Sturm behält die Oberhand

Aufmacherbild
 

Welche BL-Klubs fliegen?

Aufmacherbild
 

Welche Profi-Klubs bleiben im Cup auf der Strecke?

Aufmacherbild
 

Sieben Profi-Vereine - drei aus der Bundesliga, vier aus der Ersten Liga - haben sich im österreichischen Cup um die "Samsung"-Trophäe bereits verabschiedet.

Am Dienstag und Mittwoch im Achtelfinale werden noch ein paar dazukommen.

Aus dem Oberhaus prallen am Mittwoch mit Sturm Graz und FC Admira der Meister bzw. der aktuelle Spitzenreiter aufeinander und empfängt Rekordmeister Rapid den Titelverteidiger SV Ried.

Vorjahres-Finalist im Derby gefordert

Bereits am Dienstag muss in der Partie zwischen dem Finalisten 2011, Austria Lustenau, und dem FC Lustenau ein weiterer Klub aus der zweithöchsten Spielklasse Abschied nehmen.

Die Vorarlberger Austria hat das Endspiel 2011 im Wiener Happel-Stadion gegen die SV Ried 0:2 und heuer das Liga-Duell mit dem Lokalrivalen 1:3 verloren.

Auf der Cup-Strecke blieben aus der Bundesliga bisher SC Wr. Neustadt (1. Runde 0:1 gegen Rapid Amateure), SV Mattersburg (2. Runde 1:1 n.V., Elferschießen 4:5 gegen Salzburg Juniors) und der Kapfenberger SV (2. Runde 1:2 n.V. gegen SVG Reichenau) bzw. die Erste-Liga-Vertreter SCR Altach (1. Runde 0:2 gegen Union St. Florian), RZ WAC/St. Andrä (2. Runde 2:4 gegen Rapid Amateure), SKN St. Pölten und Vienna.

Ein BL-Klub am Dienstag

Als einziger Oberhaus-Klub ist am Dienstag Wacker Innsbruck im Cup-Einsatz. Die Tiroler haben SV Grödig zu Gast und wollen sich für den am Samstag in der Südstadt im Finish der Partie (2:3) hergeschenkten Sieg rehabilitieren. "Da kommen die Salzburger gerade recht", meinte Trainer Walter Kogler.

Zu einer für ihn ungewöhnlichen Zeit muss der Rekordgewinner (27-mal/zuletzt 2009) des ÖFB-Cups am Nationalfeiertag antreten: Austria Wien spielt ab 10.30 Uhr im Innsbrucker Stadtteil Reichenau gegen den dortigen Landesliga-Zweiten SVG, der mit Ricardo Thom einen aktuellen Teamspieler in seinen Reihen hat.

Der 21-jährige Luxemburger studiert in Innsbruck und agiert aus dem Mittelfeld.

Die Partie ist seit Wochen mit rund 800 Zuschauern ausverkauft.

Reichenau schon einen BL-Klub eliminiert

Der Favorit aus dem Osten war in der vorigen Saison im Viertelfinale durch ein blamables 0:4 in der Generali Arena gegen Austria Lustenau ausgeschieden.

Die Tiroler haben heuer mit dem Kapfenberger SV (2:1) in der zweiten Runde schonen einen "Großen" eliminiert.

"Den Beginn am Vormittag sind wir nicht gewohnt, er sollte jedoch nicht zur Problematik werden, da wir ja zu dieser Zeit ja oft trainieren", sagte Austria-Coach Karl Daxbacher.

"Wird viel Stückwerl sein"

Er hat andere Bedenken. Der Platz in Reichenau sei sehr klein und schlecht.

"Auf dem holprigen Boden ist es schwer zu kombinieren. Es wird viel Stückwerk dabei sein und viel mit hohen Bällen agiert werden", glaubt der 58-Jährige, der rotieren, mit Junuzovic, Mader, Rogulj, M. Wallner und vielleicht auch Jun einige Spieler daheim lassen wird und Roland Linz diesmal von Beginn an aufbieten dürfte.

Rapid (14-mal Cupsieger/zuletzt 1995) gegen Ried (zweimal Gewinner) hat es auch schon in der vorigen Saison gegeben. Auf dem Weg zum Cup-Triumph siegten die Innviertler in Ried am 4. Mai 2:1.

"Ob wir wieder überraschen können, wird sich zeigen. Meine jungen Spieler können noch befreiter spielen als am Samstag gegen Mattersburg (2:0, Anm.)", glaubt SVR-Coach Paul Gludovatz. Nicht so zurückhaltend gab sich Stefan Reiter.

"Wird Zeit, dass wir Rapid dort schlagen"

"Im Cup gibt es nur ein Ziel: Wir möchten gewinnen. Wir sind im Cup im Hanappi-Stadion ungeschlagen. Jetzt wird es Zeit, dass wir dort auch Rapid schlagen", sagte der SVR-Manager vor dem Duell der Tabellennachbarn.

Das bisher einzige Cup-Spiel im Westen Wiens haben die Innviertler 1998 bestritten, dabei das Finale gegen Sturm Graz 3:1 gewonnen.

In der Liga verließen sie Hütteldorf hingegen noch nie als Sieger.

"Niemand spielt gerne gegen die Rieder, sie sind sehr unangenehm. Wir wissen, dass es eng und schwer wird", sagte Rapid-Trainer Peter Schöttel, stellte aber auch klar: "Wir spielen daheim, wollen unbedingt ins Viertelfinale."

Schöttel lässt Stürmer-Frage offen

Weil er Thomas Prager wieder zur Verfügung hat, benötigt er Steffen Hofmann nicht mehr in der hinteren Position zur Gestaltung.

"Beide waren sehr gut, haben aggressiv gestört", sagte Schöttel nach dem 1:1 im Derby.

Ob er wieder mit nur einem Stürmer oder mit zwei Angreifern spielen lässt, überlegt er noch. Das Resultat sei für die Moral sehr wichtig gewesen.

Dass der grünweiße Trend nun aufwärtsgehe, wollte er vorerst nicht mit Ja beantworten. Das tue er erst, wenn man Ried und dann Meister Sturm in der Liga schlägt.

Sturm darf auf ein gutes Omen bauen

Auf ein gutes Omen darf auch Meister Sturm bauen. Der vierfache Cupsieger (zuletzt 2010) hat 2010 Admira (in Graz 1:0 n.V.) im Viertelfinale ausgeschaltet. "Wir wollen unbedingt im Cup überwintern.

Es ist eine Möglichkeit, auf schnellem Weg ins internationale Geschäft zu kommen", betonte Sturm-Coach Franco Foda, der von einem "ganz schwierigen Spiel" spricht.

Der Deutsche wird in seiner Aufstellung nicht viel ändern, will nur die eine oder andere Umstellung - Wolf statt Kainz und Standfest für Ehrenreich - vornehmen.

Die Niederösterreicher, die den Cup fünfmal (zuletzt 1966) gewonnen haben und 2009 im Endspiel gestanden sind, wollen natürlich ihre Tabellenposition bestätigen.

Der Vier-Punkte-Vorsprung der Schützlinge von Didi Kühbauer kommt nicht von ungefähr.

Salzburg trifft zuhause auf den LASK

Vizemeister RB Salzburg, der bisher noch nie den Cup sein Eigen nennen durfte, wird vor dem Heimduell mit dem LASK ans Vorjahr erinnert, als in der zweiten Runde mit dem 1:3 gegen einen OÖ-Vertreter (BW Linz) das Cup-Ende kam.

Die Linzer haben gegen die "Bullen", die am Sonntag in Graz gegen Sturm 1:2 verloren und nicht gut spielten, nichts zu verlieren.

Der erste Cupsieger, der nicht aus Wien (1965 Double) kam, hat das erste Spiel von Ricardo Moniz als Salzburg-Coach am 9. April durch ein Abstauber-Tor von Lukas Kragl 1:0 in der Mozartstadt gewonnen.

Es geht auch um's liebe Geld

Die Achtelfinalisten erhalten je 10.000 Euro Startprämie, im Viertelfinale warten weitere 30.000, im Semifinale 50.000 und die beiden Finalisten dürfen sich dann über weitere 120.000 Euro Antrittsgeld freuen.

Weitere Cup-Termine: 10./11. April 2012 (Viertelfinale), 1./2. Mai (Halbfinale) und 20. Mai (Endspiel).

Die Viertelfinal-Auslosung wird am 6. November vorgenommen.

Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen