„Natürlich ist es schwieriger in die Abläufe zu kommen, wenn die Mannschaft nicht so eingespielt ist. Dennoch haben wir das am Anfang gut gemacht. Wenn wir das zweite und dritte Tor machen, wäre es auch anders gelaufen. Dann spielt man es sauber runter. Das haben wir nicht gemacht und da kommt ein anderes Fußballspiel zustande.“

Dass Berishas Treffer in Minute 38 die einzige Ausbeute blieb, hatte einerseits mit der mangelnden Chancenverwertung – dem Dauerthema der Salzburger in dieser Saison – zu tun.

Hinteregger kritisiert Stürmer

Andererseits wurden erst gar nicht so viele Chancen wie üblich herausgespielt. „Wir sind nicht durchgekommen und das darf gegen solche Mannschaften nicht sein. Da müssen wir das Spiel früher entscheiden und nicht erst nach 120 Minuten“, verlangte Hinteregger mehr.

Vor allem seiner Offensiv-Abteilung stellte der in der Schlussphase als Angreifer aufgebotene Verteidiger ein schlechtes Zeugnis aus:

„Natürlich wissen wir, dass manch einem von der sogenannten zweiten Mannschaft die Spielpraxis fehlt. Wenn man aber bedenkt, dass ich in den 20, 30 Minuten vorne zu mehr Torchancen gekommen bin als manch anderer Stürmer, ist das schon traurig.“

Debütanten mit Tränen in den Augen

Traurig ist das Stichwort, das den Gemütszustand von Debütant Taxiarchis Fountas nach Spielende beschrieb. Der Grieche beendete seinen ersten Einsatz im „Bullen“-Dress vorzeitig nach 38 Minuten mit einem Ausschluss.

„Taxiarchis ist ein sehr guter Junge. In der Aktion hat man auch gesehen, dass er noch ein sehr junger Spieler ist. Er holt sich die Gelbe Karte ab, geht dann noch einmal zum Schiedsrichter hin und sieht Gelb-Rot. Er war ein Häufchen Elend in der Kabine. Dass wir gewonnen haben, wird ihm darüber natürlich hinweghelfen“, kommentierte der RBS-Chefcoach.

Tränen in den Augen hatte nach Spielende auch Valentino Lazaro. Das „Edel-Juwel“ der Salzburger feierte nach überstandenem Mittelfußbruch sein Comeback, hielt 58 Minuten problemlos durch und verwertete obendrein den letztlich entscheidenden Elfmeter.

So gesehen brachte die Cup-Partie dennoch etwas Positives für die zweite Garnitur hervor.

Wenn auch nur für einen Spieler.

 

Peter Altmann/Christian Eberle

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