Sturm beendet Admira-Höhenflug

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Sturm siegt, RBS mit Mühe - Rapid draußen

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Die Erfolgsserie der Admira ist am Mittwoch gerissen.

Die Niederösterreicher, die als Aufsteiger sensationell die Bundesliga-Tabelle anführen, mussten sich im Achtelfinale des Cups Meister Sturm in Graz 1:3 (1:2) geschlagen geben.

Nach der Führung der Gäste durch Daniel Toth (16.) sorgten ein Doppelpack von Darko Bodul (18., 36.) und ein Treffer von Andreas Hölzl (91.) für die erste Admira-Niederlage seit dem 0:2 in der ersten Meisterschaftsrunde am 16. Juli gegen Rapid.

Toth per Freistoß

Mit dem Selbstvertrauen der Bundesliga-Erfolge legte die Admira mit einem Stangenschuss von Sulimani (14.) und wenig später mit der frühen Führung los.

Toth zirkelte einen Freistoß aus 18 Metern schön ins rechte Kreuzeck (16.). Sturm antwortete postwendend mit dem Ausgleich, nach Eckball von Bukva drückte Bodul den Ball aus kurzer Distanz per Kopf über die Linie (18.).

Auch Bodul trifft per Freistoß

Danach flachte die Begegnung für rund 20 Minuten ab, ehe Bodul für das nächste Highlight sorgte.

Der 22-Jährige setzte einen Freistoß aus 25 Metern ins rechte Eck zum 2:1 (36.).

Sturm-Goalie Cavlina musste wegen einer Oberschenkel-Zerrung in der Kabine bleiben, für ihn kam Alexander Schachner, der Sohn von LASK-Trainer Walter, zu seinem Pflichtspieldebüt in der Kampfmannschaft der Grazer.

Konter macht alles klar

Sturm hatte das Geschehen recht sicher im Griff, 20 Minuten vor dem Ende legte die Admira aber deutlich zu.

Schachner zeichnete sich bei einer Doppel-Chance durch Zeman und Toth (71.) aus, ein Schuss von Zeman streifte am langen Eck vorbei (76.).

In der Nachspielzeit machte Sturm mit einem Kontertor alles klar, Szabics legte quer für den eingewechselten Hölzl, der auf 3:1 stellte (91.).

Salzburg müht sich

Red Bull Salzburg hat nur mit Mühe das Viertelfinale erreicht.

Die Salzburger eliminierten den Erste-Liga-Klub LASK nach 0:1-Rückstand mit 2:1.

Der LASK war vor nur 3.300 Zuschauern eine Stunde das bessere Team und ging durch Benjamin Freudenthaler in Führung.

Nach der Roten Karte für Attila Varga (66.) drehten die Salzburger in Überzahl die Partie mit Toren von Franz Schiemer (72.) und Stefan Maierhofer (79.).

Lasche Salzburger

Salzburg-Trainer Ricardo Moniz hat vor der Partie an seine Mannschaft appelliert, mit hundertprozentiger Ambition ins Spiel zu gehen.

Diese Aufforderung setzten seine Kicker aber nicht einmal annähernd um.

Bis zu ersten Chance durch Sekagya (40.) sorgte das auf der ganzen Linie enttäuschende Salzburg nur durch zwei lautstarke Meinungsverschiedenheiten für Aufsehen.

Zunächst geriet Moniz mit Bruins aneinander (26.), danach lieferten sich Leonardo und Wallner ein Verbalduell (30.).

Freudenthaler mit verdienter Führung

Der LASK war klar besser und hätte bei Möglichkeiten von Henrique (12., 41.) und Aigner (14., 28.) sowie bei einem Abseitstreffer von Freudenthaler (43.) in Führung gehen können.

Die Salzburger Fans schickten ihr Team mit einem gellenden Pfeifkonzert in die Pause.

Das änderte an der Darbietung der Hausherren aber genauso nichts wie die Kabinenpredigt von Moniz.

In Minute 51 schossen sich die Linzer verdient in Führung.

Walke parierte einen Schuss von Kogler, Freudenthaler staubte zum 1:0 ab.

Moniz brachte Cziommer, Maierhofer und Zarate ins Spiel, erst dann erwachte nach rund einer Stunde Salzburg.

Ausschluss kippt Partie

Auch dank der Roten Karte für LASK-Spieler Varga, der den Ball Richtung Leonardo schleuderte und dafür wegen einer Tätlichkeit eine fragwürdige Rote Karte sah (66.).

Cziommer (62.) und Franz Schiemer (63., 69.) scheiterten an LASK-Goalie Pavao Pervan, in der 72. Minute glich Salzburg aber aus.

Nach Zarate-Corner traf Schiemer per Kopf zum 1:1. Sieben Minuten später war die Wende perfekt, nach gefühlvoller Zarate-Flanke war Maierhofer zur Stelle und markierte das 2:1 (79.).

Ein Henrique-Eckball sorgte noch einmal für Gefahr für Salzburg-Goalie Walke (92.).

Ried eliminiert Rapid

Titelverteidiger SV Ried hat dagegen den SK Rapid Wien am Nationalfeiertag aus dem Bewerb geworfen.

Die Oberösterreicher setzten sich vor nur 6.500 Zuschauern im Hanappi-Stadion knapp mit 2:1 (1:1,1:1) nach Verlängerung durch und machten damit den ersten Sieg in Hütteldorf gegen Rapid überhaupt perfekt.

Die Rieder hatten die Wiener auch schon in der vergangenen Saison (2:1 in Ried am 4. Mai im Halbfinale) auf dem Weg zum Titelgewinn ausgeschaltet.

Hadzic-Hammer besiegelt Aus

Anel Hadzic sorgte in der 114. Minute mit einem tollen Weitschuss aus 20 Metern genau ins Kreuzeck für die Entscheidung zugunsten der Truppe von Chefcoach Paul Gludovatz.

In der regulären Spielzeit hatten Thomas Hinum (14.) sowie Christopher Drazan (19.) getroffen.

Die Rapidler Drazan (100.) und Michael Schimpelsberger (116./jeweils Foulspiel) sahen in der Verlängerung die Gelb-Rote Karte.

Die Rapidler blieben damit als fünfter Bundesliga-Klub nach dem SC Wr. Neustadt (1. Runde 0:1 gegen Rapid Amateure), SV Mattersburg (2. Runde 1:1 n.V., Elferschießen 4:5 gegen Red Bull Juniors), Kapfenberger SV (2. Runde 1:2 n.V. gegen SVG Reichenau) und Wacker Innsbruck (Achtelfinale 0:1 gegen Grödig) auf der Strecke.

Traumtor von Drazan

Der leichte Aufwärtstrend der Wiener, die zuletzt im Derby ein 1:1-Remis gegen die Austria geholt hatten, war in der ersten Hälfte ersichtlich.

In Rückstand gerieten die Hütteldorfer aber trotzdem.

Ausgerechnet ein Schuss des Ex-Rapidlers Hinum wurde von Pichler unhaltbar für Rapid-Goalie Helge Payer genau ins kurze Eck abgefälscht (14.).

Die Gastgeber reagierten sofort und das in Weltklasse-Manier.

Einen flach und ans Fünfereck gespielten Hofmann-Eckball spielte Burgstaller zurück auf Drazan, dessen Volleyschuss genau im Kreuzeck einschlug (19.).

Rapid nach Pause ohne Ideen

Nach dem Seitenwechsel agierten die zuvor überlegenen Rapidler wie schon öfters in dieser Saison einfallslos, die Rieder standen kompakt und waren auch gefährlicher.

Payer hatte mit einem abgefälschten Carril-Schuss große Mühe (57.), zudem verfehlte Casanova eine Basala-Mazana-Flanke per Kopf nur knapp (60.).

Gebauer pariert Burgstaller-Schuss

Erst in der Schlussviertelstunde nahm die Partie wieder etwas an Fahrt auf. Katzer rettete bei einem Hinum-Schuss im Liegen, Payer wäre geschlagen gewesen (76.).

Im Gegenstoß zeichnete sich Ried-Goalie Gebauer bei einem gut angetragenen Burgstaller-Schuss aus (77.).

Die Verlängerung war perfekt, nachdem Rapid-Kapitän Hofmann im Strafraum in die Wolken geschossen (89.) und Nacho (90.+3) nur das Außennetz getroffen hatte.

Drazan und Schimpelsberger mit Gelb-Rot

In der Verlängerung waren beiden Mannschaften die körperlichen Strapazen anzumerken, Hälfte eins war nur ein gegenseitiges Abtasten, große Highlights waren daher Mangelware.

Burgstaller lief alleine auf Gebauer zu, legte sich den Ball aber etwas stümperhaft zu weit vor (96.).

In der 100. Minute schwächten sich die Rapidler selbst, Drazan sah nach einem Foulspiel an Hadzic völlig zurecht die Ampelkarte.

Die Rieder konnten aus der numerischen Überlegenheit kaum Kapital schlagen, schafften dank eines herrlichen Weitschusses von Hadzic, bei dem Payer chancenlos war (114.), aber trotzdem die Entscheidung.

Nach dem Ausschluss von Schimpelsberger kämpften neun Rapidler noch vergeblich um den Ausgleich, sie müssen aber weiter seit 1995 auf einen Cupsieg warten.

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