hauser scheiterte gleich der erste Innsbrucker an Memic. Goalie-Routinier Szabolcs Safar parierte dann aber einen Versuch von Dominik Hackinger, die Entscheidung brachte ein Lattenschuss von Mario Grgic.
 
Horn verliert nach 2:0-Führung
 
Mit dem SV Horn erwischte es einen Zweitligisten. Der Aufsteiger aus Niederösterreich unterlag beim ambitionierten Regionalligisten Austria Klagenfurt nach 2:0-Führung noch 2:3.
 
Die vorentscheidende Wende gab dem Spiel der Ausschluss von Horn-Kapitän Aleksandar Djordjevic wegen Handspiels und nachfolgender Kritik (52.).
 
Den Elfmeter verwertete Ex-Teamspieler Matthias Dollinger zum Ausgleich. Den Siegestreffer besorgte Stefan Erkinger mit einem sehenswerten Volley ins Kreuzeck (76.).
 
Sturm und Admira steigen auf
 
Mit Sturm Graz und Europacup-Starter Admira Wacker Mödling sind neben Salzburg und Innsbruck auch die beiden anderen am Freitag im Einsatz gewesenen Bundesligisten in die zweite Runde des ÖFB-Cups eingezogen.
 
Während sich die Admira mit einem 3:0-(1:0)-Sieg beim Regionalligisten Parndorf keine Blöße gab, mussten die Grazer bei der WSG Wattens lange Zittern.
 
Der Cupsieger von 2010 und Meister von 2011 setzte sich in Tirol dank eines Tores von Jürgen Säumel (62.) mit Ach und Krach 1:0 (0:0) durch.
 
Sturm erst nach Seitenwechsel besser
 
Sturm tat sich beim ersatzgeschwächten Meister der Regionalliga West lange Zeit sehr schwer. Eine erste Torchance ließ Neuzugang Richard Sukuta-Pasu bereits nach 40 Sekunden aus, danach wurden die Grazer aber lange nicht mehr gefährlich.
 
Erst nach Seitenwechsel bekam Sturm die Partie besser in den Griff, Darko Bodul scheiterte aber mit einem Foulelfmeter an Wattens-Goalie Fabian Schumacher. Der Deutsche Sukuta-Pasu war zuvor gefoult worden.
 
Das Goldtor erzielte Säumel. Der Ex-Teamspieler umkurvte nach Vorarbeit von Christoph Kröpfl und Sukuta-Pasu den gegnerischen Torhüter.
 
Sturm hatte danach noch bei zwei Situationen Glück. Der vermeintliche Ausgleich von Simon Zangerl wurde wegen knappem Abseits nicht anerkannt (85.).
 
Admira souverän
 
Admira-Trainer Dietmar Kühbauer ließ sich zum Saisonauftakt auf keine Experimente ein und schickte sein Team quasi in Bestbesetzung auf den Rasen in Parndorf.
 
Die Admira war vor 900 Zuschauern von Beginn an drückend überlegen, traf durch Philipp Hosiner (34., 50.) sowie Benjamin Sulimani (71./Elfmeter) und vergab noch zahlreiche Chancen auf weitere Tore.
 
Die Kühbauer-Truppe legte damit eine gelungene Generalprobe fürs Zweitrunden-Hinspiel der Europa-League-Qualifikation am Donnerstag in Litauen gegen Schalgiris Vilnius hin.
 
"Es war ein großer Qualitätsunterschied zu sehen. Parndorf wollte zunächst mit Härte dagegenhalten, wir hatten aber im Endeffekt keine Probleme", resümierte Kühbauer.

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