Jubel, Double, Heiterkeit

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Der Salzburger Party-Marathon fand im Cupfinale seine Fortsetzung.

Nach der provisorischen Meisterfeier in Wr. Neustadt vergangenen Sonntag und der Teller-Übergabe im Heimstadion nach der letzten Runde am Donnerstag jubelten die „Bullen“ diesmal im Wiener Ernst-Happel-Stadion.

Der 3:0-Sieg im Endspiel gegen die SV Ried bedeutet zugleich das erste Double für die Mozartstädter.

„Dass die Saison mit so vielen Titeln endet, ist perfekt“, strahlte Stefan Maierhofer. Und Torhüter Alexander Walke war sich sicher: „Jetzt haben wir die Kritiker verstummen lassen.“

"Wir sind kalt erwischt worden"

Das Spiel selbst war letztlich eine klare Angelegenheit. „Wir sind gut ins Spiel reingekommen“, fand Maierhofer. Eigentlich nicht seine Art, aber dieser Satz kann eindeutig in die Kategorie Untertreibung eingeordnet werden.

Denn nach nicht einmal 14 Minuten stand es bereits 2:0 für den Meister. Die Köpfe der Rieder hingen. „Wir sind kalt erwischt worden. Wenn man so schnell in Rückstand gerät, ist es schwer, aus dem Strudel wieder heraus zu kommen“, sagte Daniel Beichler.

Der Rieder Kampfgeist

Doch die Innviertler schafften das. „Wir mussten wieder aufstehen und sind auch wieder aufgestanden“, war SVR-Coach Gerhard Schweitzer stolz auf die Moral seiner Truppe.

Insgesamt fanden sich übrigens 16.000 Menschen im Prater-Oval ein. Der Großteil drückte der SV Ried die Daumen. „Wir haben Österreich wieder gezeigt, dass man ein Stadion füllen kann. Es war ein würdiger Rahmen“, so Schweitzer.

Der Trainer sprach aber auch aus, was all die Innviertler nach dem Schlusspfiff fühlten: „Enttäuschung pur.“

In Lederhosen

Das Mitgefühl der „Bullen“ hielt sich in überschaubaren Grenzen. Sie schlüpften in ihre Lederhosen, um für den Empfang, der in Salzburg auf sie wartete, schick zu sein.

Denn die Feierlichkeiten sind noch nicht zu Ende, vielmehr werden sie in der Nacht auf Montag wohl ihren Gipfel erreichen. Oder wie es Maierhofer ausdrückt: „Am Montag ist kein Training.“


Harald Prantl/Kurt Vierthaler/Martin Wechtl

Auch Franz Schiemer war beeindruckt: „Der Kampfgeist der Rieder ist wirklich unglaublich.“

Belohnt wurde er aber nicht.

Vergebene Chancen

Anel Hadzic traf per Kopf die Latte, ein Elferfoul an Beichler wurde nicht gepfiffen. „Wir haben offensiv alles probiert, was in unserer Macht steht und so viele Chancen herausgeholt, wie in den letzten vier Ligaspielen zusammen nicht“, meinte Schweitzer.

Doch auch die Salzburger hatten jede Menge Möglichkeiten. „Wir hätten viel früher das 3:0 machen müssen“, sei stellvertretend Maierhofer zitiert. Ricardo Moniz: „Daran müssen wir arbeiten.“

"Ein würdiger Rahmen"

Es hat aber auch mit mäßiger Effizienz gereicht, um am Ende den mitgereisten Fans den Pokal präsentieren zu können.

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