Austria nimmt Hartberg auseinander

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Rekordsieger Austria Wien, der WAC und der FAC sind die ersten Viertelfinalisten im heimischen ÖFB Cup. Der WAC setzte sich im Bundesliga-Duell mit Wiener Neustadt vor eigenem Publikum 3:2 (1:1) durch, die Austria siegte beim Erste-Liga-Schlusslicht in Hartberg souverän 6:0 (3:0), und der FAC feierte nach 0:1-Pausenrückstand noch einen 3:1-Erfolg beim Regionalligisten SC Ritzing.

Nächster Kantersieg der Austria

Die Austria, die schon zuvor die Vienna mit 6:0 und den FC Kitzbühel mit 5:0 eliminiert hatte, überzeugte auch bei ihrem dritten Cup-Auftritt in dieser Saison. Manuel Ortlechner besorgte bereits in Minute zwei nach einem kurz abgespielten Eckball von Daniel Royer und Flanke von Marco Meilinger per Kopfball die Führung der Violetten.

Auch das 2:0 fiel nach einem Corner, wobei der Weitschuss von Thomas Salamon unhaltbar für Tormann Hans-Peter Berger abgefälscht wurde (21.). Noch vor der Pause verwertete Mario Leitgeb eine Freistoßflanke von Florian Mader mit dem Kopf zum vorentscheidenden 3:0 (41.).

"Das war ein gutes Match"

Trotzdem ließ die Austria nicht locker, bereits kurz nach dem Wechsel erhöhte der israelische Torjäger Omer Damari auf 4:0 (48.). Wenig später folgte nach Foul von Siegfried Rasswalder an Damari ein Strafstoß, den der Gefoulte selbst schoss. Damari scheiterte zwar an Berger, doch Alexander Grünwald knallte den Elfernachschuss (52.) ins Tor.

Unmittelbar nachdem Rasswalder mit Gelb-Rot vom Platz gestellt worden war (69.), machte Martin Harrer nach einem Mader-Freistoß das halbe Dutzend gegen die erschreckend harmlosen Hartberger voll.

Austria-Trainer Gerald Baumgartner war mit der Leistung seiner Mannschaft natürlich hochzufrieden. "Das war ein gutes Match meiner Mannschaft, das schnelle 1:0 hat natürlich geholfen. Danach war es eine klare Sache", betonte der Salzburger.

WAC ringt Wr. Neustadt nieder

Der Wolfsberger AC feierte einen 3:2-(1:1)-Heimsieg über Bundesliga-Schlusslicht SC Wiener Neustadt. Attila Simon (11.), Stefan Schwendinger (56.) und Christian Deutschmann (73./Eigentor) erzielten die WAC-Tore, für die Gäste trafen Reinhold Ranftl (37.) und Michael Tieber (65.).

Der WAC beherrschte die Partie vor 2.100 Zuschauern von Beginn und stellte schon nach zehn Minuten nach einer schönen Kombination, die Simon perfekt abschloss, verdient auf 1:0. In der Folge gingen die Gastgeber jedoch leichtfertig mit ihren Chancen um, zudem wurde ein Standfest-Tor wegen Abseits aberkannt (27.).

Der Ausgleich von Wiener Neustadt kam deshalb überraschend: Nach einem unnötigen WAC-Ballverlust in der gegnerischen Hälfte konterten die Niederösterreicher schnell, Ranftl zog außerhalb des Strafraums ab und bezwang Tormann Christian Dobnik.

Eigentor entscheidet die Partie

Nur fünf Minuten später stand die WAC-Abwehr erneut schlecht, doch Mario Pollhammer brachte das Kunststück zuwege, den Ball aus kürzester Distanz in die Wolken zu jagen (42.). Auf der Gegenseite landete noch vor der Pause ein Freistoß von Peter Zulj am Lattenkreuz (44.).

Nach dem Wechsel hatte der WAC mehr Glück, als ein abgefälschter Freistoß von Stefan Schwendinger in den Maschen landete. Diese Führung war allerdings nur von kurzer Dauer, denn Tieber sorgte nach einem Freistoß für den erneuten Ausgleich.

Der 3:2-Siegtreffer resultierte aus einer kuriosen Aktion: Eine Standfest-Flanke hechtete Deutschmann per Flugkopfball ins eigene Gehäuse. Danach hatte der WAC noch bange Momente zu überstehen. So rettete Michael Sollbauer bei einem abgefälschten Schuss für den bereits geschlagenen Dobnik (77.), und in der 80. rempelte Sollbauer im Strafraum Tieber nieder. Doch Schiedsrichter Andreas Kolleger entschied auf Schwalbe und zeigte dem Stürmer Gelb.

"Haben uns das Leben unnötig scher gemacht"

WAC-Trainer Dietmar Kühbauer war froh, dass seinem Team die Revanche für die 0:1-Heimniederlage in der Liga bereits nach 90 Minuten glückte.

"Wir haben uns das Leben unnötig schwer gemacht. Wir haben die Partie in beiden Hälften beherrscht, uns aber durch Leichtsinnigkeiten in Bedrängnis bringen lassen", kritisierte Kühbauer die Abwehrschnitzer vor den Gegentoren.

Wiener-Neustadt-Coach Heimo Pfeifenberger lobte indes die Moral seiner Mannen. "Ich glaube, das Spiel war komplett ausgeglichen. Wir sind zweimal zurückgekommen, das wäre auch nach dem 2:3 möglich gewesen, denn die Attacke an Tieber war sicher ein Elfer", ärgerte sich Pfeifenberger über die Entscheidung des Unparteiischen in der 80. Minute, der auf Schwalbe und nicht auf Strafstoß entschieden hatte.

FAC müht sich in Ritzing

Erste-Liga-Verein Floridsdorfer AC setzte sich gegen den Regionalliga-Ost-Spitzenreiter SC Ritzing im Achtelfinale 3:1 (0:1) durch. Die Wiener lagen im Burgenland bis zur 78. Minute 0:1 zurück und drehten die Partie erst in den letzten zwölf Minuten.

Die Heimmannschaft erwischte vor nicht einmal 500 Zuschauern im Sonnensee-Stadion einen Start nach Maß. Mittelfeldspieler Stefan Rakowitz brachte den Ball aus nicht ganz elf Metern volley im Tor unter (9.). Die Burgenländer hatten in der Folge mehr vom Spiel, konnten den Schwung aber nicht in weitere Gelegenheiten ummünzen. Nach einer halben Stunde kamen dann die Gäste auf, vor allem zahlreiche Fehlpässe verhinderten aber konkrete Chancen.

Drei Tore in zwölf Minuten

Nach der Pause wechselte Trainer Hans Kleer Lukas Mössner ein, der für mehr Torgefahr sorgen sollte. In der 65. Minute kam auch Patrick Haas ins Spiel, der sich für seine Einwechslung wenig später bei Kleer "bedankte".

Er bediente Martin Demic, der die Burgenländer mit seinem Volley-Treffer in der 78. Minute schockte. Fünf Minuten später war es Solo-Spitze Michael Pittnauer, der nach Vorlage von Furkan Aydogdu flach zur Führung einschoss (83.). Pittnauer erzielte in der Nachspielzeit noch das 3:1 (93.). Damit war das Aus des einzig im Bewerb verbliebenen Regionalliga-Vereins besiegelt.

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