Austria zeigt im Cup großen Respekt vor dem WAC

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Nicht einmal zwei Wochen nach der herben 0:4-Heimpleite gegen den WAC trifft die Wiener Austria am Mittwoch (19.00 Uhr) neuerlich auf die Kärntner.

Schauplatz des Viertelfinalduells im heimischen Fußballcup ist diesmal Wolfsberg. Der Bundesliga-Überraschungsaufsteiger spekuliert mit der nächsten Überraschung.

"Ein Sieg ist auf jeden Fall wieder vorstellbar - wenn auch nicht in dieser Höhe", meinte WAC-Coach Nenad Bjelica.

"Das Resultat von Wien gibt uns aber viel Hoffnung", sagte Bjelica, dessen Elf trotz des 1:3 in Ried am vergangenen Samstag nach wie vor als bestes Frühjahrsteam vor der dem 27-fachen Rekordcupsieger Austria firmiert. "Aber wir kennen die Auswärtsbilanz der Austria, sie sind der große Favorit."

Stöger bewahrt die Ruhe

Eine Rolle, in der sich Stöger bekanntlich schon seit Wochen gut eingerichtet hat.

Auch die 0:4-Schlappe und der phasenweise schwache Auftritt beim 1:1 in Graz am Wochenende haben daran nichts geändert.

"Wir wissen schon, dass wir eine schöne Packung bekommen haben", spielte er auf die jüngste Begegnung mit dem WAC an, zeigte sich aber zumindest über die zweite Hälfte gegen Sturm erfreut:

"Dass sich die Mannschaft dann so zusammenrauft, war doch sehr imponierend."

Austria mit großem Respekt vor WAC

Von Rache oder Revanche ("Solche Begriffe haben im Sport eigentlich nichts verloren") wollte Stöger, der mit der Austria schon 2005 (als Trainer gemeinsam mit Frenkie Schinkels) und 2006 (Sportdirektor) schon den Cup holte, jedenfalls nichts wissen.

Eines sei aber trotz der tollen Auswärtsserie ohne Niederlage in dieser Saison klar: "Wir wollen gewinnen. Es wird aber schwer, in dieser Saison waren es gegen den WAC immer knappe Partien."

 In Kärnten gab es in der Liga zwar zwei Siege (1:0, 6:3), zu Hause reichte es bei zwei Versuchen aber noch zu keinem vollen Erfolg. Deshalb ist der Respekt vor den "Wölfen" groß.

"Sie taugen mir. Aber sie taugen mir nicht so, dass ich zweimal hintereinander 0:4 verlieren will", erklärte Stöger augenzwinkernd.

Stöger, der am Dienstagnachmittag mit seiner Truppe zur Zwischenstation Bad St. Leonhard aufbrach, will im Hinblick auf das Wiener Derby am Sonntag niemanden schonen.

"Eine große Rotation ist nicht geplant", sagte er. Zumindest fraglich ist Offensivtaktgeber Tomas Jun, der in Graz einen Schlag aufs Aug bekam und möglicherweise erst wieder im Derby angreifen wird. Auch der gegen Rapid gesperrte Mader könnte in Wolfsberg ersetzt werden.

Wolfsberg verspürt keinen Druck

Wolfsberg, bei dem nur der gesperrte Mittelfeldspieler Polverino fehlt, ist ebenso heiß auf den Halbfinaleinzug - obwohl man ja auch in der Liga noch die Chance auf einen internationalen Startplatz hat.

"Wir wollen im Pokal weiterkommen. Wenn wir schon im Viertelfinale stehen, dann verlange ich eine hundertprozentige Leistung", betonte Bjelica, dessen Team im Verlauf des Bewerbs Ostbahn XI (8:1), den GAK (6:0) und den FC Lustenau (2:1) eliminierte. Rivera liegt mit fünf Treffern auch an der Spitze der Cup-Torschützenliste.

Dass sein Team angesichts der unerwarteten Aussicht auf einen Europacupplatz mehr Druck verspüre, wies Bjelica neuerlich von sich: "Das kommt von den Medien, nicht von uns."

Auch die schwachen ersten 45 Minuten beim 1:3 in Ried sei dafür kein Beweis. "Wir haben keinen Druck. Es ist normal, dass wir einmal eine schwache Hälfte spielen."

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