Soriano auch im Cup Salzburgs Torgarantie

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Er trifft und trifft und trifft.

Erst am Wochenende feierte Jonatan Soriano in der Liga sein 100-Tore-Jubiläum, am Dienstagabend legte der Spanier im ÖFB-Cup weiter nach.

0:2 lag Titelverteidiger Salzburg im Achtelfinal-Heimspiel gegen Ried nach zwölf Minuten in Rückstand, ehe der Torjäger im Alleingang für die Wende zum 4:2-Sieg sorgte.

Salzburgs Kapitän schien vor allem durch seinen Fauxpas zur Rieder Führung motiviert.

Nachdem Soriano einen Freistoß von Oliver Kragl im Strafraum mit der Hand blockiert hatte, verwertete Kragl den Elfer sicher. Manuel Galivan legte für Ried sogar noch nach, ehe Soriano auf Touren kam.

Anschlusstreffer leitet Wende ein

Den Anschlusstreffer erzielte er nach einer Ecke per Kopf (31.). Ried-Torhüter Thomas Gebauer wurde vom 30-Jährigen nach der Pause dann weiter mit Schüssen eingedeckt. Nach einer Hereingabe von Valon Berisha stand Soriano beim Ausgleich (71.) schließlich, wo ein Torjäger zu stehen hat.

Sein Stangenschuss in der 88. Minute wurde dann zur Vorlage für Berisha. Mit dem 3:2 war die späte Wende geglückt, den Schlusspunkt setzte Naby Keita in der Nachspielzeit (95.).

"Wir haben Moral gezeigt"

"Wir haben nach dem 0:2 Moral gezeigt. Die Mannschaft hat viel Charakter und eine gute Mentalität", gab sich der nun bei sechs Toren im laufenden Cup-Bewerb haltende Soriano in der gewohnten Rolle als Teamplayer.

Der Katalane unterstrich auch Salzburgs Ambitionen auf die Titelverteidigung: "Wir wollen den Cup auch heuer gewinnen." Es wäre das dritte Mal in Serie.

Seit nun 15 Spielen ist Salzburg im Cup ungeschlagen. Die letzte Niederlage im Bewerb kassierte man im Halbfinale 2013 zu Hause gegen Pasching (1:2).

Nach dem "Double-Double" in der Vorsaison will der Meister auch im kommenden Jahr alle nationalen Trophäen abräumen. Auf dem Weg zum "Triple-Double" werden sich die Bullen aber noch steigern müssen.

Abwehrprobleme

Vor allem die Defensive wirkte gegen das Bundesliga-Schlusslicht aus dem Innviertel trotz des Comebacks von Martin Hinteregger des öfteren nicht sattelfest.

Der erstmals nach zwei Monaten Verletzungspause spielende Teamverteidiger selbst ließ sich beim 0:2 düpieren. Für die Unsicherheiten mitverantwortlich waren auch die Umstellungen von Trainer Peter Zeidler, der seine Start-Elf an fünf Positionen veränderte.

"Es war ein gewisses Risiko, es ist gut gegangen", meinte der Deutsche nach dem Spiel. Er habe sich schon auf eine Verlängerung eingestellt, gab Zeidler zu. Es gebe noch "an Vielem zu arbeiten. Denn nicht immer geht so etwas gut wie heute."

Positiv stimmte den Schwaben aber, dass es von den Rängen der Red-Bull-Arena nach dem schnellen Rückstand keine Pfiffe gab.

Ried: Volle Konzentration auf Liga

Ried trat die Heimreise mit der zweiten Niederlage in Wals-Siezenheim binnen vier Tagen an. Für die Oberösterreicher steht nach dem Cup-Aus nun volle Konzentration auf den Liga-Alltag an.

Am Wochenende geht es zu Hause gegen die Admira. "Jetzt zählt für uns die Meisterschaft. Da geht es um alles. Am Samstag müssen drei Punkte her, und die werden wir machen", betonte Verteidiger Thomas Reifeltshammer.

 Mitnehmen konnten die Rieder immerhin, den Favoriten in beiden Duellen in Schwierigkeiten gebracht zu haben - auch wenn am Ende nichts Zählbares zu Buche steht. "Jetzt gilt es, in der Meisterschaft mit der gleichen Leidenschaft wie in diesen Spielen zu agieren", merkte Kapitän Gebauer deshalb an.

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