Bundesliga-Trio müht sich ins Cup-Achtelfinale

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Rapid, Ried und Mattersburg hatten mehr Mühe als erwartet mit ihren unterklassigen Gegnern, schafften es aber in spannenden Partien alle in das Achtelfinale des ÖFB-Cup.

Einzig der WAC bot eine souveräne Leistung und besiegte den GAK auswärts mit 6:0.

SV ALLERHEILIGEN - RAPID WIEN 1:4 (0:0)

Tore: Kulnik (46.) bzw. Sonnleitner (49.), Alar (77., 92.), Dobras (92.).

Der Rekordmeister setzte sich gegen den steirischen Regionalligisten SV Allerheiligen vor rund 2.000 Zuschauern verdient mit 4:1 (0:0) durch. Michael Kulnik brachte die Hausherren unmittelbar nach der Pause zwar in Front (46.), Mario Sonnleitner (49.), Deni Alar (77., 92.) und Amateur Kristijan Dobras (89.) bewahrten die klar überlegenen Hütteldorfer aber vor einer Blamage.

Rapid-Trainer Peter Schöttel ließ in einer weiteren "englischen Woche" wie erwartet das Rotationsprinzip walten. Goalie Novota, Dobras, Grozurek und Boyd durften sich im Gegensatz zum 2:0-Auswärtssieg am Sonntag in Ried von Beginn an versuchen. Und die Rapidler zogen schon in der ersten Hälfte ein "Powerplay" auf, blieben aber im Abschluss glücklos oder fanden in der gut stehenden Defensive der von Ex-Bundesliga-Kicker Enrico Kulovits gecoachten Truppe ihren Meister.

Zur Pause reagierte Schöttel und brachte Alar für Hofmann in die Partie. Gleich nach Wiederbeginn waren es aber die Hausherren, die vorlegten. Kulnik zog vom 16er ab und traf zum schnellen 1:0 (46.). Die Wiener erkannten allerdings sofort den Ernst der Lage und Sonnleitner sorgte nach Alar-Eckball fast postwendend für den Ausgleich (49.).

Der Europa-League-Starter erhöhte weiter den Druck und schaffte auch die Entscheidung. Nach Burgstaller-Flanke und Boyd-Kopf-Weiterleitung sorgte Alar per Kopf für das 2:1 (77.). Dem noch nicht genug stellte der 19-jährige Dobras mit einem Außenristschuss noch auf 3:1 (89.). In der Nachspielzeit (92.) machte Alar gar noch seinen Doppelpack perfekt.

ASK BAD VÖSLAU - SV MATTERSBURG 2:3 (1:1)

Tore: Altrichter (12.), Wöhrer (84.) bzw. Ressler (30.), Mörz (69.), Röcher (90.)

Der SV Mattersburg ist mit viel Bauchweh weitergekommen. Die Burgenländer mussten gegen den ASK Bad Vöslau hart kämpfen, um den knappen 3:2-(1:1)-Sieg zu fixieren. Der eingewechselte Thorsten Röcher sorgte im Duell mit dem Tabellenführer der niederösterreichischen Landesliga erst in der 90. Minute für die Entscheidung zugunsten des leicht überlegenen Bundesligisten.

Mattersburg-Trainer Franz Lederer veränderte seine Truppe gegenüber der 1:5-Auswärtsniederlage bei der Admira in der Meisterschaft am Samstag an mehreren Positionen. Ersatzgoalie Markus Böcskör hütete das Tor, zudem rückten Alois Höller, Christian Gartner und der neunfache Amateure-Saisontorschütze Christian Ressler in die Mannschaft. Einserstürmer Ilco Naumoski erhielt genauso eine Pause wie Abwehrspieler Adnan Mravac, Manuel Prietl fehlte gesperrt.

Vor 656 zahlenden Zuschauern brachte Dominik Altrichter den von Willi Kreuz gecoachten Underdog überraschend in Führung (12.). Mattersburgs Amateure-Goalgetter Ressler (30.) und Michael Mörz (69.) drehten die Partie vorerst zugunsten der Lederer-Elf. Die in der ersten Runde gegen St. Pölten siegreichen Bad Vöslauer steckten aber nicht auf und kamen durch Jochen Wöhrer zum 2:2 (84.).

Als alle schon mit einer Verlängerung rechneten machte "Joker" Röcher aber doch noch den Favoritensieg perfekt. Dass Mörz in der Nachspielzeit (93.) mit einem Foulelfmeter an Bad-Vöslau-Goalie Michael Stöckl scheiterte, fiel nicht mehr ins Gewicht.

UNION ST. FLORIAN - SV RIED 4:5 i.E. (1:1 nach 120 Minuten)

Tore: Hinterreiter (67.) bzw. Reifeltshammer (53.)

Für Vorjahresfinalist SV Ried ist in der 2. Cup-Runde fast Endstation gewesen. Die Innviertler behielten im Oberösterreich-Duell mit dem Regionalligisten Union St. Florian erst im Elfmeterschießen hauchdünn mit 5:4 die Oberhand. Nach 90 und 120 Minuten war es nach Toren von Roland Hinterreiter (67.) sowie Thomas Reifeltshammer (53.) jeweils 1:1 gestanden.

Zwischen dem Regionalliga-Gastgeber und dem Bundesligisten war eigentlich kaum ein Unterschied zu erkennen. Die zuletzt auch in der Meisterschaft schwächelnden Oberösterreicher blieben vieles schuldig. Auch der Führungstreffer durch den aufgerückten Reifeltshammer nach einem Eckball (53.) gab den Gästen keinen Schub.

Und dank eines Tormannfehlers war die Truppe aus St. Florian wieder zurück im Spiel. Nach einem Patzer des diesmal für Stammgoalie Gebauer aufgebotenen Schober köpfelte Hinterreiter zum 1:1 ein (67.). Die Heimischen strotzen daraufhin vor Selbstvertrauen, vor allem auch weil sie nach einer Gelb-Roten Karte für Hadzic nach einem Foul (71.) in Überzahl agierten. Die beste Chance auf die Entscheidung in der regulären Spielzeit hatten aber die Rieder: ein Meilinger-Freistoß ging an die Latte (86.). In der Verlängerung rettete der Underdog das 1:1 über die Zeit.

Das Elfmeterschießen begann für die Rieder mit einem vergebenen Versuch von Reiter denkbar schlecht. Da Trauner, Gartler, Nacho, Hinum und Reifeltshammer in der Folge trafen und auf der anderen Seite Mitterndorfer (der die Entscheidung herbeiführen hätte können) vergab und Winkler an Schober scheiterte, lebt die die Chance der Rieder auf einen neuerlichen Finaleinzug weiter.

GAK - WAC 0:6 (0:4)

Tore: Rivera (8., 63., 64.), Zakany (9., 28.), Stückler (23.)

Der WAC hat sich am Mittwoch als einziger Bundesliga-Klub im Cup absolut keine Blöße gegeben. Der Bundesliga-Aufsteiger aus Kärnten fertigte den Grazer Regionalligisten GAK in der UPC-Arena mit 6:0 (4:0) ab. Der Spanier Ruben Rivera mit einem Triplepack (8., 63, 64.), Sandro Zakany mit zwei Toren (9., 28.) und Stephan Stückler (23.) sorgten vor rund 1.500 Zuschauern für klare Verhältnisse.

WAC-Trainer Nenad Bjelica hatte im Hinblick auf das Meisterschaftsauswärtsspiel am Samstag bei der Wiener Austria eine "Zweier-Garnitur" aufgeboten. Im Vergleich zum knappen 1:0-Auswärtssieg in Innsbruck am Samstag kamen gleich acht "neue" Spieler zum Zug.

Das Achtelfinale wird am Sonntag ausgelost, Spieltermine sind der 30./31. Oktober.

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