Red Bull Salzburg mit Kantersieg ins Cup-Finale

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Meister Salzburg ist weiter auf Kurs Richtung Double.

Die Elf des mit Saisonende scheidenden Roger Schmidt feierte im Halbfinale des ÖFB-Cups bei Zweitligist SV Horn einen standesgemäßen Favoritensieg.

7:0 (2:0) setzten sich die "Bullen" am Mittwoch bei den Niederösterreichern durch. Das Endspiel geht am 18. Mai in Klagenfurt in Szene, Gegner ist entweder Zweitligist St. Pölten oder Sturm Graz.

Eigentor bricht den Bann

Ein Eigentor von Nico Antonitsch (29.) brachte Salzburg in der mit 5.500 Zuschauern ausverkauften Waldviertler Volksbank Arena voran.

Sadio Mane (31.) erhöhte kurz darauf auf 2:0. Nach dem Seitenwechsel zeigten die unbarmherzig nach vorne spielenden Gäste durch Treffer von Kevin Kampl (52.), zweimal Mane (65., 79.), Alan (75.) und Robert Zulj (83.) den Klassenunterschied deutlich auf.

Im Duell David gegen Goliath präsentierte sich Salzburg von Beginn weg erpicht, ein Zeichen zu setzen.

Die Offensive um Kapitän Jonatan Soriano beschäftigte Horns Abwehr sogleich mehr als der lieb war. Die Waldviertler suchten ihr Heil in schnellen Gegenstößen und wurden für ihre Laufarbeit fast belohnt.

Führung etwas glücklich

Ein Treffer des Spaniers Casanova (17.) wurde wegen einer Abseitsstellung zunächst zurecht aberkannt.

In der 23. Minute tankte sich Simon Abraham dann links durch, brachte den Ball aber nicht an Salzburgs Torhüter Peter Gulasci vorbei.

Auch nach der etwas glücklichen Salzburger Führung - einen Kampl-Querpass fälschte Antonitsch ins eigene Gehäuse ab - fand Markus Lackner eine gute Möglichkeit vor, scheiterte aber ebenfalls an Gulasci.

Dies sollte sich aus Horner Sicht rächen. Mane erkämpfte sich den Ball, via Alan kam der Ball erneut zum Senegalesen, der sich die Möglichkeit nicht entgehen ließ.

Horn zerbricht

Die Ambitionen der Horner Elf von Trainer Willi Schuldes waren damit einigermaßen ausgebremst.

Nach der Pause machte Kampl mit dem 3:0 alles klar, der Slowene traf kurz danach auch die Stange.

Die noch um den Klassenverbleib in der Ersten Liga kämpfenden Hausherren fielen danach deutlich ab und schienen mit Blick auf das wichtige Liga-Spiel gegen Parndorf auch Kräfte zu schonen.

Mane mit Triplepack

Der groß aufspielende Mane - seinen dritten Treffer erzielte der Flügelspieler per sehenswertem Schupfer - und Alan erhöhten ihren Cup-Score auf nun jeweils fünf Tore im laufenden Bewerb.

Der eingewechselte Zulj traf schließlich zum Endstand. Salzburg hat in den letzten drei Cup-Runden den Ruf als Torfabrik damit eindrucksvoll untermauert.

Vom Achtelfinale gegen den Kapfenberger SV (7:1) an über das Viertelfinale gegen den WAC (6:0) bis nun gegen Horn gelangen drei Siege mit einem Torverhältnis von 20:1.

Stimmen zum Spiel:

Willi Schuldes (Trainer Horn): "In der ersten Spielhälfte haben wir viel in das Spiel investiert. Natürlich war Salzburg feldüberlegen, wir hätten aus Kontern aber in Führung gehen können. Das braucht man in so einem Spiel natürlich. Nach den zwei Gegentoren hatten wir auch das Spiel gegen Parndorf im Kopf. Wenn man gegen so eine Mannschaft aber nicht mehr mit 100 Prozent dagegenhält, dann wird es schwer. Immerhin haben die Zuschauer ein Torfestival gesehen, ob wir jetzt 0:4 oder 0:7 verlieren ist dann auch egal."

Philipp Petermann (Torhüter Horn): "Das 0:3 war der Knackpunkt, da haben wir gesehen, dass wir keine Chance haben. Es ist schwierig gegen so eine Mannschaft, die nicht aufhört, Fußball zu spielen."

Roger Schmidt (Trainer Salzburg): "In der ersten Spielhälfte haben wir sehr viele Fehler gemacht. Wir waren zu nachlässig, das 2:0 zur Pause war etwas schmeichelhaft. In der zweiten Spielhälfte haben wir dann guten Fußball gezeigt und verdient gewonnen. Die Tore waren super herausgespielt, wir hatten gute Situationen, in denen wir noch das eine oder andere Tor mehr schießen hätten können."

Kevin Kampl (Torschütze Salzburg): "Ich glaube es hat einfacher ausgeschaut, als es war. Wir haben in der ersten Hälfte gar nicht gut gespielt, sind nicht richtig ins Spiel gekommen, haben den Hornern zu viele Konter erlaubt und sind nur glücklich in Führung gegangen. In der zweiten Hälfte haben wir unsere Sache besser gemacht und auch die Tore geschossen."

Fußball-ÖFB-Cup, Halbfinale:

SV Horn - Red Bull Salzburg Endstand 0:7 (0:2)

Horn, Waldviertler Volksbank Arena, 5.500 Zuschauer (ausverkauft), SR Kollegger

Tore: 0:1 (29.) Antonitsch (Eigentor)
      0:2 (31.) Mane
      0:3 (52.) Kampl
      0:4 (65.) Mane
      0:5 (75.) Alan
      0:6 (79.) Mane
      0:7 (83.) Zulj

Horn: Petermann - Salvatore, Djordjevic, Antonitsch, Erbek - Sittsam (53. Toth), Candela, Lackner, Abraham - Sahanek (69. Gschweidl), Casanova (53. Dilic)

Salzburg: Gulacsi - Klein, Ramalho (49. Hierländer), Hinteregger, Ulmer (46. Schwegler) - Kampl, Ilsanker, Leitgeb, Mane - Alan, Soriano (66. R. Zulj)

Gelbe Karten: Lackner bzw. Schwegler

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