Gruseliges Happy End für Rapid

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Austria souverän - Rapid mit Überstunden weiter

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Die Wiene Austria, Titelverteidiger Salzburg und Rapid ziehen ins Viertelfinale des ÖFB-Cups ein.

Die Wiener setzen sich im Achtelfinale gegen Villach mit 4:0 durch. Pirker (34./Eigentor), Hosiner (69.), Kienast (74.) und Jun (85.) bringen die Veilchen auf die Siegerstrasse. Villachs Isopp sieht nach einer brutalen Attacke Rot (59.), Hosiner vergibt einen Elfmeter (63.).

Die Bullen gewinnen in Kalsdorf dank eines Triplepacks von Mane (37., 81., 92.) mit 3:1. Für die Steirer ist Gründler (43.) erfolgreich.

Rapid erreicht erst nach 4:2 n.V. gegen Erste-Liga-Klub SCR Altach die nächste Runde. Die Tore erzielen Sonnleitner (5.), Boyd (73.), Ildiz (104.) und Prager (115.), bzw. Aiger (38./Elfmeter) und Netzer (42.).

VILLACHER SV - FK AUSTRIA WIEN 0:4 (0:1)

Tore: 0:1 Pirker (34./Eigentor), 0:2 Hosiner (68.), 0:3 Kienast (74.), 0:4 Jun (85.)

Ohne Probleme hat die Wiener Austria am Mittwoch das Cup-Viertelfinale erreicht. Der 27-fache Cup-Sieger und Tabellenführer der Fußball-Bundesliga setzte sich bei Regionalligist Villacher SV mit 4:0 (1:0) durch, münzte seine klare Überlegenheit aber erst nach dem Seitenwechsel in Tore um. Die Treffer für die Gäste erzielten vor rund 2.000 Zuschauern VSV-Abwehrspieler Thomas Pirker (34.). Philipp Hosiner (68.), Roman Kienast (74.) und Thomas Jun (85.).

Die Wiener feierten damit den dritten Pflichtspielsieg in Serie. Für die vom ehemaligen Austria-Trainer Günther Kronsteiner betreuten Kärntner, die in der 2. Runde mit Wr. Neustadt bereits einen Bundesligisten ausgeschaltet hatten, endete hingegen das Cupabenteuer.

Austria-Coach Peter Stöger setzte zum großen Teil auf die Erfolgsmannschaft vom 6:4 bei der Admira am vergangenen Samstag, lediglich der am kommenden Wochenende gesperrte Tomas Simkovic (für ihn kam Alexander Grünwald) sowie die lädierten Alexander Gorgon (Marko Stankovic) und Kaja Rogulj (Lukas Rotpuller) mussten ersetzt werden.

 Die Favoritner nahmen von Beginn an das Heft in die Hand und dominierten klar, brauchten aber dennoch ein Eigentor von Thomas Pirker nach Stanglpass von Stankovic, um in der 34. Minute mit 1:0 in Führung zu gehen. Wirklich gefährlich wurde die Elf von Stöger erst nach dem Seitenwechsel, eine Rote Karte für Johannes Isopp wegen eines Fouls an Stankovic von hinten (58.) machte es den "Veilchen" dabei noch einfacher.

 In der letzten halben Stunde kam der violette Zug so richtig ins Rollen. Erst jagte Hosiner den Ball zwar noch vom Elfmeterpunkt über den Kasten, dann erhöhte der Junggoalgetter nach schönem Zuspiel von Mader auf 2:0 (68.). Wenig später war der eingewechselte Kienast zur Stelle (74.) - nach verlängertem Kopfball von Vrsic übrigens, der als Wechselspieler für Grünwald ab der 57. Minute erstmals seit 29. September wieder zum Einsatz kam.

Ein Jun-Abstauber nach Kienasts Schussversuch bedeutete im Finish schließlich den 4:0-Endstand (85.). Kronsteiner saß da schon auf der Tribüne - er hatte sich über die Entscheidungen von Schiedsrichter Rene Eisner zu sehr erregt.

SC KALSDORF - RED BULL SALZBURG 1:3 (1:1)

Tore: 0:1, Mane (37.), 1:1 Gründler (43.), 1:2 Mane (81.), 1:3 Mane (92.)

Titelverteidiger Red Bull Salzburg hat sich am Mittwoch ins Viertelfinale des ÖFB-Cups gezittert. Österreichs Fußball-Meister setzte sich im Achtelfinale beim Regionalligisten SC Kalsdorf mit Mühe 3:1 (1:1) durch. Zum Matchwinner avancierte der Senegalese Sadio Mane, der alle drei Salzburger Tore erzielte (37., 81., 92). Martin Gründler hatte zwischenzeitlich für die ambitioniert auftretenden Steirer ausgeglichen (43.).

Salzburg-Trainer Roger Schmidt hatte nach dem 0:2 im Bundesliga-Schlager bei Rapid mehreren Stammkräften eine Pause gegönnt. Das Tor hütete wie im Cup üblich Eddie Gustafsson statt Alexander Walke. Kapitän David Mendes und der angeschlagene Christoph Leitgeb waren nicht mit von der Partie, Abwehrchef Isaac Vorsah wurde erst im Finish eingewechselt. Topstürmer Jonathan Soriano kam nach einer Stunde für den Norweger Havard Nielsen.

Kalsdorf versteckte sich nicht. Der Dritte der Regionalliga Mitte lieferte dem Favoriten bei Volksfeststimmung südlich von Graz eine ausgeglichene erste halbe Stunde. Gründler verfehlte das Kreuzeck knapp (6.), wenig später parierte Gustafsson einen Kopfball von Dorn (7.). Manes erster Treffer resultierte aus einer Einzelaktion, bei der er gleich drei Gegenspieler stehen ließ. Kalsdorf schlug aber durch einen sehenswerten Volley von Gründler noch vor der Pause zurück.

Nach Seitenwechsel legten die Salzburger einen Gang zu, hatten aber auch Glück, dass ein Handspiel von Andreas Ulmer im Strafraum ungeahndet blieb (51.). Der im Mittelfeld aufgebotene Martin Hinteregger kam dem Tor auf der Gegenseite mit einem Schuss von der Strafraumgrenze nahe (59.), ehe er über die rechte Seite auch das erlösende 2:1 einleitete: Der 20-Jährige legte auf Mane ab, der sich die Chance nicht nehmen ließ.

Für die endgültige Entscheidung sorgte Mane aus einem Konter, den er nach Assist von Kevin Kampl abschloss. In der Liga hält der Vier-Millionen-Mann, der kurz vor Transferschluss im August vom FC Metz gekommen ist, ebenfalls bereits bei drei Toren. Das unrühmliche Ende einer ansonsten ansehnlichen Partie markierte einer der 2.100 Zuschauer, der nach Gelb-Rot für Kalsdorfs Rafael Dorn auf den Platz gelaufen war (93.).

SK RAPID WIEN - SCR ALTACH 4:2 n.V. (2:2,1:2)

Tore: 1:0 Sonnleitner (5.), 1:1 Aigner (37./Elfmeter), 1:2 Netzer (42.), 2:2 Boyd (73.), 3:2 Ildiz (104.), 4:2 Prager (114.)

Der SK Rapid ist nur knapp an einem neuerlichen Out im Achtelfinale des ÖFB-Cups vorbeigeschrammt. Österreichs Rekordmeister feierte am Mittwochabend im Hanappi-Stadion gegen den Erste-Liga-Club SCR Altach einen erst in der Verlängerung sichergestellten 4:2-(1:2)-Zittersieg. Fast genau ein Jahr zuvor waren die Hütteldorfer ebenfalls vor eigenem Publikum in der selben Runde am späteren Finalisten SV Ried (1:2 n.V.) gescheitert.

Muhammed Ildiz (104.) und Thomas Prager (114.) bewahrten den Europa-League-Starter vor einer Blamage und hielten damit die Chance auf den ersten Cupsieg Rapids seit 1995 am Leben. Zuvor hatten Mario Sonnleitner (5.) und Terrence Boyd (73.) sowie aufseiten der tapfer kämpfenden Vorarlberger Hannes Aigner (37./Elfmeter) und Philip Netzer (43.) getroffen.

Die Rapidler präsentierten sich gegenüber dem 2:0-Heimerfolg in der Liag gegen Salzburg stark verändert. Coach Peter Schöttel war allerdings aufgrund der verletzungsbedingten Ausfälle von Kapitän Steffen Hofmann, Markus Heikkinnen und Christopher Drazan zu Umstellungen gezwungen. Ildiz, Boris Prokopic und Christopher Trimmel rückten in die Mannschaft, zudem ersetzte Jan Novota wie auch in den bisherigen Cupspielen gegen Heiligenkreuz und Allerheiligen Stammgoalie Lukas Königshofer.

Die Wiener verzeichneten einen Traumstart. Nach Eckball von Prokopic kam der Ball via Boyd zu Sonnleitner, der in Manier eines Goalgetters aus kürzerer Distanz einschoss (5.). Die Hütteldorfer kontrollierten in der Folge das Geschehen, ließen den Ball geschickt laufen, allerdings auch jeglichen Nachdruck vermissen. Topchancen auf das 2:0 gab es keine. Die Gäste liefen zumeist hinterher, kamen aus dem Nichts aber zurück in die Partie.

Der herauseilende Novota foulte den aufgerückten Benedikt Zech im Strafraum und Schiedsrichter Thomas Prammer entschied nach kurzem Zögern auf Elfmeter. Stürmer-Routinier Aigner ließ sich diese Chance nicht entgehen, verwertete souverän zum 1:1 (37.). Die Gäste aus Vorarlberg waren gleich mit der ersten Offensivaktion erfolgreich und bekamen Rückenwind. Nach einem Eckball von Lienhart köpfelte Kapitän Netzer gar zur Führung ein (43.).

Schöttel reagierte zur Pause, brachte Lukas Grozurek für Prokopic. Der große Favorit zog ein Powerplay auf, tat sich gegen den Vorarlberger Abwehrriegel aber schwer. Ein Fersler von Boyd wurde von Martin Kobras zur Ecke abgewehrt (59.), der Altach-Goalie war auch bei einem Burgstaller-Schuss auf dem Posten (69.). In der 73. Minute war der Bann gebrochen. Die Altacher Abwehr verfehlte eine flache Burgstaller-Hereingabe und Boyd musste den Ball am langen Eck stehend nur noch über die Linie drücken (73.). Boyd verabsäumte es kurz vor Schluss, für die Entscheidung zu sorgen, schoss drüber (88.).

In der Verlängerung ließen zuerst die Altacher in Person von Joker Louis Ngwat-Mahop, der in Novota seinen Meister fand (93.), die Möglichkeit auf das 3:2 aus. Aufseiten der Rapidler scheiterte Prager aus guter Position an Kobras (101.). Da Kobras kurz vor Ende der ersten Hälfte den Ball zu lang festhielt, gab es einen indirekten Freistoß, den Ildiz nach kurzem Burgstaller-Abspiel überlegt ins Eck beförderte (104.).

Die in der Meisterschaft vier Runden sieglosen Vorarlberger konnten nicht mehr zulegen und Prager machte mit dem 4:2 (114.) endgültig den Sack zu. Für Rapid geht es am Samstag (18.30 UIhr) in der Bundesliga mit dem Auswärtsspiel beim im Cup an Wacker Innsbruck gescheiterten SK Sturm Graz weiter.

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